Schär ist froh über starke Chinesin

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Bahn Manuela Schär (32) hat die Saison im April mit zwei Grosserfolgen lanciert. Die Marathons von Boston und London hat die Krienserin jeweils in Strecken­rekordzeit gewonnen. Schär schwärmt von den «Marathons, die mir sehr gut gelaufen sind. Diese Erfolgserlebnisse haben mir nach Rio extrem gutgetan.»

Stichwort Rio: An den Paralympics 2016 verpasste Manuela Schär den angestrebten Gewinn einer Medaille. «Natürlich war das eine Enttäuschung für mich», gibt sie zu. Als fast einzige Europäerin war sie in den Rennen den Team-Taktiken der Amerikanerinnen und Chinesinnen ausgesetzt. «Doch ich will nicht jammern, die Gegnerinnen machten ihre Sache sehr gut. Und wir wollen schliesslich knappe Rennentscheidungen», sagt die immerhin fünffache Diplomgewinnerin von Rio. Bitter war für Schär, dass sie zum Schluss in ihrer Paradedisziplin Marathon krank an den Start gehen musste.

Mit Europarekord von Arbon in Nottwil an den Start

Obwohl ihr nach den erwähnten Marathon-Siegen von Boston und London das Stehvermögen auf der Bahn noch etwas fehlt, überzeugte sie am letzten Wochenende beim Meeting «Weltklasse am See» in Arbon. Über 1500 Meter fuhr sie in 3:17,60 einen Europarekord. An den nun bevorstehenden Parathletics in Nottwil ist sie froh, dass sie eine starke Chinesin als Gegnerin hat. «Sie wird mich sicher fordern, sonst müsste ich hier Rennen gegen die Zeit bestreiten. Jetzt steht mir ein echter Wettkampf bevor, darauf freue ich mich.»

So wird sich die Marathon-Spezialistin die Härte auf der Bahn leichter zulegen können, damit sie im Juli an der WM von London in Bestform ist. (dw)