SCHAFFHAUSEN - KRIENS 25:21: Starke Krienser werden schlecht belohnt

Der HC Kriens hat dem grossen Favoriten Kadetten Schaffhausen alles abgefordert. Eine doppelte Unterzahl neun Minuten vor Schluss beim Stand von 19:19 führte die Krienser auf die Verliererstrasse.

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Kriens-Goalie Roman Schelbert war bester Mann auf dem Platz. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Kriens-Goalie Roman Schelbert war bester Mann auf dem Platz. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der HC Kriens hat mit Kadetten Schaffhausen einen der Titelkandidaten der laufenden Meisterschaft bis zum Schluss gefordert. Nach einer starken zweiten Halbzeit führten die Gäste aus der Innerschweiz bis zur 53. Minute, mussten dann aber den teilweise harten Strafen und der Cleverness der Schaffhauser Tribut zollen.

Mit der 21:25- Niederlage wird im Moment keiner der Krienser zufrieden sein - mit etwas Abstand aber dürfte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass der HCK in der Nordostschweiz eine gute Visitenkarte hinterlassen hat.

Titelkandidat Schaffhausen musste «beissen»
Mit Respekt, aber ohne Angst trat der HC Kriens zum ersten der zwei schweren Abschlussspiele in der Vorrunde an. Am Schluss musste die hochkarätig international besetzte Truppe von Kadetten Schaffhausen während 60 Minuten «beissen» und brauchte einiges an Unterstützung, um am Schluss die «logischen» zwei Punkte aufs eigene Konto zu verbuchen. Und dies, obschon auf Krienser Seite Dani Schmid fast nur defensiv eingesetzt wurde.

Auch wenn im Rückblick aus Krienser Sicht zumindest ein Punkt durchaus verdient gewesen wäre – die ungenügende Chancenauswertung des HC Kriens war ein mitentscheidender Faktor, dass sich am Schluss Schaffhausen durchsetzte.

Doppelstrafe führte ins Verderben
Zu viele frei verworfene Bälle in der ersten Halbzeit sorgten für einen knappen Vorsprung des Gastgebers zur Pause. Dann drehte Kriens in der zweiten Halbzeit auf: Mit einem brillanten Torhüter Roman Schelbert gelang der frühe Ausgleich und dann sogar die Führung, die bis zur 53. Minute anhielt.

Dann aber wurde der Rhythmus der Gäste durch eine harte Doppelstrafe wohl entscheidend gebrochen. Von –1 zog Kadetten in diesen zwei Minuten auf +2 davon. Clever nutzten dabei die zahlreichen Internationalen bei Kadetten die Situation aus und knockten den taumelnden HCK aus.

Gunst der Stunde nicht genutzt
Für den HCK wird es im ersten Moment ein schwacher Trost sein, dass mit Roman Schelbert der beste Spieler auf dem Platz das HCK-Dress trug. Und dass Okan Yalciner mit seinen 6 Toren selbst mit der Arrivierten bei Kadetten mithalten konnte.

Am Schluss stand der HCK trotz aufopfernder leistung mit leeren Händen da. Und trauerte nicht zu Unrecht der Chance nach, trotz starkem Spiel die Gunst der Stunde nicht genutzt zu haben. Mit etwas Abstand aber wird sich auch beim HCK die Einsicht durchsetzen, dass die Partie viele positive Ansätze bot, an denen man gegen den nächsten Goliath (Amicitia Zürich) durchaus anknüpfen kann.

Benedikt Anderes / HC Kriens

Kadetten Schaffhausen - Kriens 25:21 (12:12)Schweizersbild. - 620 Zuschauer. - SR Vitzthum/Choquard. - Spielverlauf: 2:1, 5:2, 7:4, 9:7, 11:10, 12:11; 14:14, 15:17, 17:18, 19:19, 22:19.

Kadetten Schaffhausen: Podpecan; Graubner (1), Patrail (7/1), Starczan (5), Marcinkevicius (1), Larsson (1), Bucher (1), Ursic (2/1), Liniger (7), Petro, Oltmanns.

Kriens: Schelbert; Bislimi (2), Mitrovic (2), Stankovic (2), Nyffenegger (4), Yalciner (6), Zimmermann (3), Schlegel (2), Schmid, Willisch, Tschannen, Müller.

Strafen: Kadetten Schaffhausen 1x (59.!), Kriens 7x2 Minuten.

Bemerkungen: Kriens setzt Schmid nur defensiv ein. Kadetten kann Neuzugang Pungartnik noch nicht einsetzen. Kadetten ohne Budaj, Rauh. Stankovic verschiesst Siebenmeter. Roman Schelbert hält zwei Penalties.