Schauspieler Fabian Jaray in der Hauptrolle auf dem Tennisplatz

Fabian Jaray und Sina Amrhein gewinnen die Hauptkategorien der 8. Leuchtenstadt Open in Ebikon.

Albert Krütli
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Er rückte noch ganz kurzfristig ins N4/R4-Tableau der Leuchtenstadt Open, der regionalen Tennis-Meisterschaften der Zentralschweiz in Ebikon: Fabian Jaray. Der 23-Jährige aus Root benutzte die Stippvisite in seiner Heimat, um wieder einmal gegen einige seiner früheren Kollegen anzutreten.

Fabian Jaray (rechts) aus Root.

Fabian Jaray (rechts) aus Root.

PD

Jaray, der viele Jahre beim TC Allmend Luzern spielte und es bis zur R1-Klasse schaffte, zog nämlich vor vier Jahren nach Deutschland und besuchte von 2016 bis 2019 die Internationale Akademie für Filmschauspiel in Köln. Für Aufsehen sorgte der Luzerner vor einem Jahr, als er in «Der Lehrer», der bekannten TV-Serie von RTL, eine Hauptrolle spielte. Und auch auf den Anlagen des TC Ebikon Schindler stand er im Mittelpunkt. Mit seinem variantenreichen, sicheren Spiel begeisterte der 179 cm grosse und 64 kg schwere feine Techniker die Zuschauer und liess seinen Gegnern keine Chance. Zunächst zog er kampflos in den Viertelfinal ein, wo er dem als Nummer 2 gesetzten Silvan Lustenberger nur gerade zwei Games überliess. Ähnlich erging es danach Marcel Dörig und im Final Jan Viol, der nach seinem Halbfinal gegen Geert Stad allerdings etwas angeschlagen war und nicht mehr wunschgemäss servieren konnte.

Der als R2 eingestufte Fabian Jaray freute sich neben dem eindrücklichen Turniersieg, «wieder einmal meine vielen Kollegen zu treffen und hier die Zeit mit ihnen zu verbringen». In Köln arbeitet er neben der Schauspielerei auch noch als Tennislehrer, um sich finanziell abzusichern.

Lob und Tadel von Raphael Lustenberger

Raphael Lustenberger, die langjährige Nummer 1 der Zentralschweiz und aktuelle Nummer 2 unserer Region, lobte als Spielleiter der Leuchtenstadt Open die Auftritte von Fabian Jaray, der immer noch Passivmitglied des TC Allmend Luzern ist: «Das war ein Mehrwert für unser Turnier.» Daneben hätte sich Lustenberger eine Woche vor dem Interclub-Start allerdings eine etwas bessere Beteiligung bei seinem Turnier gewünscht. Damit sprach er vor allem die Frauen an, denn nur gerade drei Spielerinnen schrieben sich für die Hauptkategorie ein. Sina Amrhein (N4.63) setzte sich schliesslich gegen die R1-Klassierten Corinne Erni und Esmeralda Brunner durch, wobei ihr vor allem Erni alles abverlangte.

Leuchtenstadt Open

Ebikon (LU). Regionale Tennis-Meisterschaften der Zentralschweiz. Männer N4/R4 (16 Teilnehmer). Achtelfinals: Manuel Bernhard (1, R1, Risch-Rotkreuz) s. Aaron Terranova (R3, Buochs) 6:1, 6:1. Geert Stad (R2, Hausen am Albis) s. Cyrill Enz (R4, Allmend Luzern) 6:1, 6:4. Jan Viol (3, R2, Allmend Luzern) s. Andreas Lindner (R3, Allmend Zug) 6:1, 6:1. Dan Büeler (R3, Baar) s. Roger Erni (R3, Horw) 4:6, 6:2, 6:1. Sebastian Rehefeldt (R2, Luzern Lido) s. Sven Biner (R4, Allmend Luzern) 2:6, 6:2, 6:2. Marcel Dörig (R2, Alpnach) s. Andreas Schläpfer (4, R2, Horw) 6:3, 7:5. Fabian Jaray (R2, Allmend Luzern) s. Luca Moccia (R4, Küssnacht) w.o. Silvan Lustenberger (2, R1, Sursee) s. Martin Osley (R3, Luzern Lido) 6:3, 6:1. – Viertelfinals: Stad s. Bernhard 1:6, 6:4, 6:3. Viol s. Büeler 6:1, 6:1. Dörig s. Rehefeldt 7:5, 6:4. Jaray s. Lustenberger 6:0, 6:2.– Halbfinals: Viol s. Stad 6:3, 7:6. Jaray s. Dörig 6:2, 6:0. – Final: Jaray s. Viol 6:3, 6:3.

R5/R9 (42). Viertelfinals: Marco Kaufmann (1, R5, Ebikon Schindler) s. Albin Berisha (5, R5, Hergiswil) 6:4, 6:4. Raphael Gemperle (R6, Allmend Luzern) s. Fabian Rothenfluh (8, R6, Carlton Tivoli Tennis Club) 7:6, 6:3. Ralph Läuchli (R6, Meggen) s. Valentin Schürch (R6, Sursee) 6:1, 6:1. Lukas Linder (2, R5, Ebikon Schindler) s. Pascal Kurmann (7, R5, Triengen) 7:6, 7:6. – Halbfinals: Kaufmann s. Gemperle 6:3, 6:0. Läuchli s. Linder 6:2, 6:0. – Final: Läuchli s. Kaufmann 6:1, 2:6, 7:5.

Frauen N4/R4 (3 Teilnehmerinnen). Gruppenspiele: Corinne Erni (R1, Horw) s. Esmeralda Brunner (R1, Meggen) 6:3, 6:0. Sina Amrhein (N4.63, Dagmersellen) s. Erni 1:6, 7:5, 6:2. Amrhein s. Brunner 6:3, 7:6. – Rangliste: 1. Amrhein 2 Siege/2 Spiele. 2. Erni 1/2. 3. Brunner 0/2.

R5/R9 (6). Halbfinals: Tanja Weber (1, R6, Horw) s. Gaby Hoppler (R7, Sempach) 6:1, 6:2. Cornelia Amrein (2, R6, Kriens) s. Xenia Westergaard (R8, Ebikon Schindler) 6:3, 6:1. – Final: Weber s. Amrein 6:2, 6:2.