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SCHIESSEN: Luftpistolen-Schützen: Die ganz schnellen Meister

Diese Sportart ist eine komplexe und äusserst spannende Angelegenheit, auch für Laien. Vermisst wird der weibliche Nachwuchs.
Theres Bühlmann
Der Luzerner Guido Muff (Zweiter von links) holt sich in der Luzerner Indoor-Halle eine weitere Medaille an Verbandswettkämpfen. (Bilder: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Der Luzerner Guido Muff (Zweiter von links) holt sich in der Luzerner Indoor-Halle eine weitere Medaille an Verbandswettkämpfen. (Bilder: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Theres Bühlmann

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Immer wieder wurde es still. Kein Räuspern, kein Rascheln, nichts. Dann gaben die Akteure ihre Schüsse ab. Fünf an der Zahl, innerhalb von zehn Sekunden. Schnellfeuer eben. Und das in acht Serien. Die Druckerstreifen begannen zu rattern, auf denen der Name und das Resultat des Schützen erfasst werden, um so später die Rangliste zu erstellen.

All dies war am Samstag in Luzern zu beobachten, im Rahmen der Verbandswettkämpfe und der Schweizer Meisterschaft mit der fünfschüssigen Schnellfeuer-Luftpistole 10 m. Geschossen wurde in der Indoor-Halle im Schiesssportzentrum Allmend. Etwa 60 Akteure, Junioren, Juniorinnen, Frauen und Männer aus neun Kantonen, fanden den Weg in die Leuchtenstadt und erkoren die Meister in den Disziplinen Standard und im Klappscheibenwettbewerb.

Herausforderung im mentalen Bereich

Zuerst einmal wurden die Protagonisten in ihren zugeteilten Stand gerufen, die Vorbereitungszeit von drei Minuten folgte und eine Probeserie. Volle Konzentration und auf das Startkommando warten und dann: Achtung: 3, 2, 1, Start. Schussabgabe, ein Blick auf den Monitor. Nächste Serie. Alles ruhig, alles ohne Hektik, alles fokussiert. Alle Bewegungsabläufe mehrfach trainiert. Nach «getaner Arbeit» hiess es, Stand aufräumen, dann wurde analysiert, diskutiert und kommentiert. «Ich bekundete zu Beginn etwas Probleme mit dem Licht», sagte einer der Schützen. Anders sein Kollege, «bei mir lief es tipp-topp». Dies zeigt, Schiessen ist eine komplexe Angelegenheit und fordert auch den mentalen Bereich.

Silber für den Luzerner Guido Muff

Der einzige Luzerner im Feld war Guido Muff aus Rothenburg. Der für den Pistolenclub Malters schiessende Bohrmeister Geothermie ist im Besitz von acht Schweizer Meistertiteln in diversen Disziplinen und etwa 40 Einzelmedaillen. «Jene mit dem Club habe ich nicht mehr gezählt.» Sein Erfolgsrezept: «Man muss die technischen Abläufe immer visualisieren.» In Luzern holte er sich beim Verbandsmatch Platz 2 in der Disziplin Klappscheiben und Platz 8 beim Standardprogramm, an der Schweizer Meisterschaft Rang 12 (Klappscheiben) und Rang 7 (Standard). Als nächstes grosses Ziel peilt der 48-Jährige, der rund 20 Stunden in der Woche trainiert, die CISM-Weltmeisterschaft (Mai/Juni) in Thun an.

Der kritische Blick durch das Fernrohr

Eine Etage höher in der Indoorhalle konnte man den Klappscheibenwettbewerb verfolgen. Innerhalb von zehn Sekunden wird auf fünf nebeneinanderstehende Scheiben je 1 Schuss abgegeben. Das Trefferfeld beträgt drei Zentimeter Durchmesser. Falls dieses getroffen wird, löst die hinter der Scheibe angebrachte Klappe einen Mechanismus aus, der dann Treffer, mit einem Punkt gewertet, mittels eines Lämpchens anzeigt. «Man muss etwa eine Neun schiessen, um diesen Mechanismus auszulösen», sagte Wettkampfleiter Paul Gertsch aus Orpund. Einige der Schützen betrachteten die Scheiben durch ein Fernrohr, manch einer war zufrieden, andere haderten halt etwas.

Bei der Rangverkündigung gab es zufriedene Gesichter und Applaus für die Gewinner der Podestplätze. Und Paul Gertsch appellierte dabei an die Kursleiter, vermehrt junge Mädchen für diesen Sport zu begeistern, denn in Luzern waren lediglich drei Juniorinnen am Start. «Wir möchten in Zukunft nicht, dass wir die Juniorinnen wieder mit dem Frauenfeld zusammenlegen müssen», sagte Gertsch abschliessend.

Eine Schützin bereitet sich auf den Einsatz vor. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Eine Schützin bereitet sich auf den Einsatz vor. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Der Druckerstreifen präsentiert die Ergebnisse. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Der Druckerstreifen präsentiert die Ergebnisse. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Daniela Röthlisberger während ihrer Konzentrationsphase. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Daniela Röthlisberger während ihrer Konzentrationsphase. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

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