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Schötzer schaffen gegen Buochs die späte Wende

Der SC Buochs hat scheinbar alles im Griff und führt zur Pause mit 2:0. Dann aber drehen die Schötzer auf und gewinnen eine spektakuläre 1.-Liga-Partie noch mit 3:2.
Stephan Santschi
Das Tor von Agron Skeraj zum 1:2 leitete den Schötzer Umschwung ein. (Bild: Pius Amrein, Schötz, 2. März 2019)

Das Tor von Agron Skeraj zum 1:2 leitete den Schötzer Umschwung ein. (Bild: Pius Amrein, Schötz, 2. März 2019)

Schlusspfiff auf dem Sportplatz Wissenhusen. Auf der einen Seite hüpfen die Schötzer freudetrunken über den Rasen, auf der anderen blickt man in konsternierte Buochser Gesichter. Ein 3:2-Sieg für die Gastgeber war lange nicht absehbar gewesen. «Unser Trainer war in der Pause sehr enttäuscht über unsere Leistung. Er sagte, dass wir nicht mehr schlechter spielen könnten. Unser Spiel war desolat», erklärte Joel Stephan hinterher. Ihm, dem Schötzer Captain, gelang in der 81. Minute der Siegtreffer.

Der Start war ihnen nämlich gründlich missglückt, den Schötzern. Dabei wäre doch alles so schön geplant: Die Umstellung auf ein System mit drei Innenverteidigern hätte im Vergleich zur 1.-Liga-Vorrunde für mehr Stabilität sorgen sollen. Und der Vorzug des holprigen Naturrasens gegenüber dem Kunstrasen sollte den kämpferisch starken Luzernern im Vergleich mit den fussballerisch überlegenen Nidwaldnern Vorteile verschaffen. Wäre, hätte, sollte ... – Fakt war: Schötz stieg viel zu passiv in dieses Spiel, «wir hatten zu wenig Bewegung drin und liessen den Gegner spielen», wie Stephan feststellte.

Lamberts Fehlschuss leitet den Untergang ein

Die Konsequenz: Der SCB kontrollierte das Geschehen, kam zu Chancen und nutzte zwei davon für eine verdiente 2:0-Führung: Zunächst traf Luan Haxhimurati nach Flanke von Augustin Tanushaj (33.). Dann köpfelte Emanuele Guidotti einen Freistoss von Christophe Lambert über die Linie (38.). «Das war top, wie wir gespielt haben», kommentierte der Buochser Trainer Selver Hodzic. Seine Miene sollte sich nach dem Seitenwechsel jedoch zusehends verfinstern. Am Anfang der Wende stand dabei die verpasste Gelegenheit zum 3:0 nach knapp einer Stunde, als Lambert völlig frei stehend und mit viel Zeit ausgestattet nicht am Schötzer Keeper Dominic Stadelmann vorbeikam. In der Folge konzentrierten sich die Buochser zu sehr auf das Verwalten des Vorsprungs. Hodzic mahnte seine Mannen mehrmals zu mehr Aktivität, «doch einzig Joel Miranda nahm Verantwortung auf sich. Die anderen haben den Ball nicht verlangt», sagte er mit Bezug auf seinen Ballverteiler. Schötz besann sich derweil seiner kämpferischen Tugenden und sorgte für ein spektakuläres Finish. Innerhalb von nur sechs Minuten, zwischen der 75. und 81. Minute, machten sie aus dem 0:2 ein 3:2.

Zunächst war es Agron Skeraj, der mit links eine Vorlage von Linksfusskollege Ante Pekas abschloss. Dann profitierte Michael Koch von einer zu kurzen Kopfballrückgabe von Ardit Kadrija. Und schliesslich verlängerte Stephan eine Freistossflanke mit dem Kopf ins Gehäuse. «Jetzt», so freute sich der Siegtorschütze, «können wir uns in der Tabelle nach vorne orientieren.»

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