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Schon Andy Schmid war einst am Masters-Cup

Der Handball-Master-Cup findet an diesem Wochenende zum 20. und letzten Mal statt. Die Dernière wartet mit einem Highlight auf – und sorgt bei den Organisatoren für nostalgische Gefühle.
Stephan Santschi
In den letzten Vorbereitungen für die letzte Austragung: OK-Präsident Roger Felder. (Bild: Pius Amrein (Zug, 10. Januar 2019))

In den letzten Vorbereitungen für die letzte Austragung: OK-Präsident Roger Felder. (Bild: Pius Amrein (Zug, 10. Januar 2019))

Es waren historische Momente im Januar 2003. Die Schweizer Nationalmannschaft empfing im Rahmen des Master-Cups Mazedonien zum entscheidenden EM-Qualifikationsspiel in der Zuger Sporthalle. «Als wir die Halle einrichteten, kam der Hallenwart und berichtete von einem mazedonischen Taxifahrer, der 1000 Landsleute ankündigte. Wir waren wegen der Gedanken um das Sicherheitsdispositiv wie in Schockstarre», erzählt OK-Präsident Roger Felder schmunzelnd. Letztlich seien zwar nur etwa 200 Mazedonier eingetroffen, mit über 2000 Zuschauern sei die Halle aber proppenvoll gewesen. «Wir übertrugen das Spiel sogar auf einem Fernseher, damit es alle sehen konnten. Es war sensationell.»

Die Schweiz gewann mit 34:30, qualifizierte sich für das Playoff im Sommer, wo ihr gegen die Türkei schliesslich die Qualifikation für die EM 2004 gelang. Es ist bis heute die letzte Teilnahme an einem grossen Turnier, die sich das Nationalteam aus eigener Kraft erarbeitet hat.

Heute werden 900 Kinder in Zug erwartet

Gastspiele der A-Nationalmannschaft am Master-Cup waren aus terminlichen und infrastrukturellen Gründen aber eher die Ausnahme als die Regel, seit 2006 war sie nicht mehr Teil des Programms. Nun, anlässlich der 20. und letzten Ausgabe des traditionellen Januarturniers, gibt sich das Aushängeschild des Schweizerischen Handball-Verbands nochmals die Ehre. «Das ist für uns natürlich eine tolle Sache», schwärmt Felder. Heute (16.30 Uhr) und morgen Samstag (18 Uhr) bestreitet die Schweiz in Zug zwei Testspiele gegen Polen. Für die heutige Partie, die unter dem Motto «für die Jugend» steht, werden rund 900 Kinder aus Animationsteams und Schulklassen erwartet. «Es freut mich, wie sich Juniorentrainer und Lehrer begeistern lassen.»

Spielste einst auch am Masters-Cup in Zug: Andy Schmid. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 12. Juni 2018))

Spielste einst auch am Masters-Cup in Zug: Andy Schmid. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 12. Juni 2018))

Für die Jugend ist der Master-Cup all die Jahre denn auch gedacht gewesen. Er diente den weiblichen und männlichen Nachwuchsauswahlen als Plattform, um sich mit internationaler Konkurrenz zu messen. Auch zur Dernière werden von Freitag bis Sonntag an den Spielorten Stäfa, Malters und Zug zehn Nachwuchsteams aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Slowenien und den Niederlanden erwartet (siehe Kasten). «Schon Spieler wie Andy Schmid, Manuel Liniger oder Iwan Ursic, die danach Karriere im Ausland machten, spielten mit den Schweizer Junioren am Master-Cup. Das zeigt, wie lange es ihn schon gibt.»

Zwei Turniere sollen Master-Cup ersetzen

Am Sonntag dann, nach der letzten Partie, wird die Schluss­sirene auch für den Master-Cup ertönen. Weshalb verschwindet dieser auch im Ausland geschätzte und relativ günstige Event (das Budget liegt zwischen 80 000 und 100 000 Franken) aus dem Kalender? «Weil wir niemanden gefunden haben, der das Turnier in diesem Rahmen übernehmen wollte», erklärt Felder. Nach 20 Jahren als OK-Präsident sei er amtsmüde, ebenso wie viele der treuen Helfer. «Klar empfinde ich Wehmut, mir war aber bewusst, dass es schwierig wird, einen Nachfolger zu finden. Deshalb habe ich es kommen sehen.» Der Verein «master cup» wird aufgelöst und der finanzielle Überschuss fliesst in Nachwuchsprojekte des Verbands.

Ersatzlos gestrichen, wird der Master-Cup allerdings nicht. Der Verband plant zwei eigene Nachwuchsturniere – eines für die Männer im Januar und eines für die Frauen im November, die jeweils alle zwei Jahre zur Austragung kommen sollen. Darin werden dann auch die jeweiligen A-Nationalteams integriert. Die Spielorte für die neuen Turniere stehen noch nicht fest.

Für die Macher des Master-Cups heisst es derweil, die letzte Ausgabe in vollen Zügen zu geniessen. Und nochmals auf eine so unvergessliche Atmosphäre wie im Januar 2003 zu hoffen.

3 Tage, 15 Länderspiele

Die letzte Ausgabe des internationalen Master-Cups bietet ein reichhaltiges Programm. Von Freitag bis Sonntag kommt es in Malters, Stäfa und am Hauptspielort Zug zu 15 Länderspielen. Fünf Schweizer Nachwuchsauswahlen stehen im Einsatz, dar­über hinaus trägt auch das Schweizer A-Nationalteam zwei Länderspiele aus. Gegner ist Polen, das sich wie die Schweiz nicht für die gestern begonnene WM in Deutschland und Dänemark qualifizieren konnten.

Programm

Freitag, Malters (Oberei).
Junioren U17. 18.30:
Schweiz – Frankreich.– Juniorinnen U18. 20.30: Schweiz – Deutschland.
Stäfa (Frohberg). Junioren U19. 18.30: Schweiz – Holland. – Junioren U21. 20.30: Schweiz – Holland.
Zug (Sporthalle). Männer. 16.30: Schweiz – Polen. – Juniorinnen U20. 19.00: Schweiz – Slowenien.
Samstag, Zug. Junioren U17. 10.00: Schweiz – Frankreich. – Juniorinnen U20. 11.45: Schweiz – Slowenien. – Junioren U21. 13.45: Schweiz – Holland. – Junioren U19. 15.30: Schweiz – Holland. – Männer. 18.00: Schweiz – Polen.
Sonntag, Zug. Juniorinnen U18. 10.00: Schweiz – Deutschland. – Juniorinnen U20. 11.45: Schweiz – Slowenien. Junioren U19. 13.45: Schweiz – Holland. – Junioren U21. 15.30 Uhr: Schweiz – Holland.

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