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Die Schweizer Reiter bleiben in
St. Gallen die ewigen Zweiten

Es hat nicht sollen sein: Die Schweizer Springreiter verpassen am CSIO St. Gallen den angestrebten Sieg im Nationenpreis. Mit acht Fehlerpunkten aus zwei Umgängen klassieren sich die Einheimischen hinter den makellosen Franzosen als Zweite.
Peter Wyrsch
Enttäuschte Gesichter: Die Schweizer Springreiter müssen in St. Gallen weiterhin auf einen Sieg am Nationenpreis warten. (Bild: Urs Bucher (Gründenmoos, 3. Juni 2018))

Enttäuschte Gesichter: Die Schweizer Springreiter müssen in St. Gallen weiterhin auf einen Sieg am Nationenpreis warten. (Bild: Urs Bucher (Gründenmoos, 3. Juni 2018))

Kaum je zuvor war die Chance so intakt, bei Sonnenschein, idealen Bodenverhältnissen und vor 12 000 Zuschauern endlich den ersten Nationenpreissieg seit 22 Jahren in St. Gallen zu realisieren. Die derzeit besten einheimischen Reiter mit ihren besten Pferden waren am Start und in Form. Und die Gegnerschaft war auf dem Papier bescheiden – mit Ausnahme der Olympiasieger aus Frankreich, die auch für die Medaillen an den Weltreiterspielen im September im amerikanischen Tryon zu beachten sein werden. An diesen Franzosen kamen die Schweizer nicht vorbei. Sie bleiben die ewigen Zweiten beim Heim-CSIO. Zum sechsten Mal in den vergangenen acht Jahren mussten sich die Gastgeber mit dem zweiten Rang bescheiden. Belgien klassierte sich auf Platz drei, die in der zweiten Runde makellosen Deutschen stiessen noch auf Platz vier vor. Auch Grossbritannien, das erstmals in der Nationenpreis-Serie in dieser Saison startete, steigerte sich und sprang vom letzten noch auf den fünften Platz vor.

Der Olympiasieger spricht Klartext

Blicke in die Gesichter der Schweizer an der Medienkonferenz verrieten: Eine leise Enttäuschung war unübersehbar. «Wir wollten gewinnen», sagte Team-Startreiter Werner Muff. «Mein Fehler im ersten Umgang hätte ich verhindern können. Ich habe es vermasselt.» Team-Leader Steve Guerdat, der mit der Schwedenstute Bianca als einziger Schweizer zwei fehlerfreie Runden drehte, sprach Klartext: «Mit den Leistungen waren wir zufrieden, nicht aber mit dem zweiten Platz, denn wir haben so eine starke Mannschaft wie selten zuvor.»

Trotz nur je einem Abwurf redete Beat Mändli von «missratenen Runden. Vor allem im ersten Umgang habe ich vor der Dreierkombination geschlafen und kam viel zu flach in die Kombination rein. Schade. Dsarie war in Form. Ich hätte gerne eine Nullerrunde für unsere Equipe beigesteuert.» Auch Martin Fuchs, der zur Schonung seines Pferdes Chaplin auf die zweite Passage verzichtete, weil das Schlussergebnis bereits feststand, haderte: «Ich war mir dieses Jahr sicher, dass es diesmal mit dem von allen ersehnten Nationenpreis-Sieg klappt. Chaplin sprang aber erneut super und bestätigte seinen guten Lauf. Ich habe diese Saison noch grosse Ziele.»

Ein zu leichter Parcours

Ein solches sind gewiss die Weltreiterspiele im Herbst in North Carolina, wohin der grosse Fokus ausgerichtet ist. Die Teilnahme am Nationenpreis-Final Anfang Oktober in Barcelona haben sich die Schweizer Reiter mit dem dritten Podestergebnis an ihrem dritten zählbaren Turnier ebenso gesichert wie der vorzeitige Ligaerhalt in der Spitzenklasse Europas. In der Nationenpreis-Wertung führt die Schweiz das Zwischenklassement nach drei von acht Turnieren an. Viele stuften den Nationenpreis-Parcours gestern als zu leicht ein. Insgesamt 24 fehlerlose Passagen sind zu viel. Zudem war die Zeit, im Gegensatz zum GP am Freitag, zu grosszügig bemessen. Wie bemerkte doch Teamchef Kistler, der sich zwar über den zweiten Rang freute: «Wir hätten uns einen anspruchsvolleren Kurs gewünscht.»

Ein perfekter Tag für die Franzosen

An Frankreich führte gestern aber kein Weg vorbei. Die Mannschaft des Schweizer Trainers Philippe Guerdat – er ist der Vater von Olympiasieger Steve Guerdat – blieb in beiden Umgängen makellos. Ihr vierter Teamreiter Olivier Robert musste im Gründenmoos gar nicht antreten. Drei Reiter, sechs Runden, kein einziger Fehler. Sieg. Chapeau!

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