SCHWEIZER CUP: Favorit Kriens setzt sich in Willisau durch

David blieb gegen Goliath für einmal ohne Chance: Die Krienser NLA-Hand­baller setzten sich beim Erstligisten STV Willisau standesgemäss mit 40:27 durch.

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Pascal Willisch (am Ball) schoss gegen Willisau acht Tore. (Archivbild Keystone)

Pascal Willisch (am Ball) schoss gegen Willisau acht Tore. (Archivbild Keystone)

Die Krienser NLA-Handballer gingen die unangenehme Cupaufgabe beim unterklassigen STV Willisau mit der richtigen Einstellung an. Zu keinem Zeitpunkt in dieser Partie bestand Zweifel über den Sieger.

Das lag am letztlich konsequenten Auftreten des Gastes, aber auch am Defensivkonzept der Willisauer, das letztlich Schiffbruch erlitt. Der 27:40-Sieg des HC Kriens war am Schluss verdient. Umso mehr, als der HCK diese Partie nicht eben komplett bestreiten konnte.

Dass in Willisau kaum Stimmung aufkam, lag vor allem am HCK. Die Krienser nämlich steckten das Feld gleich zu Beginn konsequent ab. Mit 3:0 führten sie, als Willisaus Patrick Felber in der 5. Minute erstmals traf. Und diesen Vorsprung bauten sie konsequent aus. Und als die aufsässigen Willisauer Mitte der ersten Halbzeit bis auf 1 Tor aufholten, drehte das A-Team wieder auf und zog davon.

Individuelle Klasse setzte sich durch
Geprägt wurde das Spiel durch viele Einzelaktionen der Krienser. Dies hatten sich die Willisauer selber zuzuschreiben. Denn sie versuchten während des gesamten Spiels, mit «Mann-und-Maus»-Verteidigung den Gast am Spielaufbau zu hindern.

Der Preis dieser offensiven Deckungsvariante aber war hoch – letztlich zu hoch. Mal für Mal waren es die Krienser, die mit individuellen Leistungen zum Torerfolg kamen. Und dies, ohne dass man auf Willisauer Seite eine Alternative ausprobiert hätte.

Doblers Gelegenheit für Tests
Der Gastgeber aus der 1. Liga war zwar willig und aufsässig. Das alleine aber reichte nicht, um den HCK an diesem Abend ernsthaft zu gefährden. Nicht einmal einen dezimierten HCK, der schon bald zu Improvisationen in der Aufstellung gezwungen war.

Doch Coach Rolf Dobler nutzt den Moment, um Tests zu machen. Genutzt wurden diese Chancen vorallem von zwei jungen Spielern: Andi Portmann zeigte im Tor in der zweiten Halbzeit einen sehr guten Auftritt, und Pascal Willisch nutzte die lange Einsatzzeit zu 8 Toren.

Benedikt Anderes / HC Kriens

Schweizercup, 1/16 Finals

STV Willisau - HC Kriens 27:40 (16:20)
BBZ Willisau, 200 Zuschauer. SR Frey/Süess

Spielverlauf: 0:3, 2:6, 3:8, 5:10, 7:10, 10:11, 12:14, 12:17, 13:18, 14:19, 16:20; 16:25, 17:28, 20:28, 23:29, 23:32, 34:34, 25:37, 27:40.

Strafen: Willisau 3, Kriens 6x2 Minuten.

STV Willisau: Schürch/Duss; Cranz, P. Stöckli, Schneider, B. Greber (1), Hansen (4), A. Felder (2), Peter, P. Felber (4), Metz (3), Mehr (3/1), U. Greber (6), Häfliger (4/4).

HC Kriens: Schelbert/Portmann (31.); Müller, Schmid (8), Mitrovic (1), Schlegel (7), Nyffenegger (4), Stanovic (4), Bislimi, Willisch (8/1), Zimmermann.

Bemerkungen: Kriens setzt Zimmermann nicht ein. 23. Stankovic (Kriens) verchiesst Penalty (12:18). Andi Portmann hält Penalties von Mehr (55., 25:37 sowie 60., 27:40). Kriens ohne Yalciner (Türkische
Nationalmannschaft) und Deschwanden.