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SCHWEIZER CUP: Leidenschaftlich kämpfendes Kriens sorgt für Cup-Sensation

Was für ein Fussballfest auf dem Krienser Kleinfeld! Der SC Kriens aus der dritthöchsten Liga wirft das Super-League-Team Thun aus dem Cup. Kriens besiegt Thun 2:1 (0:1).
Krienser Marco Wiget, hinten, im Kampf um den Ball gegen Thuns Matteo Tosetti, vorne, während der 1. Runde im Schweizer Cup am Sonntag in Kriens. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)

Krienser Marco Wiget, hinten, im Kampf um den Ball gegen Thuns Matteo Tosetti, vorne, während der 1. Runde im Schweizer Cup am Sonntag in Kriens. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)

In Kriens wird der Sieg über Thun gefeiert. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Krienser Jubel beim Abpfiff der Partie. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Krienser Jubel beim Abpfiff der Partie. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Siegestaumel bei den Krienser Spielern. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Viele Zuschauer wollen den Spielern gratulieren. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Krienser Cup-Jubel auf dem Kleinfeld. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Die Thuner sind geschlagen. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Der FC Thun scheidet im Schweizer Cup bereits aus - und steht etwas ratlos vor seinen Fans. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Auf der Thuner Bank sieht man eine Blamage auf sich zukommen. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Jeff Saibene wirkt ratlos. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Kriens Skumbim Sulejmani, Mitte, bringt Kriens zum 2:1 in Führung. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Die Krienser Fussballer liegen sich in den Armen. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Kriens Nico Siegrist, Nahuel Allou, Skumbim Sulejmani, von links, jubeln zum 1:1. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Der Krienser Fisnik Hasanaj, links, im Kampf um den Ball gegen Thuns Matteo Tosetti. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Der Krienser Trainer Jurendic Marinko. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Marco Wiget vom SC Kriens, hinten, im Kampf um den Ball gegen Thuns Matteo Tosetti, vorne. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Der Krienser Fernandes Diogo Costa, links, im Kampf um den Ball gegen Thuns Christian Fassnacht, rechts. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Thuns Simone Rapp, erzielt das 1:0. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
Der Krienser Omar Thali, rechts, im Kampf um den Ball gegen Thuns Marco Buerki, rechts. (Bild: Keystone / Marcel Bieri)
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Die Krienser Cup-Sensation gegen Thun

Super-League-Vertreter FC Thun ging schon nach neun Minuten in Führung. Norman Peyretti hatte im Mittelfeld den ersten, den zweiten und dann auch noch einen dritten Krienser Gegenspieler stehen lassen, passte nach links aussen zu Matteo Tosetti, und dessen Hereingabe musste der in der Mitte lauernde Simone Rapp nur noch zum 1:0 für die Berner Oberländer einschieben.

Die Thuner spielten sich danach mehr oder weniger bieder durch die erste Halbzeit, lediglich 1:0-Torschütze Rapp hatte in der 38. Minute nach einer Flanke von Sorgic die Kopfballchance zum 2:0. Vor und nach dieser 2:0-Chance sorgten aber die zwei Ligen tiefer spielenden Krienser für die Aufreger. In der 35. Minute hatte Wohlen-Zuzug Michael Weber ganz alleine vor dem Thun-Tor stehend die 300-prozentige Chance, den Ball zum 1:1 einzuschieben, platzierte seinen Flachschuss aber knapp zu weit links. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff zwang Verteidiger Chris Kablan mit einer herrlichen Direktabnahme an der Strafraumgrenze Thun-Torhüter Francesco Ruberto zu einem unglaublichen Luftsprung. Auch in dieser 44. Minute wäre das 1:1 möglich gewesen.

Siegrist und Sulejmani treffen

Am allgemein harmlosen Auftritt der Gäste änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Das nützten die leidenschaftlich weiter kämpfenden Krienser in der 73. Minute zum vielumjubelten 1:1-Ausgleich: Nico Siegrist stand nach einem Zusammenspiel mit Weber plötzlich schussbereit wenige Meter vor dem Thuner Tor und versenkte eiskalt.

Nun begann vor allem auf der Thuner Ersatzbank die grosse Hektik. Die Cup-Sensation lag in der Luft. Und siehe da: Der Oberliga-Klub aus Thun war nicht zur Reaktion fähig, musste im Gegenteil das 1:2 hinnehmen. Und was für ein Tor das war! Der eingewechselte Skumbim Sulejmani verwandelte das Krienser Kleinfeld-Stadion mit seinem Kunstschuss in der 83. Minute in ein Tollhaus. Am Strafraum angespielt, schlenzte Sulejmani den Ball unhaltbar ins entfernte hohe Toreck.

In den Schlussminuten hatten die Krienser keine grosse Mühe mehr, die Führung über die Zeit zu bringen, zu träge, zu lethargisch agierte der FC Thun. "Wir waren die ganze Woche auf dieses Spiel fokussiert", sagte Siegtorschütze Sulejmani, "und ich war die ganze Woche darauf fokussiert, wenn ich zu dieser einen Torchance kommen würde."

Thun-Sportchef Andres Gerber attestierte den Kriensern einen "verdienten Sieg. Wir müssen uns schon ein bisschen schämen. Ein solches Ausscheiden ist eine Schmach, eine Lektion, aber kein Weltuntergang. Dieser Krienser Cupsieg zeigt auch, dass die Differenz zwischen zwei Klubs, die in der höchsten und in der dritthöchsten Liga spielen, für ein einziges Spiel immer kleiner wird."

Turi Bucher

Kriens – Thun 2:1 (0:1)
Kleinfeld. – 1600 Zuschauer. SR Fähndrich.
Tore: 9. Rapp (Tosetti/Peyretti) 0:1. 76. Siegrist (Weber) 1:1. 83. Sulejmani 2:1.
Kriens: Osigwe; Kablan, Fäh, Hasanaj, Fanger; Wiget (81. Stojanov), Bürgisser, Fernandes (60. Allou), Weber; Siegrist, Thali (69. Sulejmani).
Thun: Ruberto: Bigler (46. Glarner), Schindelholz, Bürki, Schirinzi; Fassnacht, Lauper, Peyretti, Tosetti (85. Markovic); Sorgic (56. Carlinhos), Rapp.
Bemerkungen: Kriens ohne Bem und Fischer (verletzt). Thun ohne Hediger (gesperrt), Ferreira, Geissmann, Zino, Dzonlagic und Reinmann (alle verletzt). Verwarnungen: 31. Bigler (Foul), 76. Weber (Foul), 89. Bürgisser (Foul).

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