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Schweizer Kanuten sind bereit für die WM auf der Muota

Vor genau 45 Jahren, im Jahr 1973, fanden in der Schweiz und auf der Muota zum letzten Mal Weltmeisterschaften im Wildwasserrennsport statt. Jetzt ist es wieder so weit – mit sieben Kanuten aus der Innerschweiz.
Heinz Wyss
Linus Bolzern, Luzern. (Bild: Neil Smorthit)

Linus Bolzern, Luzern. (Bild: Neil Smorthit)

Von Donnerstag bis Sonntag messen sich Athletinnen und Athleten aus 25 Nationen nach langer Zeit miteinander und mit den wilden Wassern der Muota. Auf der spektakulären Strecke rund um den Muotastein (gelegen bei der Vorderen Brücke zwischen Ried und Muotathal) werden sie während vier Tagen die Weltmeister und Weltmeisterinnen über die klassische Distanz und den Sprint unter sich ausmachen.

Die Schweiz reist mit einem 15-köpfigen Team ins Muotatal. Elf Athletinnen und Athleten und vier Betreuer werden im Kanton Schwyz versuchen, an die eindrücklichen Erfolge von 1973 (damals holte die Schweiz viermal Edelmetall) anzuknüpfen. Die Mehrheit des Teams besteht aus Zentralschweizer Athletinnen und Athleten, angeführt vom starken Luzerner Linus Bolzern (19). Der letztjährige Junioren-Vize-Weltmeister in dieser Disziplin erstaunte die Sportwelt schon vor Jahresfrist am Weltcup im Lande der Wetterschmöcker. Damals gelang ihm an selber Stelle mit dem fünften Rang über die klassische Distanz im Kajak-Einer ein unerwartetes Spitzenresultat. In seinem ersten Elite-Jahr will der Ausnahmeathlet den Heimvorteil nutzen und zeigen, dass er nun auch bei den Topathleten vorne dabei sein kann.

Die Frauen stellen ein starkes Team

Flavia Zimmermann, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Flavia Zimmermann, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Hannah Müller, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Hannah Müller, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Ebenfalls grosses Ziele haben die beiden Nidwaldnerinnen Flavia Zimmermann und Hannah Müller. Gemeinsam mit den Weltklassefahrerinnen Melanie Mathys aus Solothurn und Sabine Eichenberger aus Brugg bilden sie das starke Frauenteam. Vor allem in den Teamrennen, wo jeweils drei der vier Athletinnen die Strecke gemeinsam bewältigen müssen, darf aus Schweizer Sicht mit einem Platz unter den ersten drei geliebäugelt werden. Hannah Müller bewies ebenfalls schon letztes Jahr mit einem Weltcup-Podestplatz, dass sie auf der sehr anspruchsvollen Strecke sehr schnell sein kann.

Programm Kanu-WM

Donnerstag: ab 11.00 Classic-Race Block 1; 14.00 Classic Race Masters; ab 16.00 Classic-Race Block 2.

Freitag: ab 11.30 Classic-Race Mannschafften.

Samstag: ab 10.00 Vorläufe Sprint-Race Block 1; ab 14.00 Vorläufe Sprint-Race Block 2; ab 17.00 Schweizer Meisterschaften und internationaler Kayak-Cross; anschliessend Show um den Moutastein.

Sonntag: ab 10.00 Finalläufe Sprint-Race Einzel; ab 15.00 Finalläufe Sprint-Race Mannschaften. Der Eintritt ist gratis.

Fabio Gretener, Sempach. (Bild: Neil Smorthit)

Fabio Gretener, Sempach. (Bild: Neil Smorthit)

Auch aus dem Kanton Luzern am Start ist ausserdem der Sempacher Canadier-Einer-Fahrer Fabio Gretener. Er zeigte sein Können an der letztjährigen Sprint-Weltmeisterschaft im französischen Pau, wo er sich mit einem perfekten Lauf für den Final der besten zehn Kanuten qualifizieren konnte. Dieses Ergebnis möchte Gretener nun vor dem Heimpublikum wiederholen, und wer weiss, wie weit nach vorne es für den talentierten Wildwasserfahrer in einem Finallauf gehen könnte.

Benjamin Müller, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Benjamin Müller, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Jonah Müller, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Jonah Müller, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Eine grosse Aufgabe stellt die Weltmeisterschaft für die Nidwaldner Brüder Benjamin und Jonah Müller aus Buochs dar. Wie Fabio Gretener gehen die beiden im Canadier-Einer an den Start, einer Disziplin, die besonderes Geschick im Umgang mit Boot und Paddel erfordert. Beide Athleten werden versuchen, ihr Potenzial auszuschöpfen und könnten im Teamrennen gemeinsam mit Fabio Gretener für eine Überraschung gut sein.

Cornel Bretscher, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Cornel Bretscher, Buochs. (Bild: Neil Smorthit)

Der letzte im Bunde ist der kräftige Buochser Cornel Bretscher. Erst 16-jährig, gelang es dem Nidwaldner, sich im internen Kampf um die vier WM-Startplätze bei den Kajak-Einern der Herren durchzusetzen. Sein Ziel ist es, einen Platz in den Teams zu ergattern und dort mit seinen Kollegen zu zeigen, dass mit den Schweizer Männern wieder zu rechnen ist.

Informationen und Live-Stream aller Wettkämpfe unter: www.wm-muota2018.ch

Die WM-Strecke der Kanuten auf der Muota

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