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Wasserturm-Cup in Luzern: Unterwasserrugby ist Schwerstarbeit

Von dieser Sportart sieht man zunächst einmal – nichts. Doch wer unter die Wasseroberfläche blickt, erkennt die faszinierenden Seiten dieses intensiven Wettkampfs.
Cyril Aregger
Die Mannschaft der SLRG Luzern (in Weiss) im Spiel gegen UWR Bodensee. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Die Mannschaft der SLRG Luzern (in Weiss) im Spiel gegen UWR Bodensee. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Intensiver Zweikampf um den Ball: Links ist der Korb zu sehen, in welchem der Ball versenkt werden muss. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Intensiver Zweikampf um den Ball: Links ist der Korb zu sehen, in welchem der Ball versenkt werden muss. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Kampf um den Ball nahe der Wasseroberfläche. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Kampf um den Ball nahe der Wasseroberfläche. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Keine Berührungsängste: Unterwasserrugby ist eine Vollkontaktsportart. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Keine Berührungsängste: Unterwasserrugby ist eine Vollkontaktsportart. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Die Mannschaft der SLRG Luzern (in Weiss) im Spiel gegen UWR Bodensee. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Die Mannschaft der SLRG Luzern (in Weiss) im Spiel gegen UWR Bodensee. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Sechs Spieler hat jedes Team im Wasser. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Sechs Spieler hat jedes Team im Wasser. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Ein Schiedsrichter-Taucher (links) mitten im Geschehen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Ein Schiedsrichter-Taucher (links) mitten im Geschehen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Schiri-Entscheidungen werden über eine elektronische Hupanlage sowie Handzeichen kommuniziert. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Schiri-Entscheidungen werden über eine elektronische Hupanlage sowie Handzeichen kommuniziert. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Ein Ersatzspieler springt mittels Kopfsprung in die Einwechselzone. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Ein Ersatzspieler springt mittels Kopfsprung in die Einwechselzone. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Spieler auf der Auswechsel-«Bank». (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Spieler auf der Auswechsel-«Bank». (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Rugbyaner erholen sich zwischen den Partien am Hallenbadrand. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Rugbyaner erholen sich zwischen den Partien am Hallenbadrand. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
So sieht das Spiel von oben aus. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))So sieht das Spiel von oben aus. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Shakehands nach dem Spielende. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Shakehands nach dem Spielende. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Der Spielleiter an der Oberfläche, ausgerüstet mit der Hupanlage. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Der Spielleiter an der Oberfläche, ausgerüstet mit der Hupanlage. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Ziel des Spiels ist es, den Ball in diesem Korb unterzubringen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Ziel des Spiels ist es, den Ball in diesem Korb unterzubringen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Der etwa handballgrosse Spielball besteht aus Gummi. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Der etwa handballgrosse Spielball besteht aus Gummi. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
Die Ausrüstung: Schwimmflossen, Taucherbrille, Schnorchel und Badekappe. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))Die Ausrüstung: Schwimmflossen, Taucherbrille, Schnorchel und Badekappe. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. November 2018))
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Unterwasserrugby ist Schwerstarbeit

Abtauchen, kämpfen, auftauchen, Luft holen, abtauchen. Unterwasserrugby ist ein ständiges Auf und Ab. Und für die Zuschauer auf dem Trockenen nicht gerade einfach mitzuverfolgen. Es erinnere an eine Fischfütterung, sagte einmal ein deutscher Spieler – und traf es damit ganz gut. Richtig ab geht es beim Unterwasserrugby – wie es der Name schon sagt – unter Wasser. Im Luzerner Hallenbad, wo am Samstag der traditionsreiche Wasserturm-Cup ausgetragen wurde, verfolgen die Zuschauer das Geschehen in 3 bis 5 Metern Tiefe dank Unterwasserkameras auf einer Grossleinwand.

Sechs Spieler hat jedes Team im Wasser, ausgestattet mit Schwimmflossen, Taucherbrille, Schnorchel und Badekappe. Meist sind je drei Spieler aktiv unter Wasser, die anderen beobachten das Geschehen von der Wasseroberfläche aus, um Luft zu holen und abzutauchen, wenn einem Mitspieler nach rund 20 Sekunden Einsatz die Luft ausgeht.

Taktik und Erfahrung sind ebenso wichtig wie die Kraft

Die Teams versuchen, den handballgrossen, nicht schwimmenden Ball im gegnerischen Korb zu versenken, der am Boden des Beckens steht. Um dies zu verhindern, halten und schieben die Verteidiger den ballführenden Angreifer. Der Spieler, der die Position des «Deckels» inne hat, versucht, mit seinem Körper den Korb abzudecken. Es ist ein heftiges Gerangel, Rugby eben. «Ein Vollkontaktsport, bei dem man keine Berührungsängste haben sollte», sagt Felix Wahrenberger (44), Spieler beim Team der SLRG Luzern. Und anstrengend. Nach rund 2 Minuten im Wasser und mehreren Tauchgängen sind die Spieler so erschöpft, dass sie sich auswechseln lassen müssen. Gefährlich sei der Sport aber nicht, betont Wahrenberger. «Wasser dämpft.» Schwerere Verletzungen gebe es eigentlich nie. Dafür sorgen auch die klaren Regeln: Schlagen, Treten, Beissen, Angriffe auf Kopf und Hals – alles nicht erlaubt. Unterwasserrugby ist die einzige Mannschaftssportart, in der sich die Spieler in allen drei Dimensionen bewegen können. In der Schweiz wurde es 1972 erstmals in Luzern gespielt. Schweizer Meister ist der USZ Zürich – ununterbrochen seit 1984.

Gespielt wird jeweils in gemischten Teams, die Altersspanne der Aktiven ist gross. «Das Spiel braucht eben nicht nur Kraft, sondern auch Taktik und Erfahrung», erklärt Wahrenberger. Neue Spieler vergässen beispielsweise häufig die Dreidimensionalität – und den Blick nach unten. Und auch um den richtigen Ort und Zeitpunkt für das Abtauchen zu erkennen, brauche es viel Erfahrung. Denn die Kommunikation unter Wasser ist schwierig bis unmöglich. «Es braucht deshalb fast blindes Verständnis untereinander, um die Spielzüge durchzuführen.» Dies habe auch Vorteile, schmunzelt Felix Wahrenberger: «Schreihälse auf dem Feld wie bei anderen Sportarten gibt es bei uns nicht.»

Wasserturm-Cup: 1. Bromma Caviar (SWE). 2. UWR Bâle. 3. SSC Karslruhe (GER). 4. UWR SLRG Luzern. 5. USZ Zürich. 6. Stuttgart (GER). 7. TC Ratisbona (GER). 8. Milano Sub (ITA). 9. UWR Bodensee (GER).

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