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Erfolgreicher Nachwuchsstützpunkt St.Gallen-Wittenbach: Die Schwimmer müssen schwitzen

Wer im Schwimmen Erfolge feiern will, muss viel investieren. Gabriel Schneider, Trainer im Schwimmverein St.Gallen-Wittenbach, glaubt, mit der aktuellen Generation wieder brillieren zu können.
Laura Inderbitzin
Christian Schreiber, Nina Ammann und Florin Parfuss (von links) gehören im Nachwuchsstützpunkt St.Gallen-Wittenbach zu den Besten. Sie trainieren bis zu acht Mal pro Woche. (Bild: Benjamin Manser)

Christian Schreiber, Nina Ammann und Florin Parfuss (von links) gehören im Nachwuchsstützpunkt St.Gallen-Wittenbach zu den Besten. Sie trainieren bis zu acht Mal pro Woche. (Bild: Benjamin Manser)

Schwimmen kann jeder. Schnell schwimmen können nur wenige. Im Nachwuchsstützpunkt in Wittenbach trainieren die talentiertesten Junioren der Region bis zu acht Mal pro Woche, um zu den Besten zu gehören. «Man muss es wirklich wollen. Sonst geht es nicht», sagt Gabriel Schneider. Er ist Cheftrainer im Schwimmverein St.Gallen-Wittenbach und seit kurzem auch Leading Coach von Swiss Swimming im nationalen Nachwuchsbereich. Der Wassersport beschäftigt ihn rund um die Uhr. Im Nachwuchsstützpunkt bildet er hauptberuflich die besten Ostschweizer Schwimmer aus.

Stützpunkt hat sich verbessert

Derzeit trainieren in St.Gallen und Wittenbach sechs Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren bei Schneider in der höchsten Leistungsgruppe. «Jeder gehört in seiner Disziplin zu den Top 16 der Schweiz.» Dafür investieren sie viel, sind oft im Hallenbad und schwitzen im 28 Grad warmen Wasser. Der Erfolg gibt ihnen recht. An der Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaft im Juli gewannen die Vereinsmitglieder insgesamt sechs Goldmedaillen. Das nächste Ziel ist die Kurzbahn-Schweizer-Meisterschaft der Elite Mitte November. Dort hofft Schneider auf Final-Qualifikationen – das heisst, einen Rang unter den besten 16 zu erreichen – und vielleicht sogar auf eine Medaille. Am ehesten wäre das Marius Toscan zuzutrauen. Der 16-Jährige steht im Nachwuchsnationalkader und will zudem die Qualifikation für die Junioren-EM schaffen. «Für Marius ist es ein realistisches Ziel, die EM zu erreichen», sagt Schneider. Auch andere Schwimmer von St.Gallen-Wittenbach wie Christian Schreiber oder Florian Parfuss hätten Chancen auf internationale Einsätze. Der Nachwuchsstützpunkt St.Gallen-Wittenbach hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, wanderte vom Ende der Schweizer Stützpunkt-Rankings nun unter die Top Ten.

Von der Fusion mit dem Wassersportverein St.Gallen vor einem Jahr profitiere man. «Jetzt haben wir nicht mehr nur Spitzen-, sondern auch Breitensport im Verein. Ausserdem konnten wir Schwimmgruppen zusammenlegen und den Platz besser nutzen», sagt Schneider. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit dem Schwimmclub Herisau – so kommen die besten Nachwuchsschwimmer aus der ganzen Region zu St.Gallen-Wittenbach und trainieren dort professionell.

Die Erfolge kommen in Wellen

Anfangs beginnen die meisten nicht wegen des Sports mit dem Schwimmen. «Es beginnt eigentlich immer bloss damit, dass Eltern denken: ‹Ich will nicht, dass mein Kind ertrinkt›», sagt Schneider lachend. Erst später komme dann die sportliche Komponente hinzu.

Ein schneller, guter Schwimmer zu sein, ist aber schwierig und mit viel Aufwand verbunden. Schneider macht den jungen Sportlern in dieser Hinsicht nichts vor. «Spätestens wenn sie 16-jährig sind, übertreten sie eine Art Grenze.» Die Jugendlichen beginnen eine Lehre oder mit der Matura. Und damit wird es für sie schwieriger, acht und mehr Trainings in einer Woche unterzubringen. «Wenn sie zu diesem Zeitpunkt nicht im Regionalkader sind, sage ich ihnen ehrlich, dass es sich für sie nicht lohnt, derart intensiv weiterzutrainieren.» Da müsse man realistisch sein. «Sie wechseln dann in eine andere Gruppe.»

In den vergangenen Jahren hatte der Schwimmverein St.Gallen-Wittenbach keinen erfolgreichen Eliteschwimmer mehr in seinen Reihen. «Das kommt in Wellen. Jeder Verein hat Höhen und Tiefen», sagt Schneider. Der Verein habe eine Baisse hinter sich, doch jetzt zeigt sich Schneider zuversichtlich. Mit dem starken Marius Toscan sowie Christian Schreiber, Florian Parfuss, Nina Ammann und weiteren Talenten stehe man gut da. «Wir haben intakte Chancen, auf nationaler Ebene wieder starke Leistungen zeigen zu können und Medaillen zu gewinnen.»

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