SCHWINGEN: Ärger um Tickets fürs Eidgenössische

Nur 4000 von über 52'000 Tickets fürs Eidgenössische Schwingfest wurden öffentlich verkauft. Was zum Teil für Unverständnis sorgt, ist ein Service für Helfer.

Merken
Drucken
Teilen
Mehrere 10'000 Personen besuchen jeweils das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (hier 2010 in Frauenfeld). (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)

Mehrere 10'000 Personen besuchen jeweils das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (hier 2010 in Frauenfeld). (Bild: Oliver Mattmann / Neue OZ)

Am Mittwoch startete der Vorverkauf fürs Eidgenössische Schwing- und Älperfest in Burgdorf – und endete erwartungsgemäss innert wenigen Minuten wieder. Die 4000 Tickets waren in Kürze vergriffen. Auf fast allen Bildschirmen der rund 1500 Vorverkaufsstellen ging von Anfang an gar nichts, was für enttäuschte Gesichter in der ganzen Schweiz sorgte. «Das System war überlastet. Wir konnten kein einziges Ticket verkaufen», sagt Vreni Jucker, Leiterin des LZ Corners an der Pilatusstrasse in Luzern. «Das ist aber nicht ungewöhnlich und kommt bei Konzerten häufig vor», erklärt sie. Rund 20 Personen seien gestern Vormittag vergeblich angestanden. Ähnlich lange Schlangen bildeten sich auch an anderen Vorverkaufsstellen in der Region. Tausende Interessierte versuchten ihr Glück auch übers Internet oder per Telefon.

Die Arena in Burgdorf umfasst 52 013 Plätze. Es stellt sich also die Frage, warum nur gerade 7,7 Prozent aller Eintrittskarten in den freien Verkauf gelangten? Der grösste Teil, nämlich 31 500 Tickets, wird vom Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) an die 169 Schwingklubs verteilt. ESV-Obmann Mario John erklärt: «So dürfen die Leute in Burgdorf dabei sein, die sich über lange Zeit, zum Teil während ihres ganzen Lebens, für unseren Sport ehrenamtlich engagiert haben. Sie wollen wir mit einem Ticket belohnen.»

Jonas von Flüe

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.