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SCHWINGEN: Alles bereit für das Schwing- und Älplerfest

250'000 Besucher, sieben Sägemehlringe und ein König: in Burgdorf beginnt am Freitag das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Es ist dies der grösste Sportanlass der Schweiz.
Trachtenfrauen am Umzug des Schwing- und Älplerfestes in Burgdorf (Bild: Keystone)

Trachtenfrauen am Umzug des Schwing- und Älplerfestes in Burgdorf (Bild: Keystone)

Die Dimensionen des dreitägigen Anlasses sind beindruckend. Das Budget ist rund 25 Millionen Franken schwer. Erwartet werden insgesamt rund 250'000 Besucher. Die Wettkampfarena fasst über 50'000 Zuschauer und auf die erfolgreichen Wettkämpfer warten Gaben im Wert von etwa 800'000 Franken.

Der Schwingerkönig erhält, so will es die Tradition, einen Muni. Fors von der Lueg heisst der aus dem Emmental stammende Prachtskerl. Er wiegt rund tausend Kilo und ist über 20'000 Franken wert.

Brauchtum und Kommerz

Doch auf den Schwingerkönig warten nicht nur ein Lebendpreis, sondern auch lukrative Werbeverträge, denn Schwingen ist derzeit ausgesprochen populär."Wer wird Millionär?" titelte unlängst das Schwinger-Fachblatt "Schlussgang" und stellte damit explizit die Millionenfrage in den Raum.

Die Kommerzialisierung des Schwingsports im Allgemeinden, aber auch die Dimensionen des "Eidgenössischen" im Besonderen finden nicht überall Gefallen. Doch das Burgdorfer Organisationskomitee lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ob da Fest zu gross, zu klein oder gerade richtig sei, werde man am Sonntagabend wissen, hiess es von Seiten des OK im Vorfeld. Die Nachfrage jedenfalls sei gross gewesen.

Restlos ausverkauft

Tatsächlich war die 50'000-plätzige Arena im Schwick ausverkauft. Viele Besucherinnen und Besucher werden deshalb mit der Public Viewing Zone Vorlieb nehmen.

Eröffnet wird der Anlass am Freitag mit einem grossen Umzug durch Burgdorf. Als Ehrengast wird Bundespräsident Ueli Maurer erwartet. Am Umzug präsentieren sich Musikformationen, Trachtengruppen die Landwirtschaft, das regionale Gewerbe sowie farbenprächtig geschmückte Tiere.

Geschwungen wird ab dem frühen Samstagmorgen. Der erste Gang verspricht bereits interessante Paarungen, etwa jene zwischen dem amtierenden König Kilian Wenger und dem ehemaligen Schwingerkönig Arnold Forrer.

Am Sonntagnachmittag findet der Schlussgang statt, dann wird die Schweiz wissen, wie ihr neuer König heisst. Neben den Schwingern küren auch die Steinstösser und Hornusser ihre Festsieger. (sda/bnd)

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