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SCHWINGEN: Bergfest auf der Rigi nimmt unschönes Ende

Sven Schurtenberger gewinnt das Bergfest auf der Rigi. Im Schlussgang überschlagen sich die Ereignisse: Joel Wicki zieht sich eine gravierende Verletzung zu.
Der verletzte Joel Wicki wird vom Sanitäter betreut, ganz rechts der Bergkranzsieger Sven Schurtenberger. (Bild: Urs Flüeler (Rigi Staffel, 9. Juli 2017))

Der verletzte Joel Wicki wird vom Sanitäter betreut, ganz rechts der Bergkranzsieger Sven Schurtenberger. (Bild: Urs Flüeler (Rigi Staffel, 9. Juli 2017))

Der Sieg von Sven Schurtenberger verkommt zur Nebensache. Der Schwinger aus Buttisholz bodigt zwar Joel Wicki im Schlussgang, kann sich aber hinterher nicht freuen. Wicki verletzt sich am rechten Knie und muss mit dem Rega-Helikopter von Rigi-Staffel geholt werden. Schurtenberger: „Dass dies so endet, wollte ich nicht. Das ist nicht angenehm für mich.“ Wie schwerwiegend die Verletzung des Sörenbergers ist, bleibt unklar.

Der «erste Schlussgang»

Doch damit nicht genug: Bereits Bruno Nötzli verletzte sich zuvor im Schlussgang. Im Duell gegen Wicki – so die ursprüngliche Schlussgang-Paarung – zog er sich ebenfalls eine Knieverletzung zu und musste vorsichtshalber den Kampf beenden. Schurtenberger seinerseits war bereits unter der Dusche, als er als Bestklassierte hinter Wicki und Nötzli in den Schlussgang nachrückte.

5. Gang

Bruno Nötzli blieb auch im 5. Gang erfolgreich. Der Schwyzer besiegte Marcel Kuster und zieht somit souverän in den Schlussgang ein mit fünf Siegen in Folge. Dort trifft er auf Joel Wicki. Der Entlebucher feierte einen Sieg gegen Philipp Schuler.

Auch Sven Schurtenberger weist nach seinem Sieg über Andreas Ulrich dieselbe Punktzahl wie Wicki auf (48.50), kommt aber aufgrund einer Niederlage nicht in Frage für den Schlussgang. Adrian Steinauer, ein weiterer potenzieller Schlussgang-Kandidat, verlor sein Duell gegen Bruno Gisler und fällt somit ebenfalls aus dem Rennen. Gisler seinerseits macht nach dem Sieg Boden gut und belegt nun den 3. Rang in der Zwischenrangliste hinter Wicki und Schurtenberger.

4. Gang

Frenetischer Jubel gab es vor allem für Joel Wicki: Der Sörenberger gewann das Spitzenduell gegen Daniel Bösch in überragender Manier. Mit einem Kurz wuchtete Wicki das Ostschweizer Schwergewicht auf den Boden und holte mit Nachdrücken den Sieg.

Zuvorderst in der Rangliste ist Bruno Nötzli, der seinen Siegeszug fortsetzte. Im 4. Gang ist es Mario Thürig, der das Nachsehen hat. Nötzli steht damit bei vier Siegen und 39.50 Punkten.
Ebenfalls vorne mit dabei ist Andreas Ulrich. Der Rigi-Sieger von 2015 bezwang Marcel Kropf. Auch Sven Schurtenberger kommt immer besser in Fahrt. Nach der Startniederlage siegte er dreimal hintereinander – zuletzt gegen Martin Hersche. Wicki, Ulrich, Schurtenberger und Adrian Steinauer belegen Rang 2.

Unter den Erwartungen bleibt derweil Marcel Mathis. Der Nidwaldner hat bereits drei Gestellte auf dem Notenblatt. Damit dürfte der Kranzgewinn für den Sieger des Innerschweizerischen gefährdet sein.

3. Gang

Noch hat Bruno Nötzli eine makellose Bilanz. Der Sieger des Luzerner Kantonalen siegte im dritten Gang gegen Andreas Döbeli und führt die Zwischenrangliste mit 29.50 Punkten an. Immer noch vorne mit dabei ist auch Joel Wicki. Der Sörenberger besiegte Altmeister Stefan Burkhalter und liegt nun auf Platz 2.

Ebenfalls auf dem zweiten Platz liegt Daniel Bösch. In der Spitzenpaarung des dritten Durchgangs wurde der St. Galler vom Gersauer Andreas Ulrich gestoppt – die beiden trennten sich Unentschieden. Ulrich, der nun auch bei zwei Siegen und einem Gestellten steht, belegt den geteilten 3. Rang. Dort liegen unter anderem auch die Eidgenossen Sven Schurtenberger und Mario Thürig.

2. Gang

Der St. Galler Daniel Bösch bodigte Philipp Schuler im zweiten Gang und führte die Zwischenrangliste mit der maximalen Punktzahl an. Auch für Andreas Ulrich läuft bisher alles nach Plan. Der Schlussgang-Verlierer von Alpnach bezwang Reto Gloggner und holte den zweiten Sieg. Die weisse Weste behält auch Bruno Nötzli, er gewinnt gegen Marcel Kropf. Bei zwei Siegen stehen auch Stefan Arnold, Adrian Steinauer und Andreas Döbeli.

Joel Wicki holte den ersten Sieg gegen Bruno Linggi. Ebenfalls erfolgreich waren Sven Schurtenberger (gegen Mario Schneider) und Reto Nötzli (gegen Stephan Studinger). Nach dem Taucher gegen Stefan Arnold konnte sich Arnold Forrer mit einem Sieg gegen Simon Zimmermann rehabilitieren.

Wie am vergangenen Sonntag misslang Martin Grab der Auftakt. Der Routinier verlor zweimal in Folge.

1. Gang

Für Sven Schurtenberger begann der Tag mit einem Dämpfer. Der Schwinger aus Buttisholz liess sich vom St. Galler Daniel Bösch mit dem ersten Zug überraschen und lag nach wenigen Augenblicken bereits auf dem Rücken.

Ebenfalls mit einer Niederlage startete Arnold Forrer, der König von 2001. Er verlor gegen den Urner Stefan Arnold etwas überraschend. Forrer hätte es im ersten Gang eigentlich mit Philipp Laimbacher zu tun bekommen. Der Schwyzer musste aber Forfait geben, nachdem er sich am vergangenen Sonntag am Innerschweizerischen eine Verletzung an der Schulter zuzog, die noch nicht vollständig auskuriert ist.

Der Sieger des Innerschweizerischen, Marcel Mathis, gewann gegen Bruno Gisler. Auch Andreas Ulrich (Marcel Kuster) und Bruno Nötzli (gegen Martin Hersche) siegten. Joel Wicki kam gegen Christoph Bieri nicht über einen Gestellten hinaus. Auch Reto Nötzli, Nick Alpiger, Stefan Burkhalter, René Suppiger und Alex Schuler mussten ein Unentschieden hinnehmen.

Claudio Zanini

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