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Kommentar

Schwingen bleibt sich treu

350'000 Besucher werden an den drei Festtagen erwartet, rund 6000 freiwillige «Chrampfer» sorgen dafür, dass das Fest in Zug zum Erfolg wird. Aber das Schwingen hat es bisher geschafft, sich treu zu bleiben.
Cyril Aregger

In neun Tagen geht es los. Am 23. August wird das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug feierlich eröffnet. Für die Schwinger, um die sich (fast) alles dreht, geht eine monatelange Vorbereitungszeit zu Ende. Zwei Tage lang gilt es ernst. Das grosse Ziel aller 276 Athleten ist der eidgenössische Kranz – oder sogar der Königstitel. Um dies zu erreichen, haben die Spitzenschwinger heute Trainingspensen wie «normale» Spitzensportler, greifen auf Mentaltrainer und andere Spezialisten zurück.

Viel Vorbereitungszeit sowie unzählige Arbeitsstunden hat auch die Organisation des «Eidgenössischen» benötigt. Die Zentralschweiz erwartet ein Fest der Superlative: 350 000 Besucher werden an den drei Festtagen erwartet, rund 6000 freiwillige «Chrampfer» sorgen dafür, dass das Fest in Zug zum Erfolg wird.

Professionalisierung und gigantische Ausmasse: Manch einer mag das bedauern. Aber das Schwingen – und somit auch das «Eidgenössische» – hat es bisher geschafft, sich treu zu bleiben. Die Sponsoren sind zumindest in der Arena nicht omnipräsent, der Sport ist urtümlich geblieben, keine Hochtechnologie entscheidet über Sieg und Niederlage. Es ist ein einfacher, archaischer Kampf Mann gegen Mann, gebannt verfolgt von friedlichen Zuschauern. Solange das Schwingen zu diesen «Kernkompetenzen» Sorge trägt, dürfte der populäre Sport auch weiterhin gedeihen.

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