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SCHWINGEN: Burch am Nachwuchsschwingertag: Sein schönster Moment

Der Obwaldner Jonas Burch sorgte am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag für eine faustdicke Überraschung. Jetzt will er den ersten Kranz gewinnen.
Simon Gerber
Stolzer Sieger: Jonas Burch gehörte nicht zu den Favoriten und hatte auf dem Weg zum Sieg drei Kranzschwinger bezwungen. (Bild: Werner Schönbächler (Alpthal, 13. August 2017))

Stolzer Sieger: Jonas Burch gehörte nicht zu den Favoriten und hatte auf dem Weg zum Sieg drei Kranzschwinger bezwungen. (Bild: Werner Schönbächler (Alpthal, 13. August 2017))

Simon Gerber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Jonas Burch konnte es zuerst kaum glauben: Ausgerechnet am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Alpthal feierte er den ersten Kategoriensieg in seiner noch jungen Laufbahn. Wie gross die Erleichterung beim Nachwuchstalent aus Stalden ob Sarnen war, zeigte sich nach dem Triumph im Schlussgang gegen den Kranzschwinger Ueli Hegner eindrücklich. Der bald 18-Jährige strahlte über das ganze Gesicht und liess sich auf den Schultern seiner Klubkameraden vom Publikum feiern. Im vielleicht bisher schönsten und aufregendsten Moment seines Lebens kostete Jonas Burch seinen grössten Erfolg so richtig aus. Zu seinen Gratulanten zählten auch seine Mutter Irene und seine Schwester Romina. Vater Edi, der ehemalige Kranzschwinger, war als Helfer am Schwendi-Kaltbad-Schwinget im Einsatz.

Vor dem Schlussgang (Kategorie A) habe er die Ruhe gesucht, um das Selbstvertrauen und die nötige Konzentration aufzubauen. «Ich bin die möglichen Angriffe und die Taktik meines Gegners Ueli Hegner im Kopf nochmals durchgegangen», sagte Jonas Burch. Im Kampf habe er gleich bei seinem ersten Angriff gespürt, dass ein Erfolg möglich sei. Dieser gelang ihm schliesslich in der vierten Minute mit Kurz. Mit dem Kategoriensieg sorgte Jonas Burch für eine faustdicke Überraschung. Nicht er, sondern die fünf angetretenen Kranzschwinger waren in seiner Altersklasse als Favoriten gehandelt worden. Drei davon, Patrick Betschart, Michael Zurfluh und Ueli Hegner, hat der kräftige Forstwart-Lehrling souverän bezwungen.

Der Tolggen im Reinheft war einzig die Niederlage im zweiten Duell gegen Martin Grab, den Sohn des 123-fachen Kranzgewinners. «Seine drahtige Figur liegt mir einfach nicht», erklärte der ruhige und eher zurückhaltende Jonas Burch.

Unter den Fittichen von Melk Britschgi

Durch seinen Vater Edi, der damals Jungschwingerleiter der Schwingersektion Sarnen war, ist der Junior schon im Alter von sechs Jahren mit dem Sägemehl in Kontakt gekommen. Burchs schwingerisches Vorbild ist übrigens sein Onkel und Kranzfestsieger Stefan Gasser. Am Trainingswillen fehlt es dem 1,90 Meter grossen und 94 Kilo schweren Sportler nicht. Zweimal wöchentlich feilt er in der Schwinghalle in Sarnen unter den Augen seines Trainers Melk Britschgi an der Technik. Einmal schwitzt er bei den Konditionslektionen. Zu seinem Repertoire zählen die drei Standschwünge Kurz, Gammen und Kreuzgriff. Sein Manko ist die noch fehlende Bodenarbeit. «In diesem Bereich muss ich mich klar verbessern und mit weiteren Schwüngen wie Lätz oder dem Linkskurz auch noch vielseitiger werden», erklärt Jonas Burch.

Von den vier Kranzfesteinsätzen in diesem Jahr schnitt er am Zuger mit je drei Siegen und drei Niederlagen am besten ab. Nun möchte das ambitionierte Jungtalent im nächsten Jahr den ersten Kranz gewinnen. Aber er nehme es nun Schritt für Schritt. Als Fernziel bezeichnet der Hobby-Skifahrer die Qualifikation für das Eidgenössische Schwingfest 2019 in Zug. «Einmal ein eidgenössischer Kranzschwinger zu werden, das wäre mein grosser sportlicher Traum.»

Hattrick von Michael Gwerder

Bei den 17-Jährigen war Michael Gwerder eine Klasse für sich. Der Schwyzer liess sich nach 2015 und 2016 mit sechs einwandfreien Erfolgen zum dritten Mal als Kategoriensieger gratulieren. Im Schlussgang bodigte er nach wenigen Sekunden den Zuger Ma­thias Hürlimann. Der Sieger bei den 16-Jährigen heisst Severin Steiner aus Ibach und bei den 15-Jährigen Noe Van Messel aus Oberägeri.

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