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SCHWINGEN: Die sechs Favoriten auf den Festsieg

Noch einmal schlafen bis zum Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfest: Wir sagen Ihnen schon heute, welche sechs Spitzenschwinger in Form sind.
Claudio Zanini
Philipp Laimbacher. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Philipp Laimbacher. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Claudio Zanini

Heiss wird es so oder so diesen Sonntag. Sei es wegen der sportlichen Ausgangslage oder der angekündeten Temperaturen. Alles ist bereit für das 109. Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest in Seedorf (Liveticker auf Luzernerzeitung.ch und auf Tele 1 live ab 7.00). Insgesamt 228 Schwinger werden unter den Augen von rund 7400 Festbesuchern im Sägemehl stehen. Nebst den besten Zentralschweizern sind acht Schwinger aus vier verschiedenen Teilverbänden am Start, darunter starke Eidgenossen wie Kilian Wenger oder Bruno Gisler.

Und Wenger wird gleich zum Festauftakt ein Brocken vorgesetzt: Im ersten Gang trifft der Berner auf Philipp Laimbacher. Der 32-jährige Schwyzer Routinier blickt dem Duell mit Freude entgegen. «Gegen einen König anzuschwingen, ist etwas Schönes. Aber ich erwarte einen angriffigen Kampf.» Wenger selbst zählte Laimbacher im Gespräch mit unserer Zeitung zu seinen Topfavoriten auf den Festsieg. Für Laimbacher «eine grosse Ehre, wenn das ein König über mich sagt». Wie Wenger wird auch Bruno Gisler nicht mit Willkommensgeschenken empfangen: Der Nordostschweizer, der vor zwei Jahren das Innerschweizerische gewann, bekommt es im ersten Gang mit Christian Schuler zu tun. Ein weiteres spannendes Duell bahnt sich zum Festbeginn zwischen dem Berner Matthias Aeschbacher und Joel Wicki an. Andreas Ulrich greift mit Beni Notz zusammen, Benji von Ah mit Roger Richen.

Der erweiterte Favoritenkreis

Nebst unseren sechs Favoriten, deren Auswahl keinen Anspruch auf Vollständigkeit beinhaltet, müssen die üblichen Verdächtigen zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden: darunter Adi Laimbacher oder Martin Grab, der im ersten Gang auf den Eidgenossen Peter Imfeld trifft. Spannend wird ausserdem, wie Lokalmatador Andi Imhof mit dem Druck umgeht, vor der eigenen Haustüre Grosstaten leisten zu müssen. Am Sonntagabend wissen wir, wer den Siegermuni Centuri bekommt – womöglich ist es einer der auf dieser Seite abgebildeten Männer.

Philipp Laimbacher

sige. Der Start in die neue Saison ist Philipp Laimbacher (32) trotz einer optimal verlaufenen Vorbereitungsphase am Schwyzer Kantonalen missglückt. Mit den beiden Niederlagen gegen Christian Schuler und Florian Ulrich reichte es am Schluss noch zum dritten Rang. Danach wurde der Athlet mit Nerven wie aus Stahl von Fest zu Fest stärker. Am Zuger Kantonalfest klassierte sich der Routinier als Co-Sieger im Rang 1c. Eindrücklich war sein Auftritt vor drei Wochen beim Bergkranzfest auf dem Stoos. Er gewann das stark besetzte Heimfest bereits zum fünften Mal. Erfolgreicher war bisher nur Karl Meli mit acht Siegen. Neben Andreas Ulrich hat Philipp Laimbacher in dieser Saison zwei Kranzfeste gewonnen. Als einer der wenigen Innerschweizer beherrscht der Aussendienstmitarbeiter auch die Bodenarbeit. Wie es sich anfühlt, am Innerschweizerischen als Sieger gefeiert zu werden, weiss Philipp Laimbacher aus den Jahren 2007 und 2010.

Wohnort: Sattel. Grösse: 185 cm. Gewicht: 105 kg. Kranzfestsiege: 18.

Andreas Ulrich

sige. Mit einem Trainingsrückstand nahm Andreas Ulrich (29) die neue Saison in Angriff. Trotzdem lieferte der mental starke Sennenschwinger bei den ersten drei Kranzfesteinsätzen eine starke Leistung ab. Am Schwyzer Kantonalen klassierte er sich im 2. Rang. Herausragend war sein erster auswärtiger Triumph am Baselstädtischen Schwingertag. Der Gersauer bezwang die beiden Mitfavoriten Arnold Forrer und Bruno Gisler. Nur drei Tage später war Ulrich auf dem besten Weg, am Zuger Kantonalen nachzudoppeln. Nach fünf Siegen wurde er im Schlussgang von Christian Schuler abgefangen – es blieb Rang 1b. Auf dem Stoos vergab er mit dem Unentschieden gegen Armon Orlik und am Schwarzsee mit der Niederlage gegen Christian Gerber eine Spitzenklassierung. Mit den variantenreichen und blitzschnellen Angriffen zählt Ulrich zu den besten Technikern des Landes. Nun liebäugelt er mit dem ersten Schlussgang am Innerschweizerischen.

Wohnort: Gersau. Grösse: 181 cm. Gewicht: 100 kg. Kranzfestsiege: 5.

Benji von Ah

cza. Der Giswiler befindet sich in einer starken Verfassung, nachdem er im Mai gemächlich aus den Startlöchern kam. Am eigenen Verbandsfest in Sachseln fiel Benji von Ah (28) nach einem Gestellten mit Christoph Bieri und einer überraschenden Niederlage gegen Andreas Höfliger früh aus der Entscheidung – der Druck war zu gross. Die Antwort folgte dann 20 Tage später mit dem Festsieg am Urner Kantonalen, an dem er gleich drei Eidgenossen bezwang. Am Bergfest auf dem Stoos musste Von Ah nur gegen Andreas Ulrich und Schwingerkönig Arnold Forrer ein Unentschieden hinnehmen und klassierte sich hinter Joel Wicki auf Rang 3b. Nach dem Urner Kantonalen, dem Luzerner Kantonalen und dem Stoos innert drei Wochen fühlte sich die Frohnatur zuletzt ein wenig ausgelaugt. An einem Innerschweizerischen blieb dem Obwaldner bisher eine Schlussgangteilnahme verwehrt, vielleicht gibt es in Seedorf die Premiere.

Wohnort: Giswil. Grösse: 188 cm. Gewicht: 118 kg. Kranzfestsiege: 6.

Joel Wicki

cza. Momentan ist dem 18-jährigen Sörenberger alles zuzutrauen: Joel Wicki besticht in dieser Saison weiterhin mit unbeschwerter, attraktiver Schwingweise und explosivem Kurzzug. Nach seinem Festsieg am Schwarzsee-Schwinget muss Wicki auch am Innerschweizerischen zu den Favoriten gezählt werden. Als Aufsteiger der bisherigen Saison hat er bei sechs Kranzfest-Teilnahmen ebenso viele Male die Auszeichnung erreicht. In der offiziellen Jahreswertung des eidgenössischen Verbands belegt er Platz zwei hinter Andreas Ulrich. Eindrücklich auch, wie er auf dem Stoos gleich drei Eidgenossen aus dem Weg räumte, bis er schliesslich im Schlussgang die Erfahrung von Philipp Laimbacher zu spüren bekam. 2014 verlor Wicki am Innerschweizerischen nur gegen den späteren Sieger Reto Nötzli. Argumente für Wicki gibt es zuhauf, ein Fragezeichen bleibt: Schafft es der Entlebucher, mit der wachsenden Erwartungshaltung umzugehen?

Wohnort: Sörenberg. Grösse: 183 cm. Gewicht: 104 kg. Kranzfestsiege: 1.

Kilian Wenger

cza. Nach einer Schulterverletzung Ende Februar startete Kilian Wenger (25) vorsichtig in die Saison. Vor drei Wochen gelang dem gelernten Metzger am Bern-Jurassischen dann der erste Festsieg. In einem schwach besetzten Teilnehmerfeld traf Wenger erst im Schlussgang auf einen Eidgenossen. Dort bezwang er Florian Gnägi – ein Gestellter hätte dem Berner Oberländer jedoch auch für den Festsieg gereicht. Das Vertrauen in seine lädierte Schulter kehrte zunehmend zurück, und der starke Standschwinger nähert sich nun langsam seiner Topform. Beim Schwarzsee-Schwinget blieb ihm nach einem Unentschieden im 5. Gang gegen Christian Schuler die Schlussgangteilnahme verwehrt. 2013, als Wenger in Emmen als Gast ans Innerschweizerische kam, klassierte er sich noch auf dem 4. Rang. Der Schwingerkönig von 2010 hat grossen Respekt vor der starken Innerschweizer Konkurrenz. Dennoch will er in Seedorf in den Schlussgang.

Wohnort: Horboden. Grösse: 190 cm. Gewicht: 106 kg. Kranzfestsiege: 16.

Christian Schuler

sige. So hatte sich Christian Schuler (27) den Start in die neue Kranzfestsaison wohl nicht vorgestellt. Am Schwyzer Kantonalen verpasste der erfolgsverwöhnte Athlet mit den beiden Niederlagen im Ausstich gegen Mike Müllestein und Marcel Bieri den Kranz deutlich. Nach diesem Durchhänger steigerte sich der Schwyzer von Fest zu Fest. Als Gast am Zürcher Kantonalen wurde er Zweiter. Eine Woche später gewann Schuler das Zuger Kantonalfest dank dem Blitzsieg im Schlussgang gegen Andreas Ulrich zum dritten Mal in Folge. Beim Bergkranzfest Schwarzsee klassierte er sich mit einem Unentschieden gegen die beiden stärksten Berner, Kilian Wenger und Christian Stucki, und mit vier Siegen im dritten Rang. Für Christian Schuler steht ein Triumph am Innerschweizerischen schon länger zuoberst auf der Wunschliste. Mit drei Schlussgang-Teilnahmen 2006, 2008 und 2010 schnupperte der Marketing-Fachmann bereits am Festsieg.

Wohnort: Rothenthurm. Grösse: 186 cm. Gewicht: 110 kg. Kranzfestsiege: 10.

Innerschweizerisches Schwingfest
Seedorf.Festprogramm, Sonntag.7.30: Anschwingen. – 8.30: Start Steinstossen – 9.45: Sonntagsstille. – 10.20: Fortsetzung des Schwingens. – 11.30: Mittagspause. – 13.00: Fortsetzung der Wettkämpfe. – 17.00: Schlussgang. – 18.15: Rangverkündigung auf dem Festplatz.
Sieger der letzten Jahre: Reto Nötzli (2014), Bruno Gisler (2013), Adi Laimbacher (2012), Benno Studer (2011), Philipp Laimbacher (2010).

Andreas Ulrich. (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)

Andreas Ulrich. (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)

Benji von Ah. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Benji von Ah. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Joel Wicki. (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)

Joel Wicki. (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)

Kilian Wenger. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Kilian Wenger. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Christian Schuler. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Christian Schuler. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

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