Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHWINGEN: In der Breite sieht es düster aus

Die Kranzfest-saison auf hiesigem Verbandsgebiet ist vorbei. Wie haben sich die Innerschweizer Schwinger bisher geschlagen, und was heisst das im Hinblick auf Estavayer? Eine Analyse.
Einer der vier aufstrebenden Innerschweizer: Erich Fankhauser (rechts) aus Hasle bei seinem Sieg auf dem Brünig gegen den Berner Jonas Lengacher. (Bild: EQ/Rolf Eicher)

Einer der vier aufstrebenden Innerschweizer: Erich Fankhauser (rechts) aus Hasle bei seinem Sieg auf dem Brünig gegen den Berner Jonas Lengacher. (Bild: EQ/Rolf Eicher)

Claudio Zanini

Das Innerschweizer Hoch in der laufenden Schwingsaison wird einzig durch die Ausbeute am Brünig-Schwinget getrübt. Ausgerechnet an jenem Bergklassiker, der gemeinhin als echte Standortbestimmung gilt. Die Berner holten den Tagessieg, der Exploit von Benji von Ah wurde nicht belohnt, und wieder einmal gewann man weniger Kränze als die Kantonsnachbarn. Wegen der Abwesenheit von Martin Grab, Reto Nötzli (beide verletzt), Andreas Ulrich (Kranzfestsaison-Ende) und Adi Laimbacher (Rücktritt) hatten die Innerschweizer nicht genügend Substanz.

Die bisherige Bilanz lässt sich dennoch sehen: Bei drei von vier teilgenommenen Bergfesten holten die ISV-Akteure den Sieg (Stoos, Schwarzsee, Rigi). Eindrücklich war etwa, wie die Nordostschweizer Gäste auf der Rigi ausmanövriert wurden. Auch bei den Teilverbandsfesten sieht es gut aus: Bei zwei von drei Wettkämpfen ging der Tagessieg in die Innerschweiz. An den letzten beiden Teilverbandsfesten der Saison (Nordwestschweizer, Berner Kantonales) werden Benji von Ah und Philipp Laimbacher beziehungsweise Andi Imhof und Christian Schuler die Innerschweiz jeweils als Gäste vertreten.

Das erfolgreiche Quartett

Was jetzt schon klar ist: Vier Namen haben weiter an ihrem Ruf gefeilt und den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft. Allen voran Joel Wicki (18) und Erich Fankhauser (24). Die beiden Entlebucher Klubkollegen sind Zugpferde der Luzerner Fraktion. Fankhauser triumphierte am Südwestschweizer und am Luzerner. Wicki holte sich den Festsieg am Schwarzsee. Interessant auch, wie die beiden sich gegenseitig anstacheln. Wicki zuletzt auf dem Brünig: Fast bei jedem Gang trieb er Fankhauser lautstark vom Sägemehlrand aus an. Erfreulich war ausserdem, wie Sven Schurtenberger (23) sein Level hielt. Der Nottwiler ist für jeden ein unangenehmer Gegner, aber dennoch ein Stimmungsschwinger. Mit Mike Müllestein (26) lieferte ein vierter Athlet konstant Leistung ab. Das bewies er bereits zum Saisonauftakt mit Sieg am Schwyzer Kantonalen. Müllestein, der auch körperlich noch einmal zulegte, wird der Mann sein, der im Schwyzer Lager die Lücke nach der Ära Laimbacher, Grab und Ulrich irgendwann füllen muss. Wicki, Müllestein und Schurtenberger gehören momentan wohl zu den Kranzanwärtern in Estavayer Fankhauser holte die Auszeichnung bereits 2013.

Nachwuchskräfte sind gefragt

Der Brünig führte es klar vor Augen: Wenn einige Eidgenossen fehlen und zwei einen schlechten Tag einziehen (Andi Imhof, Christian Schuler), wird es plötzlich düster. Umso krasser wäre das Verdikt wohl ausgefallen, hätten die Berner ihre stärksten Athleten (Christian Stucki, Matthias Sempach) am Start gehabt. So macht auch die Breite innerhalb der Verbände den Unterschied. Leute wie Matthias Siegenthaler, der erst sein drittes Fest in dieser Saison bestritt, Matthias Glarner oder Bernhard Kämpf stellen eine schlagkräftige Gruppe hinter dem Berner Spitzentrio dar.

Im Hinblick auf das Eidgenössische in Estavayer braucht es einen Nachwuchs, der in die Gänge kommt. Gerade im Urner und im Ob-/Nidwaldner Verband klafft eine Lücke hinter den Eidgenossen. In Zug ruhen die Hoffnungen auf Pirmin Reichmuth, der in dieser Saison verletzt ausfiel. Bis zum Saison-Highlight 2016 steht den Innerschweizern noch Arbeit bevor.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.