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SCHWINGEN: Jedermanns Liebling

Christian Stucki wird von der Einteilung hart angepackt, belegt am Ende trotzdem Rang 2. Der Berner schwingt nicht nur bärenstark, sondern geniesst auch viele Sympathien.
Jonas von Flüe
Publikumsliebling Christian Stucki lässt sich mit Fan Nico Kiser (16) aus Alpnach fotografieren. (Bild: Roger Grütter (Alpnach, 2. Juli 2017))

Publikumsliebling Christian Stucki lässt sich mit Fan Nico Kiser (16) aus Alpnach fotografieren. (Bild: Roger Grütter (Alpnach, 2. Juli 2017))

Jonas von Flüe

jonas.vonfluee@luzernerzeitung.ch

Von der Schwingarena zur Garderobe der Schwinger sind es keine hundert Meter. Christian Stucki benötigte für die kurze Strecke am gestrigen Sonntag dennoch nach jedem Gang mindestens fünf Minuten. Der Berner ist zwar landauf, landab als «Gmüetsmoore» bekannt, doch dass er so langsam vorwärtskam, war nun wirklich nicht seine Schuld – oder vielleicht doch?

Unzählige Fans jeden Alters passten Stucki nach seinen Gängen ab, sie wollten ein Autogramm, ein Foto mit dem Hünen oder ihm einfach die Hand schütteln und mitteilen, wie toll sie ihn finden. «Diese Wertschätzung finde ich sehr schön», sagte Stucki, während er geduldig alle Wünsche erfüllte, auch wenn ihm gar nicht wirklich danach zumute war. Stucki ist «Everybody’s Darling», jedermanns Liebling. Ob in seinem Heimatkanton Bern, in der Innerschweiz oder in der Nordostschweiz: Gewinnt der 32-Jährige einen Gang, jubelt das Publikum frenetisch – auch wenn ein Einheimischer das Nachsehen hat.

Gestellter im Anschwingen

Das war in Alpnach nicht anders. Fünf seiner sechs Gegner konnte er besiegen. Und die hatten es in sich: Mit Sven Schurtenberger, Lutz Scheuber, Andi Imhof, Benji von Ah, Joel Wicki und Werner Suppiger arbeitete sich Stucki quer durch die Innerschweizer Spitzenschwinger und bugsierte einen nach dem anderen ins Sägemehl. Einzig im Anschwingen gab es gegen Schurtenberger keinen Sieg. «Schurti und ich haben uns nichts geschenkt. Er war der zäheste aller Gegner. Aber auch die anderen muss man zuerst nehmen», sagte er zu seiner Leistung, mit der er eigentlich zufrieden war.

Weniger zufrieden zeigte sich Stucki mit der Leistung der Einteilung. Drei Eidgenossen hat er auf seinem Notenblatt, dazu mit Lutz Scheuber und Joel Wicki zwei Schwinger, die zwar noch keinen eidgenössischen Kranz gewonnen haben, aber durchaus so stark wie Eidgenossen schwingen. «Marcel Mathis hat sicher nicht so ein starkes Notenblatt», meinte er, bevor er gleich wieder sein Lächeln aufsetzte, als er von einer jungen Frau nach einem Foto gefragt wurde. Die Enttäuschung über die knapp verpasste Schlussgangteilnahme, über den verpassten Festsieg (2. Rang) schien sich denn auch in Grenzen zu halten.

Stucki wurde von der Einteilung auch so hart angefasst, weil die anderen Gäste von Anfang an hinter den Erwartungen blieben. Florian Gnägi musste den Wettkampf bereits nach dem ersten Gang verletzt aufgeben, Daniel Bösch kam gegen seine ersten zwei Gegner nicht über ein Untenschieden hinaus, und Mario Thürig verlor im Anschwingen gegen Reto Nötzli. Einzig Nick Alpiger sorgte mit Siegen über Mike Müllestein und Alex Schuler für zwei Ausrufezeichen.

Noch ein Auftritt in der Innerschweiz

Nach dem Roteborger Schwinget und seinem gestrigen Auftritt hat Christian Stucki noch einen weiteren Auftritt in der Innerschweiz: auf dem Brünig. Dort sind die Wege noch kürzer. Autogrammjäger werden trotzdem auf ihn warten.

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