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SCHWINGEN: Knick in der jungen Karriere

Grosser Schock kurz vor dem Eidgenössischen: Joel Wicki (19) verletzt sich auf der Schwägalp und verpasst den Saisonhöhepunkt. Dem Sörenberger fehlen die Worte.
Claudio Zanini
Unterschenkelfraktur und Saisonende: Joel Wicki musste nach seinem dritten Gang am Sonntag mit der Bahre vom Platz getragen werden. (Bild: EQ/Werner Schärer)

Unterschenkelfraktur und Saisonende: Joel Wicki musste nach seinem dritten Gang am Sonntag mit der Bahre vom Platz getragen werden. (Bild: EQ/Werner Schärer)

Claudio Zanini

Der Zeitpunkt für eine Verletzung ist immer ungünstig, aber ausgerechnet jetzt, im letzten Wettkampf vor dem Eidgenössischen (27./28. August): Der Bruch des Wadenbeins kommt für Joel Wicki einem Super-GAU gleich. Was hat er sich nicht alles vorgenommen für den Saisonhöhepunkt in Estavayer. Da und dort wurde der Entlebucher in den erweiterten Favoritenkreis aufgenommen. Als Teil der jungen Garde, zu der auch die Co-Sieger auf der Schwägalp, Samuel Giger und Armon Orlik, gehören (siehe Box), wurde ihm viel zugetraut. Und wenn es auch nicht gleich der Königstitel gewesen wäre: Der erste eidgenössische Kranz war das erklärte Ziel. Und für die Innerschweizer Equipe ist Wicki mit seinem ungeheuren Potenzial eine eminent wichtige Stütze. Eine weitere Stütze, die nun wegbricht – nach dem Forfait des Giswilers Benji von Ah.

Dass die Enttäuschung beim Entlebucher riesig, nein, monumental ist, muss nicht eigens betont werden. Wicki formuliert es so: «Ich habe mich drei Jahre lang auf dieses Ziel vorbereitet. Und jetzt ist alles vorbei.» Es braucht nicht viel Empathievermögen, um zu merken: Für Wicki brach am Sonntag auf der Schwägalp mindestens eine Welt zusammen. Das Telefongespräch mit unserer Zeitung ist gestern jedenfalls nach wenigen Sekunden beendet. Einerseits fehlen die Worte, andererseits hat Wicki verständlicherweise wenig Lust, aus dem Spitalbett in Wolhusen über die bisher grösste Enttäuschung seiner noch jungen Karriere zu sprechen.



Drei Monate Pause

Kurz vor dem Mittag passierte es am Sonntag im dritten Gang gegen den Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Wicki lag bereits bezwungen auf dem Rücken, dann rollte er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ab. Mit dem Helikopter wurde er später ins Spital nach St. Gallen überführt. Diagnostiziert wurde eine Unterschenkelfraktur (Sprengung von Schien- und Wadenbein). Wieder mit dem Helikopter ging es weiter ins Spital nach Wolhusen, wo sich Wicki bereits am Sonntagabend der Operation unterzog. Der Chefarzt der Orthopädie, Richard Friedrich Herzog, kehrte für den Eingriff früher von seinen Ferien zurück. Für die Wiedergenesung werden drei Monate prognostiziert. In den nächsten sechs Wochen darf Wicki das Bein nicht belasten.

Erster Rückschlag

Noch am vergangenen Samstag machte Wicki einen überaus motivierten Eindruck, als der Innerschweizer Verband seinen 85 nominierten Schwingern fürs Eidgenössische in Einsiedeln die offiziellen Kleider aushändigte. In Windeseile zog sich Wicki um und erschien als erster Athlet der Gruppe zum Fototermin mit unserer Zeitung. Im Hinblick auf Estavayer sagte er, wolle er in den letzten zwei Wochen nicht mehr allzu viel trainieren. Ein paar Tage Ferien waren auch noch eingeplant. Aber zuerst sei noch die Schwägalp. Um nicht am Sonntagmorgen in aller Frühe in die Ostschweiz fahren zu müssen, würde er bereits am Samstagabend anreisen. Eine Reise, die der jungen Karriere einen ersten Knick bescherte.

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