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SCHWINGEN: Matthias Sempach droht Zwangspause

Nach Matthias Glarner wird möglicherweise ein weiterer Schwingerkönig einige Zeit pausieren müssen. Matthias Sempach zog sich im 2. Gang des Berner Kantonalfests in Affoltern im Emmental eine Oberschenkelverletzung zu. Er gab den Wettkampf auf.
Matthias Sempach (Bild: Keystone, 9. Juli 2017)

Matthias Sempach (Bild: Keystone, 9. Juli 2017)

Wie gravierend die Verletzung des 31-jährigen Emmentalers ist und wie lange er ausfallen könnte, weiss man noch nicht. Die Behinderung durch die Schmerzen liess aber ein Weiterschwingen nicht zu, zumal er kaum noch explosive Schwünge hätte zeigen können. Sempach verletzte sich im Kampf mit dem Bündner Curdin Orlik. Der ältere Bruder des Spitzenschwingers Armon Orlik hat sich für dieses Jahr wegen eines temporären Wohnortswechsels dem Berner Oberländer Verband angeschlossen.

Für Matthias Sempach, der 2013 in Burgdorf auf überragende Weise mit acht Siegen in acht Gängen Schwingerkönig geworden ist und ein Jahr später auch am Kilchberger Schwinget triumphiert hat, stünden in dieser Saison noch zwei wichtige Anlässe auf dem Programm: der Brünig-Schwinget am 30. Juli und vor allem das Unspunnenfest in Interlaken am 27. August.

Sempach hatte das Berner Kantonale optimal begonnen. Im Spitzenduell des Anschwingens legte er nach kurzer Dauer den aufstrebenden Nordostschweizer Teenager Samuel Giger auf den Rücken. Giger gewann in dieser Saison schon drei Kranzfeste, so auch das Nordostschweizer Teilverbandsfest in Davos.

Innerhalb der laufenden Saison zeigte Matthias Sempach den gewünschten Aufwärtstrend. Nach etwas harzigem Start gewann er Anfang Juni das gut besetzte Oberaargauer Fest in Niederbipp trotz eines gestellten Schlussgangs gegen Kilian Wenger. Den zweiten Saisonsieg errang er zwei Wochen später am Bergkranzfest am Schwarzsee. Diesmal gewann er den Schlussgang, in dem er erneut Schwingerkönig Wenger gegenüberstand.

Wenger und Stucki teilen sich den Sieg

Schliesslich teilten sich Kilian Wenger und Christian Stucki im Emmental den Festsieg. Im Schlussgang feierte Schwingerkönig Wenger den ersten Sieg in seiner Karriere gegen den früheren Kilchberger Sieger Stucki. Dieser Ausgang hatte nicht erwartet werden dürfen. Stucki, der sich seit Wochen in einer hervor­ragenden Form befindet, hatte zuvor alle fünf Gänge gewonnen und war mit einem Vorsprung von 1,25 Punkten in die Endausmarchung gestiegen. Nach weniger als zwei Minuten griff Stucki vor über 12000 Zuschauern an. Doch der Schwingerkönig von 2010 konterte mit einem Fussstich und vollendete am Boden.

Wenger hatte für den Schlussgang den Vorzug gegenüber dem punktgleichen Einheimischen Matthias Aeschbacher erhalten. Das Duell zwischen Wenger und Aeschbacher im vierten Gang war mit einem Gestellten zu Ende gegangen.

Wenger realisierte den zweiten Saisonsieg nach dem Oberländischen und den 19. Kranzfestsieg insgesamt. Für Stucki war es heuer der dritte Sieg. Der Hüne aus dem Seeland hatte bisher am Oberaargauischen und am Mittelländischen obenaus geschwungen. (sda)

Affoltern im Emmental: Berner Kantonalfest (139 Schwin­ger, 12 240 Zuschauer)

Schlussgang: Kilian Wenger (Horboden) bezwingt Christian Stucki (Lyss) nach 1:50 Minuten mit Kurzkonter. – Rangliste: 1. Wenger und Stucki, je 58,25. 2. Fritz Ramseier (Sü­deren) und Simon Anderegg (Unterbach BE), je 57,50. 3. Remo Käser (Alchenstorf) 57,25. 4. Roger Erb (Metzerlen), Niklaus Zenger (Habkern), Domenic Schneider (Friltschen), Willy Graber (Bolligen), Christian Gerber (Röthenbach i. E.) und Kilian von Weissenfluh (Hasliberg-Hohfluh), je 57,00. 5. Marco Iseli (Zwieselberg), Samuel Giger (Ottoberg), Philipp Gehrig (Zollbrück) und Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen), je 56,75.

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