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SCHWINGEN: Urner stehen vor heikler Aufgabe

Die prominenten Gäste sind am Sonntag beim Urner Kantonalfest in Altdorf in der Pole-Position. Andi Imhof ist der Hoffnungsträger der Gastgeber.
Simon Gerber
Andi Imhof (rechts) am Luzerner Kantonalen gegen Joel Wicki. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Malters, 21. Mai 2017))

Andi Imhof (rechts) am Luzerner Kantonalen gegen Joel Wicki. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Malters, 21. Mai 2017))

Simon Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

Mit dem «Urner» in Altdorf wird die Serie der Kantonalfeste in der Innerschweiz am Sonntag abgeschlossen. Dieses steht unter besonderen Vorzeichen. Der Verband feiert sein 100-jähriges Bestehen. Noch vor rund 30 Jahren spielten die «Bösen» aus dem kleinsten Kantonalverband eine wichtige Rolle im Innerschweizer Schwingsport: Hans Loretz, die Gebrüder Josef, Walter und Robert Wyrsch, Adalbert Gisler oder Josef Herger waren an einem Kranzfest jederzeit für einen Sieg oder mindestens eine Spitzenklassierung gut.

Diese goldenen Zeiten gehören mehr oder weniger der Vergangenheit an. Immerhin reifte Andi Imhof in den letzten Jahren zum Spitzenschwinger und profilierte sich besonders an grossen Wettkämpfen. Wenn die Urner ihren Ehrentag organisieren, haben sie meistens einen schweren Stand, sich gegen die ausserkantonale Konkurrenz durchzusetzen. In den letzten zwanzig Jahren konnten sie an ihrem Heimfest mit Stefan Bissig (1998, 2004) und Andi Imhof (2011) nur gerade drei Siege feiern.

Auch am Sonntag stehen die Gastgeber vor einer heiklen Mission. Mit der Präsenz von zehn eidgenössischen Kranzschwingern ist die Besetzung so gut wie seit Jahren nicht mehr. Es braucht jedenfalls eine Topleistung eines Andi Imhof, Stefan Arnold oder Matthias Herger, um den Gästen Paroli zu bieten.

Einer, dem das Urner Kantonale besonders gut liegt, ist ­Benji von Ah. Der Giswiler triumphierte 2012, 2013 und 2015 und zählt morgen erneut zu den Kronfavoriten. Nach einer Rippenverletzung im April feierte der starke Turnerschwinger am Schwyzer Kantonalen mit dem zweiten Platz ein gelungenes Comeback. «Ich war frustriert, dass ich am Ob- und Nidwaldner Kantonalfest Forfait geben musste, deshalb war ich besonders hungrig. Ich bin zuversichtlich, dass ich wieder an diese Leistung anknüpfen kann, obwohl die Konkurrenz hochkarätig ist», sagt der Obwaldner, der mit dem 60. Kranzgewinn einen Meilenstein feiern könnte.

Starkes Aufgebot der Schwyzer

Äusserst gut vertreten sind die Schwyzer. Der 27-jährige Mike Müllestein gewann zwar drei regionale Feste, kam aber am Ob- und Nidwaldner (ohne Kranz) und am Schwyzer noch nicht richtig in Schwung. «Nach acht Wettkämpfen hat mir die zweiwöchige Pause gut getan», erklärte der Eidgenosse von Estavayer 2016. Er habe wieder etwas an Gewicht zulegen können und arbeite neben dem Schwingtraining weiterhin eng mit einem Mentaltrainer und einer Personaltrainerin zusammen.

Steigerungspotenzial hat auch Philipp Laimbacher. Am Zuger und am Schwyzer Kantonalen kam der Routinier früh in Rücklage und musste bis zuletzt um den Kranz zittern. Der Altmeister Martin Grab präsentierte sich bisher in einer guten Verfassung. Am Schwyzer verpasste der Rothenthurmer den Schlussgang nur knapp.

Urner Kantonalfest

Sportplatz Feldli, Altdorf. Sonntag, 7.30: Anschwingen. – 10.00: Sonntagsstille. – 10.30: Fortsetzung der Wettkämpfe. – 11.45: Mittagspause. – 13.00: Fortsetzung der Wettkämpfe. – 15.00: Festakt und Fahnenübergabe. – 17.00: Schlussgang. – 18.00: Rangverkündigung.

Favoriten: Benji von Ah, Andi Imhof, Mike Müllestein, Philipp Laimbacher, Martin Grab, Reto Nötzli, Philipp Gloggner, Sven Schurtenberger, Marcel Bieri, Domenic Schneider.

Sieger der letzten Jahre: Stefan Gasser (2010), Andi Imhof (2011), Benji von Ah (2012, 2013, 2015), Christian Schuler (2014), Lutz Scheuber (2016).

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