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SCHWINGEN: Wer gewinnt den Siegermuni Pilatus?

Am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest treffen morgen (ab 7 Uhr/Tele 1) die besten Schwinger der Zentralschweiz auf Gäste der übrigen Teilverbände. Diese sechs Athleten haben die aussichtsreichsten Chancen auf den Festsieg.
Claudio Zanini
Der Sörenberger Joel Wicki. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler)

Der Sörenberger Joel Wicki. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler)

Claudio Zanini

claudio.zanini@luzernerzeitung.ch

Grosser Abwesender am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Alpnach ist Christian Schuler. Der letztjährige Sieger musste die Saison nach einer Knieverletzung frühzeitig beenden. Mit 21 Eidgenossen ist das Teilnehmerfeld dennoch stark besetzt. Im Lager der Innerschweizer stehen mit Joel Wicki, Sven Schurtenberger, Philipp Laimbacher, Andreas Ulrich und Marcel Bieri zahlreiche Kräfte mit Siegeschancen bereit. Ebenfalls zum Favoritenkreis gehört der Sieger von 2015, Andi Imhof, der im Anschwingen auf Altmeister Martin Grab trifft. Weitere starke Schwyzer stehen mit Reto und Bruno Nötzli sowie Mike Müllestein am Start. Chancen auf einen Spitzenplatz hat auch das Ob-/Nidwaldner Duo Benji von Ah und Marcel Mathis. Die Gästefraktion wird angeführt von den Berner Eidgenossen Christian Stucki und Florian Gnägi. Aus der Nordostschweiz wird der Unspunnen-Sieger von 2011, Daniel Bösch, erwartet, aus der Nordwestschweiz die beiden Eidgenossen Nick Alpiger und Mario Thürig.

Wer den über eine Tonne schweren Muni Pilatus gewinnt, erfahren Sie auf unserem Onlinekanal. Den ganzen Tag berichten wir in einem Liveblog aus Alpnach auf www.luzernerzeitung.ch/schwingen. Ab 7 Uhr überträgt das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 live aus Alpnach in einer zehnstündigen Sendung. Wenige Stehplatztickets seien an der Tageskasse noch verfügbar, meldeten die Veranstalter. Anschwingen ist am Sonntag um 7.30 Uhr, der Schlussgang findet um 17 Uhr statt.

Sechs Favoriten

Joel Wicki

EXPLOSIV In seiner derzeitigen Form ist Joel Wicki der logische Topfavorit. Der Sörenberger hat bereits drei Saisonsiege auf dem Konto. Herausragend waren insbesondere der Triumph am Stoos-Schwinget mit sechs Siegen in Folge sowie der Titel am Basellandschaftlichen Kantonalen, wo er vier Eidgenossen bezwingen konnte. Die offizielle Jahreswertung des eidgenös­sischen Verbandes führt der Zwanzigjährige zurzeit an, direkt vor König Matthias Sempach, dem Ostschweizer Talent Samuel Giger und dem Nordwestschweizer Bruno Gisler. Im vergangenen Jahr lief es Wicki beim Innerschweizerischen nicht nach Wunsch. Mit einem Gestellten zum Auftakt und einer Nieder­lage im fünften Gang verpasste er einen Spitzenrang.

Christian Stucki

ERFAHREN Christian Stucki zeigte am Innerschweizerischen in Emmen vor vier Jahren, wie unbequem er als Gast sein kann. Damals lag der Seeländer mit vier Siegen auf Schlussgangkurs, ehe er von Philipp Schuler mit einem Gestellten ausgebremst wurde. In diesem Jahr hat der 32-Jährige alles auf den Unspunnen ausgelegt. Nach verhaltenem Saisonstart polierte er in den letzten Wochen seine Bilanz auf. Das Seeländische gewann er mit dem Maximum von 60 Punkten und drei bezwungenen Eidgenossen auf dem Notenblatt – darunter auch König Matthias Glarner. Am Mittelländischen gelang ihm der zweite Saisonsieg. Mit Bruno Gisler triumphierte 2013 letztmals ein auswärtiger Athlet – Stucki könnte es ihm in diesem Jahr gleichtun.

Sven Schurtenberger

EIFRIG Bereits am Luzerner Kantonalen wurde Sven Schurtenberger eingesetzt, um dem stärksten Gast gleich am frühen Morgen die Stimmung zu verderben. Dort musste er sich mit Remo Käser abmühen, nur ein Gestellter resultierte. Nun trifft der 25-Jährige aus Buttisholz auf Christian Stucki im ersten Gang – ein Duell, das es bereits am Roteborger Schwinget zum Saisonstart gab und das der Luzerner gegen den 1,98-Meter-Hünen verlor. Doch Schurtenbergers Rolle beinhaltet weit mehr, als nur den Bremsklotz für aufmüpfige Gäste zu spielen. Der massige Sennenschwinger kürte sich in seiner Karriere schon dreimal zum Festsieger. Im vergangenen Jahr belegte er den 2. Platz am Innerschweizerischen. Heuer wäre er reif für den Sieg.

Philipp Laimbacher

ERHOLT Zum Saisonstart hinterliess der Routinier aus Schwyz einen matten Eindruck. Philipp Laimbacher fing Niederlagen und uninspirierte Unentschieden gegen Widersacher ein, die er in Normalform bezwingen würde. Ausgerechnet am Schwyzer Kantonalen sorgte der 34-Jährige für die Überraschung des Tages, als er sich völlig unerwartet von Roman Fellmann, der an diesem Fest erst seinen zweiten Kranz gewinnen sollte, überlisten liess und verlor. Zwei Wochen später zeigte sich derselbe Laimbacher aber wie ausgewechselt und stürmte am Urner Kantonalen mit fünf Siegen in den Schlussgang. Wenig später auf dem Stoos zeigte er einen ähnlichen Lauf, unterlag im Schlussgang aber Joel Wicki. Dennoch ein heisser Kandidat für die Endausmarchung.

Marcel Bieri

ENTSPANNT Marcel Bieri vom Schwingklub Ägerital dürfte wohl ausserhalb der Schwingszene den wenigsten bekannt sein. Den PH-Studenten aus Edlibach sollte man sich aber merken, gehört er doch jetzt schon zu den Aufsteigern der Saison. Das Zuger Kantonale gewann er zwar etwas überraschend, aber bei weitem nicht unverdient. Im Schlussgang benötigte es gar einen Sonder­effort gegen Christian Schuler – und Bieri war bereit, diesen zu leisten. Seine Schwingkameraden beschreiben den 22-Jährigen als tiefenentspannten Athleten, der so gut wie nie nervös werde. Die Bergkränze auf Stoos und Schwarzsee holte er in dieser Saison ungefährdet. Überraschender als der Sieg in Baar zum Saisonstart käme ein Triumph in Alp­nach.

Andreas Ulrich

ELEGANT Andreas Ulrich (32) ist immer ein sicherer Wert, wenn es darum geht, einen Favoritenkreis für ein Schwingfest abzustecken. Zu oft mischt der technisch beschlagene Gersauer in den vorderen Ranglistenregionen mit. Am Innerschweizerischen hingegen konnte Ulrich in den letzten Jahren selten mit Spitzenklassierungen glänzen. Bei den letzten fünf Ausgaben war ein geteilter fünfter Rang das höchste der Gefühle. Abseits des Sägemehls ist Ulrich nicht der auffälligste Zeitgenosse, im Wettkampf aber mit allen Wassern gewaschen. In dieser Saison stand er erst bei drei Kranzfesten im Einsatz. Und was passieren kann, wenn er in einen Lauf kommt, erlebten die Zuschauer am Schwyzer Kanto­nalen, das er überlegen für sich entschied.

Innerschweizer Schwing- und Älplerfest 2017

Innerschweizer Schwing- und Älplerfest.Flugplatzgelände Alpnach. Programm. Samstag. 14.00:Öffnung des Gabentempels. – Ab 15.00: Unterhaltung mit diversen Ad-hoc-Formationen im Schwingerdorf. – 17.30: Flugdemonstration Super Puma. – 18.30/20.15: Open-Air-Konzert.

Sonntag. 7.30: Anschwingen. – 9.45: Sonntagsstille. – 10.15: Fortsetzung des Schwingens. – 12.00: Mittagspause. – 13.00: Fortsetzung des Schwingens. – 15.15: Festakt. – 17.00: Schlussgang.

Christian Stucki. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Christian Stucki. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Sven Schurtenberger. (Bild: Roger Grütter/LZ)

Sven Schurtenberger. (Bild: Roger Grütter/LZ)

Philipp Laimbacher. (Bild: Keystone: Urs Flüeler)

Philipp Laimbacher. (Bild: Keystone: Urs Flüeler)

Marcel Bieri. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Marcel Bieri. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Andreas Ulrich. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Andreas Ulrich. (Bild: Pius Amrein / LZ)

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