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SCK-Duftmarke beim Aspiranten

Nostalgie weht beim Besuch des SC Kriens auf dem Aarauer Brügglifeld durchs Stadion. Doch die Fakten sprechen eine nüchterne Sprache.
Balz Bruder, Aarau
Aaraus Verteidiger Nicolas Schindelholz (rechts) klärt gegen Kriens-Stürmer Saleh Chihadeh. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Aarau, 4. August 2018))

Aaraus Verteidiger Nicolas Schindelholz (rechts) klärt gegen Kriens-Stürmer Saleh Chihadeh. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Aarau, 4. August 2018))

«Brügglifeld, nie meh, nie meh!», sangen die Luzerner Fans am 3. Mai 2015 in Aarau. 6:2 fertigten die Innerschweizer den FC Aarau damals ab. Ein gewisser Marco Schneuwly, einziger Akteur auf dem Platz, der für FCA, FCL und SCK gespielt hat, setzte dem Aarauer Debakel in der 93. Minute die Krone auf. Es war die Spielzeit, da der Meister von 1993 den neuerlichen Gang von der Super in die Challenge League antrat. Und seither nicht wieder in der höchsten Liga aufgetaucht ist.

Immerhin: Ein Aargau-Luzern-Derby gibt es in dieser Saison wieder. Auf dem Brügglifeld. Ohne den FCL. Dafür mit dem frechen Aufsteiger SC Kriens. Nie würden sich die ambitionierten Aarauer eingestehen, neidische Blicke an den Fuss des Pilatus zu schicken. Tatsache ist aber: Kriens wird bald haben, worauf Aarau noch lange warten wird: ein neues Stadion.

Ex-Aarauer Siegrist trifft zum 1:0

Aber das ist eine andere Geschichte. Abgesehen davon, dass nicht wenige Aarauer in leicht diabolischer Verkennung der Tatsachen hoffen, der Brügglifeld-Charme möge ebenso nie vergehen wie die Hoffnung auf Spitzenfussball. Derweil die Krienser die Sorge um die alte Kleinfeld-Atmosphäre fast mehr umzutreiben scheint als jene um den Klassenerhalt. So jedenfalls der Eindruck beim Mithören von Stadiongesprächen beim Spiel gegen Rapperswil-Jona vor Wochenfrist in der Swisspor Arena.

Wie dem auch sei: Den Fussballern war es im Moment, da der Schiedsrichter die Drittrunden-Partie auf dem Brügglifeld anpfiff, einerlei. Jedenfalls legten die Krienser ein wahres Startfurioso hin und verzeichneten in den ersten drei Minuten eine Corner-Triplette, ehe die Aarauer zwei hochkarätige Chancen ausliessen. In der Folge entwickelte sich ein animiertes Spiel mit Gelegenheiten für beide Teams. Erst in der 35. Minute schlug es allerdings ein: Der Ex-Aarauer Nico Siegrist verwandelte nach einer Tändelei in der Aarauer Defensive eine Hereingebe von rechts routiniert zur Krienser Führung. Zu diesem Zeitpunkt hätte Aarau längst in Front sein müssen – unfassbar, wie Schneuwly nach einer Viertelstunde am Elfmeterpunkt über den Ball geschlagen hatte.

Und es sollte noch besser kommen für die Krienser: In der 64. Minute fuhren sie einen genialen Konter, den Olivier Kleiner kühl zum 2:0 abschloss. Notabene in einer massiven Druckphase der Aarauer. Diese rannten danach erfolglos an – ein Lattenschuss von Mickael Almeida war das einzig Nennenswerte. Kriens verwaltete abgeklärt und konterte clever.

«Brügglifeld, no meh, no meh!» riefen die Krienser am Ende des Spiels zwar nicht. Doch das neue Derby machte durchaus Lust auf mehr. Von allem. Und in eingefleischten Aarauer Fan-Kreisen war das Bonmot zu hören: «D Chrienser send die bessere Lozärner.» Das war doch schon einmal eine Ansage, die etwas von geheimer Seelenverwandtschaft verriet. Auch wenn Kriens mit vier Punkten im Soll und Aarau mit dem dritten Nuller de suite im Elend ist.

Aarau – Kriens 0:2 (0:1)

Brügglifeld. – 3119 Zuschauer. – SR Cibelli.

Tore: 35. Siegrist 0:1. 64. Kleiner 0:2.

Aarau: Deana; Giger (81. Liechti), Zverotic, Schindelholz, Obexer; Hammerich (46. Peralta), Pepsi; Tasar (68. Misic), Frontino, Almeida; Schneuwly.

Kriens: Osigwe; Urtic, Elvedi, Fäh, Mijatovic; Fanger; Siegrist (75. Ulrich), Cirelli, Schilling (89. Wiget), Kleiner; Chihadeh (83. Seferagic).

Bemerkungen: 59. Lattenschuss Almeida (Aarau). Verwarnungen: 42. Mijatovic. 70. Zverotic. 95. Seferagic.

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