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SCK-Sportchef Bruno Galliker: «Die Bäume wachsen in Kriens nicht in den Himmel»

Der SC Kriens empfängt am Samstag (17.30) im Kleinfeld den FC Wil zum viertletzten Spiel der Saison. Mit einem Sieg ist der Ligaerhalt praktisch geschafft, mit einer Niederlage wird es höchst brenzlig.
Turi Bucher
Zuletzt enttäuschten die Krienser (von links): Marijan Urtic, Albin Sadrijaj, Daniel Fanger und Jan Elvedi. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Rapperswil, 3. Mai 2019)

Zuletzt enttäuschten die Krienser (von links): Marijan Urtic, Albin Sadrijaj, Daniel Fanger und Jan Elvedi. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Rapperswil, 3. Mai 2019)

SC Kriens in den letzten drei Spielen geboten hat. 1:2 gegen Schaffhausen, 0:0 gegen Chiasso, 0:1 gegen Rapperswil-Jona. Ein einziges Kriens-Tor in 270 Minuten. Und das nach einem fantastischen März, in dem sich der SCK sogar kurz der ersten Tabellenhälfte näherte. «Wir konnten in den letzten drei Partien nicht dieselbe Leistung wie im März abrufen. Der März war ein Supermonat, und sofort sind die Erwartungen gestiegen. Im Umfeld des Vereins, in den Hinterköpfen der Spieler», sagt SCK-Sportchef Bruno Galliker. «Aber wir sind immer noch derselbe Aufsteiger Kriens. Die Bäume wachsen bei uns nicht in den Himmel.» Galliker hofft, dass die Krienser Spieler gegen Wil «wieder unbeschwerter als zuletzt in Richtung gegnerisches Tor rennen». Stürmer Saleh Chihadeh, nächste Saison in der Super League beim FC Thun, wird das jedenfalls nicht tun: er ist gesperrt. Ausserdem fehlt Diego Costa verletzt bis zum Saisonschluss.

Vor dem Rückrundenbeginn hatte Galliker orakelt, der Abstiegskampf könne für den SCK bis in die allerletzte Runde dauern. Gerade deshalb ist es für die Mannschaft von Trainer Bruno Berner heute so wichtig zu punkten. Denn Wil ist ein Gegner auf Augenhöhe, was man von den letzten drei Kriens-Gegnern nicht unbedingt sagen kann: Aarau (auswärts), Lausanne (daheim) und Servette (auswärts) sind die drei Spitzenteams der Liga. Für Aarau und Lausanne geht es im Direktduell noch um Punkte im Kampf um den Barragenrang und um einen möglichen Auf-/Abstiegszweikampf gegen den Vorletzten der Super League. Der zukünftige Super-League-Club Servette will seinen Fans in Genf in der Schlussrunde die Party nicht mit einer Niederlage verderben. Durchaus möglich also, dass der SC Kriens aus diesen drei Partien mit null Punkten hervorgeht. Sportchef Galliker will davon allerdings nichts wissen. Als «ganz frech» taxiert er diese Nullpunktekalkulation empört und widerspricht: «Der Druck steigt bei allen. Alle haben ein schwieriges Restprogramm. Und Lausanne beispielsweise wird bestimmt mit einer Portion Respekt nach Kriens reisen.» Doch, so Galliker weiter, die Westschweizer stehen noch nicht zur Debatte, sondern der heutige Gegner aus der Ostschweiz. Galliker, stets im verbalen Austausch mit Coach Berner, hat auch in Einzelgesprächen mit den Spielern die aktuelle Gemütslage der Akteure zu spüren versucht beziehungsweise seine eigene spüren lassen. «Aber ich bin sicher nicht der Sportchef, der vom hohen Sockel herunter einen Vortrag hält.»

Sportchef und SCK-Geschäftsführer Galliker sagt vor dem wegweisenden Wil-Spiel mutig: «Wir haben das Zeug dazu, gegen Wil zu gewinnen. Dann, ja dann glaube ich, dass wir gerettet sind.»

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