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Sechs mögliche Kandidaten: Wer wird Nachfolger von Arno Del Curto?

Die Verantwortlichen beim HC Davos müssen in den kommenden Wochen entscheiden, wer den Platz von Arno Del Curto übernimmt. Ein Blick auf sechs Kandidaten, die den Mann mit Legendenstatus beerben könnten.
Sergio Dudli
Arno Del Curto in seinem letzten Spiel als HCD-Trainer. (Bild: KEY)

Arno Del Curto in seinem letzten Spiel als HCD-Trainer. (Bild: KEY)

Noch bevor die ganze Diskussion um den Nachfolger von Arno Del Curto beim HC Davos richtig aufflammt, steht bereits eines fest: Der neue Mann an der Bande wird es nicht einfach haben. Gaudenz Domenig, Präsident des Clubs, geht sogar soweit und sagt: «Er kann es eigentlich fast nur schlechter machen.» Mit dieser Aussage trifft Domenig den Kern der Sache. Gleichzeitig wirft er damit aber die Frage auf: Welcher Trainer tut es sich an, in die grossen Fussstapfen von Del Curto zu treten?

Mit einer Interimslösung

Genau auf diese Frage müssen Domenig und sein Sportchef René Müller eine Antwort finden. Damit wird vor allem Müller ins kalte Wasser geworfen. Der ehemalige Ausbildungschef ist erst seit wenigen Wochen im Amt. Er folgte just zu dem Zeitpunkt, als Del Curto die Last des Doppelmandats als Trainer und Sportchef zu viel wurde. Nun muss Müller den Mann ersetzen, dem er seine Position verdankt. «Unser Sportchef ist bereits mit der Suche nach einem Trainer beschäftigt», so Domenig.

Bevor der neue Mann übernimmt, wird wohl eine Übergangslösung bis Ende Saison gesucht. Einen genauen Zeitplan haben sich die Verantwortlichen nicht gesteckt. «Wenn wir den richtigen Trainer morgen finden, ist das perfekt. Wahrscheinlicher ist es aber, dass wir einen finden, der erst ab kommender Saison verfügbar ist», sagt Domenig. Das aktuelle Trainerduo, bestehend aus den Assistenztrainern Sandro Rizzi und Remo Gross, bezeichnet Präsident Domenig als «Interims-Interimslösung». Somit dürften die beiden im Rennen um Del Curtos vakanten Posten ausscheiden. Kandidaten gibt es trotzdem genug. Bleibt die Frage, wer sich traut.

Die sechs Kandidaten im Überblick

Luca Cereda

Der Trainer von Ambrì wäre eine adrette Lösung. Der 37-jährige Cereda musste seine Spielerkarriere 2007 wegen Herzproblemen beenden. Ein Jahr später nahm er seine Arbeit im Nachwuchs der Tessiner auf. Seit vergangener Saison ist er Cheftrainer – und hat Ambrì in ruhigere Gewässer geführt. Durch das gezielte Fördern von jungen Spielern hat er sich einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Die grosse Frage ist, ob er sein Ambrì verlässt.

Reto von Arx

Der langjährige Leitwolf der Davoser amtet als Assistenztrainer des U18-Nationalteams. Von Arx war unter Del Curto Captain und prägte dessen Ära mit. Dass die beiden das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne hatten, ist ein offenes Geheimnis. Aber der 42-Jährige kennt den Club wie kein anderer und weiss, wie er junge Spieler anpacken muss. Die Fans würden ihn mit offenen Armen empfangen. Was gegen ihn spricht: Er hat keine Erfahrung als Trainer eines Fanionteams.

Jason O'Leary

Der Kanadier coacht die EVZ Academy in der NLB. Ähnlich wie Reto von Arx und Luca Cereda gilt auch O’Leary als Experte im Umgang mit Talenten. Für seine geleistete Arbeit erhält er Lob von allen Seiten. Vor seiner Tätigkeit bei den Zugern war er während einer Saison Assistenztrainer bei Servette und führte Langenthal in der Saison 2016/2017 zum NLB-Titel. Sein derzeitiger Arbeitgeber würde ihm sicher keine Steine in den Weg legen. Die Zeit für den Schritt zu einem NLA-Club ist reif.

Dan Ratushny

In der vergangenen Saison entliess Lausanne den Trainer, der sie ein Jahr zuvor noch auf Platz vier geführt hatte. Da er seither auf einen Job wartet, stände er per sofort zur Verfügung. Ratushny hatte bei all seinen Stationen als Trainer Erfolg. So gewann er beispielsweise mit Salzburg zwei Meistertitel. Von 2014 bis 2016 trainierte er parallel zu seinen Engagements das österreichische Nationalteam und verfügt daher auch über Erfahrung auf dem internationalen Parkett.

Harijs Witolinsch

Der Lette hat gegenüber der «Südostschweiz» bereits kundgetan, dass er die Aufgabe als Chefcoach in Davos gerne übernehmen würde. Der 50-Jährige spielte während seiner Aktivkarriere unter anderem für Chur, Thurgau und Rapperswil-Jona. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Trainer coachte er die Pikes Oberthurgau. In den vergangenen vier Jahren war er Assistenztrainer beim KHL-Club St. Petersburg und der russischen Nationalmannschaft. Auch er wäre per sofort einsatzbereit.

Kevin Schläpfer

Ein Typ wie Del Curto. Kommt über seine Leidenschaft und hat die grössten Stärken im zwischenmenschlichen Bereich. Einst musste er unter Tränen den Posten des Nationaltrainers ablehnen, weil ihn Biel nicht gehen liess. Sein Image litt allerdings unter seiner Tätigkeit bei Kloten in der Abstiegssaison, als er entlassen wurde. Fraglich ist, ob er mit seiner Art die gewünschten neuen Impulse setzen kann – und von den Spielern nicht als Del-Curto-Klon wahrgenommen wird.

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