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Shaqiri und Seferovic verletzt: So will Petkovic seine Offensivspieler ersetzen

Dem Schweizer Nationalteam fehlt gegen Georgien und Dänemark neben Stürmer Haris Seferovic auch der wichtige Kreativspieler Xherdan Shaqiri verletzt. Nun muss Nationaltrainer Vladimir Petkovic sein System umstellen.
Raphael Gutzwiller

Als im Herbst die Schweizer Nationalmannschaft in der Nations League für Furore sorgte, hatte dies auch taktische Gründe. Xherdan Shaqiri zeigte als neuer Spielmacher grosse Qualitäten, profitierte von den ihm gegebenen Freiheiten. Auch gegen Georgien und Dänemark zum Start der EM-Qualifikation hätte Shaqiri trotz mangelnder Club-Spielpraxis der entscheidende Akteur im Schweizer Offensivspiel sein sollen, vor allem nachdem mit Haris Seferovic der eigentlich formstärkste Stürmer verletzt ausfiel. Nun kann auch Shaqiri verletzt nicht mittun. Er reiste am Montag aus dem Camp der Nationalmannschaft ab.

Am Dienstag hat Nationaltrainer Vladimir Petkovic dafür Shaqiri Kevin Mbabu nachnominiert. Also einen Aussenverteidiger, der nach seiner Verletzung noch nicht auf Touren gekommen wird. Er wird in der Nationalmannschaft diesmal wohl kaum zu Spielzeit kommen.

Viel wichtiger ist für das Schweizer Team also, wie Petkovic seinen besten Kreativspieler in den Partien gegen Georgien und Dänemark taktisch ersetzen möchte.

Ihre Rolle könnte sich ohne Shaqiri verändern: Admir Mehmedi (links) und Granit Xhaka. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus, Zürich, 18. März 2019)

Ihre Rolle könnte sich ohne Shaqiri verändern: Admir Mehmedi (links) und Granit Xhaka. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus, Zürich, 18. März 2019)

Vieles deutet auf ein 4-3-3 hin

In der Nations League liess Petkovic Shaqiri als hängende Spitze auflaufen. Je nach Interpretation und Gegner wechselte jenes System zwischen einem 4-4-1 oder einem 4-2-3-1-System. Shaqiri musste kaum defensive Aufgaben erfüllen, konnte sich voll und ganz auf seine offensiven Ziele fokussieren.

Es ist nicht davon auszugehen, dass Petkovic genau dieselbe Rolle erneut besetzen wird. Shaqiri hat mit seiner kreativen Spielweise in der Schweizer Mannschaft ein Alleinstellungsmerkmal. Es gilt deshalb als wahrscheinlicher, dass Petkovic sein Team in einem 4-3-3-System neu organisiert. In jener Formation gäbe es statt der Shaqiri-Position zwei gleichwertige Achter, dahinter befände sich ein Sechser statt deren zwei. Die drei zentralen Positionen im Mittelfeld dürften hierbei Granit Xhaka, Remo Freuler und Denis Zakaria einnehmen. Genau so stellte Petkovic auch schon im Testspiel gegen Katar (0:1) in der ersten Halbzeit auf, als er Shaqiri zunächst schonte. In der vordersten Reihe könnten in dieser Formation Steven Zuber, Admir Mehmedi und Breel Embolo zum Zug kommen. Aussenseiterchancen auf einen Startelfeinsatz hätte zudem Mario Gavranovic.

Eine andere, aber weniger wahrscheinliche Möglichkeit wäre, dass Petkovic Shaqiri tatsächlich eins zu eins ersetzt. Sowohl Steven Zuber als auch Admir Mehmedi haben bei ihren Bundesliga-Vereinen auch schon im zentralen Mittelfeld agiert. Petkovic sah jedoch beide Akteure bisher ausschliesslich als Flügelspieler. Und Breel Emobolo, der die Position ebenfalls spielen könnte, wird wohl als Mittelstürmer gebraucht.

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