SEGELN: Abstieg – bittere Pille für den Yacht-Club Zug

Die Zuger müssen in die Challenge League absteigen. Trotz viel Kampfgeist konnte das Team mit Skipper Urs Oldani an der letzten Spielrunde der Swiss Sailing Super League die Relegation nicht vermeiden.

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Gut gekämpft und trotzdem verloren: Der Yacht-Club Zug mit Gilles Burst, Paco Weiss, Silvan Bohren und Urs Oldani (von links). (Bild: Walter Rudin (Oberhofen, 1. Oktober 2017))

Gut gekämpft und trotzdem verloren: Der Yacht-Club Zug mit Gilles Burst, Paco Weiss, Silvan Bohren und Urs Oldani (von links). (Bild: Walter Rudin (Oberhofen, 1. Oktober 2017))

Die Ausgangslage vor dem Finale der Schweizer Segelliga war für den Zuger Yacht-Club schwierig. Nur zwei Punkte trennten ihn von einem Abstiegsplatz. Die Belastung war gross und entsprechend nervös ging man am vergangenen Freitag in Oberhofen am Thunersee zur fünften und letzten Runde der Super League an den Start. Immer sechs Boote treten bei diesem Modus in wechselnder Besetzung gegeneinander zu kurzen Rennen an. Das Zuger Team mit Gilles Burst, Paco Weiss, Silvan Bohren und Urs Oldani bekundete Mühe mit den Leichtwindbedingungen und hatte ein Problem mit dem Bootsspeed. Nach einem letzten Platz im Startrennen kamen die Zuger aber doch langsam in Fahrt.

Richtig gut lief es für die Zuger dann am Samstag. Obwohl sie die wohl besten Schweizer Teams als Gegner hatten, konnten sie zwei Rennen nacheinander gewinnen. Oldani hat sich besonders über den ersten Sieg gefreut: «Das entscheidende Manöver machten wir auf dem ersten Vorwindkurs, wo wir früh gehalst haben und so schneller vom neuen Wind profitieren konnten. Das hat uns den entscheidenden Vorsprung gebracht, und den haben wir bis ins Ziel verteidigt.» Einen guten Windriecher hatte die Zuger Crew auch im nächsten Race, das es wiederum für sich entscheiden konnte.

Wenige Meter fehlten für bessere Platzierung

Die Zuger hatten am letzten Tag allerdings kein Wettkampfglück mehr. Einmal erhielten sie von der Jury einen Strafe aufgebrummt, dann fehlten nur wenige Meter für eine bessere Platzierung. An diesem Ligafinale wurde besonders verbissen gekämpft und die Rangliste kräftig durcheinandergeschüttelt. Das Resultat war dann für die Zuger Segler sehr ernüchternd. Obwohl sie alles gegeben haben und mit Rang 9 von zwölf Clubs beim letzten Event auch gar nicht so schlecht klassiert war waren, reichte es nicht für den Ligaerhalt. Die letztplatzierten Klubs des Zwischenklassements hatten zum letzten Spieltag Verstärkung geholt. So hatte beispielweise der Thunersee Yachtclub, der den Final am letzten Wochenende gewonnen hat, den Profisegler Chris Rast verpflichtet.

Die Zuger bleiben ihrem Amateurstatus treu und nehmen es gelassen. Natürlich ist es schade, dass die Zentralschweiz damit nicht mehr in der ersten Segelliga vertreten ist, immerhin werden nächste Saison neben dem Yacht-Club Zug auch der Segelclub Cham und der Yacht-Club Luzern in der Challenge League mit­segeln. Aufstiegsträume dürfen immer gehegt werden.

Walter Rudin

sport@zugerzeitung.ch

Hinweis

Resultate: swiss-sailing-league.ch