SEGELN: Alpnachersee: Revival als Regattarevier

Im Rahmen der «SwissOpenAlpi» werden am Wochenende vom 15. bis 17. September gleich für drei Bootsklassen auf dem Alpnachersee Regatten durchgeführt. Der Segelklub Stansstad macht den Anlass auch für Zuschauer attraktiv.

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Die Jollensegler der 505-Klasse tragen ihre Meisterschaft auf dem Alpnachersee aus. (Bild: Agnes Ammann-Ilien (Alpnach, 15. Oktober 2004))

Die Jollensegler der 505-Klasse tragen ihre Meisterschaft auf dem Alpnachersee aus. (Bild: Agnes Ammann-Ilien (Alpnach, 15. Oktober 2004))

Früher hatten Jollenregatten auf dem Alpnachersee im Schweizer Regattakalender einen festen Platz. In den letzten Jahren haben sich die Aktivitäten aber auf die Organisation einer Jugendregatta beschränkt. Schade, denn für Regatten mit kleineren Booten ist der Alpnachersee eigentlich prädestiniert. Es gibt auf dem ganzen See ein Thermiksystem. An sonnigen Tagen mit grösseren Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht baut sich gegen die Mittagszeit ein thermischer Wind mit drei bis vier Beaufort auf, also ideale Bedingungen zum Segeln. Das haben auch der Segelklub Stansstad und der Wassersportklub Obwalden erkannt und wollen das Revier mit Jollenregatten neu beleben.

Zuschauer sind herzlich willkommen

Ab Freitag, 15. September, findet hier die «SwissOpenAlpi» statt. Die 505er-Jollen führen ihre Klassenmeisterschaft durch. Samstag und Sonntag tragen dann die 470er-Jollen und die­ Fireball-Klasse eine Punkteregatta aus. Im Stansstader Hafen, Seite Holcim, wird die Basis der Flotten zu liegen kommen, und je nach Wetterlage wird unter der Achereggbrücke auf den Alpnachersee ausgelaufen oder direkt vor Stansstad im Gebiet Hergiswil und Horwer Halbinsel regattiert.

Im Hafengelände von Holcim in Stansstad wird ein befristetes Segelzentrum entstehen. Für Besucher stehen hier auch Zelte und Festbänke sowie ein Kioskstand, Getränke- und Würstchenverpflegung bereit. Die Rennjollen stehen derweil auf Slippwagen an Land und können umgehend besichtigt werden. Segler aus der Schweiz und umliegenden Nationen werden den Besuchern Auskunft über ihre Boote geben. Jeweils gegen elf Uhr werden die Boote eingewassert, und die Mannschaften fahren ins Wettkampfrevier. Am Loppersteg an der Alpnachersee-Seite kann das Geschehen aus der Nähe mitverfolgt werden.

Für Walter Limacher, einen der Initianten, ist dies aber nur der Startschuss zu einem grösseren Projekt: «Der Alpnachersee soll sich als Regattaort für Jollen ­etablieren», so Limacher. «Die ‹SwissOpenAlpi› soll jedes Jahr im September die Jollenklassen zu einem grossen Event auf dem See zusammenführen und zu einer festen Grösse im Schweizer Segelsportkalender werden.»

Walter Rudin

regioinalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

«SwissOpenAlpi» auf dem Alpnachersee vom 15. bis 17. September 2017.