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SEGELN: An der Weltspitze geschnuppert

Liz Wedekind qualifiziert sich mit ihrem Drachen für die Europameisterschaft in Thun. Spitzenplätze belegen dort aber ausländische Profis.
Walter Rudin
Liz Wedekind, Franz Isaak und Andy Gantenbein (von links) präsentieren ihren Drachen an der Europameisterschaft in Thun. (Bild: Walter Rudin (Thun, 18. August 2017))

Liz Wedekind, Franz Isaak und Andy Gantenbein (von links) präsentieren ihren Drachen an der Europameisterschaft in Thun. (Bild: Walter Rudin (Thun, 18. August 2017))

Walter Rudin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

«Der Drachen hat nichts von seiner Popularität eingebüsst, es macht Spass, mit einem alten schweren Boot mit klassischem Design zu segeln, weil überall hochstehende Konkurrenz anzutreffen ist», meinte Jochen Schümann, die deutsche Segelkoryphäe, anlässlich der Europameisterschaft der Drachen-Klasse letzte Woche in Thun. In der Tat figurierten hier auf der Meldeliste Weltmeister, Olympiasieger und America’s-Cup-Gewinner. 64 Crews aus 14 Ländern waren nach Thun gereist, darunter auch Teams aus Hongkong oder Dubai. Schweizer konnten sich keine Hoffnungen auf den Titel machen, denn in der Weltspitze regattieren alles Profis.

Liz Wedekind aus Luzern hatte sich mit ihrem schönen Holzdrachen für einen der 15 Schweizer Startplätze qualifiziert. Die Luzerner Crew mit Franz Isaak an der Grossschot und Andy Gantenbein auf dem Vorschiff hatte zwar beim Start jeweils einen guten Riecher für die bevorzugte Seite, mit den Topseglern konnte sie aber nicht mithalten. Trotzdem zeigte sich die Steuerfrau begeistert: «Es ist toll, vor der prächtigen Kulisse der Berner Alpen in einem so riesigen Feld mitzusegeln. Obwohl ich eine der ganz wenigen Frauen bin, die einen Drachen steuert, fühle ich mich hier wie in einer grossen Familie, das Klima unter den Seglern ist wunderbar.»

Die Seglerfamilie hatte sehr viel Zeit, sich auszutauschen. Während der fünf Regattatage konnten insgesamt nur fünf Wettfahrten bei moderaten Winden gesegelt werden, täglich mussten die Regatteure mehrere Stunden an Land auf Wind warten. Nach internationaler Vorschrift muss bei der Drachen-Klasse ein Parcours mindestens drei Kilometer lang sein, das bedeutet, dass eine Wettfahrt über zwei Stunden dauerte, mit ein Grund, dass so wenige Regatten absolviert werden konnten.

Schweizer Meisterschaft 2018 in Luzern

Grosses Ziel von Liz Wedekind ist die Schweizer Meisterschaft, die nächstes Jahr über die Auffahrtstage bei ihrem Heimclub, dem Yachtclub Luzern, ausgetragen wird. Sie träumt von einer Platzierung in den Top 10. Natürlich hofft sie, dass es dann auch mit dem Wind besser klappt. «Der Wind ist nur eine der grossen Herausforderungen, wir rechnen mit einem Teilnehmerfeld von gegen 30 Booten. Da müssen wir Hafen und Bojenfeld räumen, um Platz für die vielen Drachen zu schaffen.» Sie zeigt sich aber zuversichtlich, dass der Yachtclub alles im Griff haben wird, hier ist man sich ja die Organisation von internationalen Regatten gewohnt.

Hinweis

Resultaten unter: dragon-class.ch

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