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SEGELN: Familie Monnin wieder vereint

Jean-Claude, Eric und Marc Monnin aus Immensee gewinnen mit ihrem Vater Luc in Brunnen die Schweizer Meisterschaft. Diese Besetzung gab es bereits vor 30 Jahren.
Eric und Jean-Claude Monnin, Peter Müller, Luc und Marc Monnin (von links) in der Surprise-Klasse. (Bild: Walter Rudin (Sisikon, 13. August 2017))

Eric und Jean-Claude Monnin, Peter Müller, Luc und Marc Monnin (von links) in der Surprise-Klasse. (Bild: Walter Rudin (Sisikon, 13. August 2017))

Es sind schon gut drei Jahrzehnte her, als Vater Monnin seine drei Jungs mit auf seine Surprise-Jacht auf den Zugersee geschleppt hat – den Kleinsten, Marc, noch mit den Windeln. Auch ohne viel Vorbereitung ging es mit der Familie zu den ersten Regatten, zuerst natürlich mit wenig Erfolg. Aber man hat schnell gelernt. Learning by Doing war schon immer Monnins Devise, und es dauerte auch nicht lange, bis sich die ersten Siege einstellten.

Die Söhne haben inzwischen Schweizer Segelgeschichte geschrieben. Als Armin Riele Swiss Match Race Team sind sie in der Weltrangliste auf Platz fünf klassiert, und Eric Monnin konnte im letzten Sommer überraschend den Weltmeistertitel der Platu25-Klasse holen. Jean-Claude war stark im America’s Cup engagiert, früher mit dem Team Alinghi, und erst vor zwei Monaten holte er als Software-Ingenieur mit dem Team New Zeeland die begehrteste Seglertrophäe der Welt. Jetzt, wo der America’s Cup vorbei ist, hat auch Jean-Claude wieder Zeit, gemeinsam mit der Familie zu regattieren. Eric, der als Teamleader das Boot steuerte, zeigte sich begeistert: «Es ist toll, dass wir vier endlich wieder einmal zusammen eine Regatta bestreiten können. Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Meisterschaft der Surprise-Klasse dieses Jahr in Brunnen stattfindet. Damit können wir im Heimrevier mit dem Boot antreten, mit dem wir segeln gelernt haben und gross geworden sind.» Natürlich freute sich auch Vater Luc, der mit über 70 Jahren seinen Ehrgeiz noch keineswegs verloren hat: «Ich habe meinen Söhnen immer gesagt, wir gehen an Regatten, um zu gewinnen, und das halten wir immer noch so.»

Und die Söhne zeigten sich folgsam und konnten nach dem ersten Regattatag souverän die Führung im Klassement übernehmen. Ganz so einfach wurde es dann aber doch nicht. Die Konkurrenz aus der Romandie schien das Revier immer besser in den Griff zu bekommen. «Wir mussten Vollgas geben und waren oft nur haarscharf vor den Verfolgern, wenn man da nur ein bisschen nachlässt, ist es passiert», meinte Eric Monnin nach der Regatta. Obwohl das Team Monnin am Schlusstag keine Wettfahrt mehr gewinnen konnte, reichte es zum Titelgewinn.

Der Regattaverein Brunnen konnte den 20 teilnehmenden Teams während der drei Wettkampftage tolle Bedingungen anbieten. Bei herrlichem Wetter und guter Thermik mit bis zu 5 Windstärken konnten insgesamt zehn Wettfahrten gesegelt werden.

Walter Rudin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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