Segeln: Urs Hunkeler und Enrico de Maria sind das beste Schweizer Team auf dem Urnersee

Die Urnersee-Trophy entschädigt die Segler mit herrlichen Bedingungen für die pandemiebedingten Absagen.

Walter Rudin
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Urs Hunkeler (Steuer) und Enrico de Maria klassierten sich als bestes Schweizer Boot an der Star Trophy.

Urs Hunkeler (Steuer) und Enrico de Maria klassierten sich als bestes Schweizer Boot an der Star Trophy.

Bild: Walter Rudin (Sisikon, 8. August)

Der junge Dirt Regatta Club Sisikon DRCS zeigt sich trotz Corona-Auflagen auch diese Saison sehr aktiv und hat am vergangenen Wochenende für die Finn- und die Star-Klasse eine Punktemeisterschaft lanciert. OK-Präsident Alberto Casco freute sich über die grosse Teilnahme, die ihm allerdings auch organisatorische Schwierigkeiten bereitete. «Die Infrastruktur im Hafen Sisikon genügte für die zehn Star-Jachten und 30 Finn-Jollen nicht, deshalb musste wir als Ausgangspunkt den Föhnhafen in Brunnen wählen», erklärte Casco, der den Regatteuren damit ideale Bedingungen anbieten konnte. Der Urnersee zeigte sich von seiner besten Seite, an beiden Tagen gab es herrliche Thermik.

Eine Olympische Medaille kann man mit einem Starboot zwar nicht mehr holen, die Star-Klasse hat den Olympiastatus vor einigen Jahre verloren. Letztmals wurde 2012 in London Edelmetall verliehen. Trotzdem hat die Kieljacht bei den Seglern nur wenig an Attraktivität verloren.

Podestplatz für Hunkeler

In Brunnen war die gesamte Schweizer Elite am Start – und dazu gehören auch Zentralschweizer. Der Luzerner Urs Hunkeler hatte vorletztes Jahr mit dem ehemaligen Olympioniken Enrico de Maria als Vorschoter den Schweizer Meistertitel am Neuenburgersee geholt und galt als Anwärter auf den Sieg. Ein zweiter Luzerner, Lorenz Zimmermann, hatte letztes Jahr den Meistertitel nur knapp verpasst. Während Zimmermann enttäuschte, konnte das Duo Hunkeler/de Maria auf dem Urnersee gut mithalten. Den Sieg machten allerdings zwei deutsche Boote unter sich aus. Der Kampf um den letzten Podestplatz wurde erst im letzten Lauf entschieden den Hunkeler gewann. «Wir hatten bei etwas weniger Wind einen optimalen Start erwischt und dann auf der Startkreuz auf die richtige Seite gesetzt», meinte Hunkeler nach der Regatta.

Das Finn-Dinghy wird nach Tokio 2021 seinen Olympiastatus ebenfalls verlieren, die Klasse erfreut sich aber immer noch grosser Beliebtheit. Die kleine Jolle mit dem 10Quadratmeter grossen Segel ist ein Boot für starke Männer und diese wurden auf dem Urnersee bei bis 5Beaufort Wind gefordert.

Haas verpasst Top Ten

Im grossen Regattafeld segelte nur ein Zentralschweizer mit: Benjamin Haas vom Yachtclub Sempachersee. Er hatte zwar nach dem ersten Wettkampftag noch Ambitionen unter die ersten Zehn zu fahren, fiel aber am Sonntag weiter zurück. Sieger wurde Christoph Burger vom Thunersee-Yachtclub.

Resultate unter: www.drcs-sailing.com

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