SEGELN: Zuger liebäugeln mit Spitzenplatz

Die Konkurrenz rüstet mit dem Aufgebot von Olympia- und Nationalkaderseglern für die dritte Spielrunde der Schweizer Segel-Nationalliga auf. Trotzdem erreicht das Team des Yacht-Clubs Zug sein bestes Resultat.

Walter Rudin
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Sind auf dem Weg an die Spitze der Schweizer Segelliga: die Zuger Gianpietro Cerletti, Ansgar Adamczyk, Lino Cerletti und Michael Adamczyk (von links). (Bild: Claudia Somm (Kreuzlingen, 26. Mai 2017))

Sind auf dem Weg an die Spitze der Schweizer Segelliga: die Zuger Gianpietro Cerletti, Ansgar Adamczyk, Lino Cerletti und Michael Adamczyk (von links). (Bild: Claudia Somm (Kreuzlingen, 26. Mai 2017))

Walter Rudin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die zwölf besten Schweizer Segelclubs kämpften am Wochenende auf dem Bodensee vor Kreuzlingen um die Führung in der Segel-Nationalliga und um die vier Startplätze in der internationalen Sailing Champions League. Die Spitze ist in diesem Jahr im Laufe der letzten Acts immer enger zusammengerückt. Viele Klubs versuchen, durch die Integration von Spitzenseglern die Ausgangslage für ihre Teams zu verbessern. So segeln beispielsweise die beiden Kadermitglieder und Olympiateilnehmerinnen von Rio – Linda Fahrni und Maja Siegenthaler – für den Yachtclub Thunersee. Oder Simon Brügger, mehrfacher Olympiateilnehmer, verstärkt den Regattaclub Oberhofen.

Nicht so der Zuger Yachtclub. Es wurde die gleiche Crew an den Bodensee geschickt, die sich beim Act 1 in Locarno wacker geschlagen hatte. Die Gebrüder Michael und Ansgar Adamczyk können auf eine erfolgreiche Karriere auf den Zweimannbooten zurückblicken. Gianpietro Cerletti ist der Juniorenchef des Zuger Yachtclubs. Komplettiert wird das Team durch Cerlettis Sohn Lino. «Das Team hat sich sehr zielgerichtet vorbereitet», weiss Teamchef Philipp Koch, «Manöver und die Startvorbereitung standen im Mittelpunkt.»

Zwischenzeitlich sogar auf dem Podest

Die Segelbedingungen in der Konstanzer Bucht waren anspruchsvoll, und trotz der Hitze war höchste Konzentration gefordert. Winddreher mussten antizipiert werden. Wer die unterschiedlichen Windfelder nicht richtig zu deuten wusste, befand sich plötzlich im Abseits. Es waren Bedingungen, mit denen die Zuger gut zurechtkamen. Mit mehreren Laufsiegen konnten sie sich im Zwischenklassement sogar erstmals auf einen Podestplatz vorarbeiten.

«Die Crew hat gegenüber früher härter gekämpft, auf dem Vortritt beharrt und sich besser durchgesetzt», erklärt Teamchef Philipp Koch. «Und wenn sie am Start einmal in Führung sind, dann lassen sie sich nicht mehr überholen.» Doch die beiden letzten Wettfahrten gelangen den Zugern nicht mehr nach Wunsch, in der Startphase wurden sie abgedrängt. Platz sechs in der Schlussabrechnung, bei immer steigendem Niveau – diese Leistung kann sich sehen lassen.

Swiss Sailing League

Kreuzlingen. Act 3: 1. RC Bodensee 48 Punkte. 2. RC Oberhofen 48. 3. Genève 50. 4. Société Nautique Rolloise 52. 5. YC Bielersee 53. 6. YC Zug 55. 7. YC Thunersee 61. 8. Neuchâtel 65. 9. Zürcher Yacht Club 65. 10. La Neuveville 66. 11. Kreuzlingen 75. 12. Zürcher Segel Club 77.