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Serbien: Grosse Namen, politische Probleme

Serbien besitzt ein Team mit vielen bekannten Spielern und hat eine überzeugende Qualifikation gespielt. Doch immer wieder mischt sich die Politik in das Nationalteam ein. Deshalb warf Erfolgstrainer Slavoljub Musiln hin.
Raphael Gutzwiller
Serbiens neuer Trainer Mladen Krstajic. (Bild: Dominik Angerer/EPA)

Serbiens neuer Trainer Mladen Krstajic. (Bild: Dominik Angerer/EPA)

Nach acht Jahren ist Serbien endlich wieder an einer Endrunde dabei. Seit 2010 verpassten die Serben zweimal die Qualifikation für die EM sowie für die Weltmeisterschaft in Brasilien. Grund für den sportlichen Misserfolg des Balkan-Landes sollen auch politische Probleme sein. Bis heute gilt der Fussball in Serbien als Vehikel politischer Machtkämpfe – angeblich bis hinauf zu Staatspräsident Aleksandar Vucic. Bestehende Strukturen aus dem Sozialismus, kombiniert mit mafiösen Zügen in Verbandsspitzen sowie rassistische Tendenzen in der Fan-Szene, sorgen für Zuschauerrückgang, Ausschreitungen und Spielmanipulationen.

Trotz einer überzeugenden Qualifikation kamen politische Einmischungen auch zuletzt wieder zum Tragen. Zuvor hatte Serbien in zehn Spielen nur einmal verloren, gewann die Qualifikationsgruppe vor den EM-Teilnehmern von 2016 Irland, Österreich und Wales. Erfolgstrainer Slavoljub Muslin warf den Bettel dennoch hin – aus Verärgerung über Vorgaben «von oben» für die Zusammenstellung des Kaders. Der bisherige Assistent Mladen Krstajic übernahm. Seine bekanntesten Spieler sind Captain Branislav Ivanovic (Zenit St. Petersburg), Aleksandar Kolarov (AS Roma), Nemanja Matic (Manchester United) und Stürmer Aleksandar Mitrovic (Fulham). Mitrovic ist optimistisch: «Wir haben eine gute Mannschaft, die gegen jeden Gegner der Welt bestehen kann.»

Serbien

Einwohner: 7, 1 Millionen
Weltrangliste: 35
WM-Teilnahmen: 12 (10 als Jugoslawien)
Bestes WM-Ergebnis: 1930 und 1962 im Halbfinal als Jugoslawien Gründung Verband: 1919
Beitritt zur Fifa: 1921

Besonderheit

Serbien produziert rund ein Drittel aller Himbeeren weltweit. Pro Jahr werden über 100 000 Tonen Himbeeren hergestellt. Die Einnahmen durch den Verkauf von Himbeeren belaufen sich jährlich auf mehr als 250 Millionen Franken.

Kader

Torhüter: Dmitrovic (SD Eibar), Rajkovic (Maccabi Tel Aviv), Stojkovic (Partizan Belgrad).
Verteidigung: Ivanovic (Zenit), Kolarov (Roma), Milenkovic (Florenz), Rodic (Roter Stern Belgrad), Rukavina (Villarreal), Spajic (RSC Anderlecht), Tosic (Besiktas Istanbul), Veljkovic (Werder Bremen). Mittelfeld: Grujic (Cardiff), Kostic (Hamburg), Ljajic (FC Turin), Matic (Man. United), Milinkovic-Savic (Lazio), Milivojevic (Crystal Palace), Radonjic (Roter Stern Belgrad), Tadic (Southampton), Zivkovic (Benfica). Stürmer: Jovic (Eintracht Frankfurt), Mitrovic (FC Fulham), Prijovic (PAOK Saloniki).
Trainer: Mladen Krstajic.

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