FCL-Youngster Sidler: «Drei Kommandos auf einmal blockierten mich»

Der 21-jährige Silvan Sidler zählt bereits zu den erfahrenen Profis beim FC Luzern. Zudem ist der im Team Zugerland gross gewordene Linksverteidiger Stammspieler in der U21-Nationalmannschaft. 

Daniel Wyrsch
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Dynamischer Aussenverteidiger: Silvan Sidler (links) zieht dem FCZ-Angreifer Adrian Winter davon.

Dynamischer Aussenverteidiger: Silvan Sidler (links) zieht dem FCZ-Angreifer Adrian Winter davon. 

Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 25. Januar 2020)

Abwehrmann Trotz seinen erst 21 Jahren gehört Silvan Sidler bereits zu den erfahrenen Super-League-Spielern in der jungen Luzerner Mannschaft. Der Aussenverteidiger hat in etwas mehr als zwei Jahren bereits 53 Ligapartien absolviert. Ihn beeindruckt, wie detailversessen der neue Trainer Fabio Celestini mit dem Kader arbeitet. «Er verbessert viele Dinge.»

Die Basis unter Celestini sei, «eine geschlossene, kompakte Defensive». Silvan Sidler weist daraufhin, als Team gegen die beste Schweizer Mannschaft nicht viel zugelassen zu haben. Beim 2:0-Heimsieg am letzten Samstag gegen YB hat der FCL offensichtlich viel Selbstvertrauen getankt. «Nur spielerisch nahmen wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel Risiko», stellt Sidler fest. Er sei froh, würden sie nun deutlich mehr Wert auf einen gepflegten Spielaufbau legen. «So bekommen wir mehr Lösungen in der Offensive und sind nicht mehr so berechenbar. Vorher war es zu einseitig.»

Gegen Xamax die Duelle um den zweiten Ball gewinnen

Morgen in Neuenburg gegen Xamax «wollen wir wieder Lösungen kreieren». Aber auch dagegenhalten. Gerade bei den zweiten Bällen sei es sehr wichtig, die Duelle zu gewinnen. «Haben die Xamaxiens Platz, dann können sie damit etwas anfangen.» Celestini warnt besonders vor dem Sturmduo Gaëtan Karlen und Raphaël Nuzzolo: «Karlen ist kopfballstark und physisch sehr präsent. Nuzzolo geht zwischen die Linien, wenn er den Ball in seinen Füssen hat, ist er für jedes Schweizer Team gefährlich.» Der FCL-Coach lobt ausserdem die straffe Organisation des 5-3-2-Systems der Neuenburger unter Joël Magnin.

Gelungenes Zuspiel auf 1:0-Vorbereiter Schürpf

Silvan Sidler ist gewarnt. Zwar hat er Pascal Schürpf beim cleveren Assist zum entscheidenden 1:0 von Eigentorschütze Fabian Lustenberger gegen YB freigespielt, doch andererseits ist ihm auch ein Lapsus in der Abwehr unterlaufen, als er einen langen Ball von Cédric Zesiger im eigenen Strafraum nicht kontrollieren konnte. Was war passiert? «Gleich drei Kommandos auf einmal blockierten mich», antwortet der U21-Internationale, «aber das darf mir nicht mehr passieren, ich muss mich besser konzentrieren und orientieren, wo die Gegenspieler stehen.»

Daran und am Flanken und Passen hat Silvan Sidler gestern Freitag gearbeitet. 48 Stunden vor dem Spiel arbeiten die Profis unter Celestini nun individuell. «Das tut mir gut», stellt Sidler fest.