Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Sidler will seine Chance packen

FCL-Aussenverteidiger Silvan Sidler hat eine schwere Zeit hinter sich, häufig sass er nur auf der Tribüne. Weil Konkurrenten verletzt sind, durfte er zuletzt wieder spielen. Er will seinen Platz nicht mehr hergeben.
Raphael Gutzwiller
Silvan Sidler (rechts) im Duell mit Basels Silvan Widmer. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))

Silvan Sidler (rechts) im Duell mit Basels Silvan Widmer. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))

Verletzungen sind so eine Sache im Fussball. Als Fussballer wünscht man niemandem eine Verletzung, schon gar nicht seinem Mitspieler. Und doch kommt für einige Spieler erst dann die Chance in der Startelf zu stehen, wenn ein Konkurrent verletzt ausfällt. So geht es derzeit FCL-Aussenverteidiger Silvan Sidler.

Der 20-Jährige stand zum Saisonstart mehrfach in der Startaufstellung, vor allem weil einige Spieler verletzt ausgefallen waren. Doch spätestens nach dem Transfer des Georgiers Otar Kakabadze spielte Sidler in den Überlegungen von Trainer René Weiler keine Rolle mehr. Erst am letzten Sonntag beim 1:1-Unentschieden gegen Basel stand der gebürtige Zürcher wieder in der Startelf. Natürlich wieder wegen Verletzungen von Konkurrenten. Kakabadze und Simon Grether fielen verletzt aus.

Wochenlang nur noch auf der Tribüne

Doch Silvan Sidler hat seine Chance genutzt, zeigte eine gute Leistung. «Ich bin zufrieden», findet er auch selber. Vielleicht ist es Zufall, dass Sidler ausgerechnet gegen den FCB wieder spielen durfte, aber es passt. Basel ist so was wie der Lieblingsgegner von Sidler. Sein Profidebüt hatte er zwar am 5. November 2017 gegen den FC St. Gallen gegeben, Einsatz Nummer zwei und drei waren dafür jeweils Duelle mit Basel. Gegen kein anderes Super-League-Team trat Sidler so oft an wie gegen Basel: viermal bereits, obwohl er insgesamt erst 20 Spiele für die Profimannschaft des FCL gemacht hat – Cupspiele und internationale Auftritte eingerechnet. «Die Partie gegen Basel war also nichts Neues für mich», sagt Sidler. «Ich habe mich vor allem sehr gefreut, endlich wieder für die 1. Mannschaft zu spielen.»

Silvan Sidler hat keine einfache Zeit hinter sich, wochenlang sass er nur auf der Tribüne und musste in der U21 in der 1. Liga Spielpraxis sammeln. «Natürlich habe ich mich hinterfragt. Mein Anspruch ist es sicher nicht, nur auf der Tribüne zu sitzen.» Als Strafaufgabe habe er die Einsätze in der U21 nicht gesehen. «Es ging für mich darum, im Spielrhythmus zu bleiben, auch für die U-21-Nationalmannschaft.»

Seit seinem Länderspieldebüt im September gegen Liechtenstein (3:0) darf sich Sidler Nationalspieler nennen. Zuletzt stand er beim 1:1-Unentschieden gegen Frankreich 90 Minuten auf dem Platz. Der ehemalige FCL-Stürmer Mauro Lustrinelli und heutige U21-Nationaltrainer hält viel von Sidler. Der junge Verteidiger sagt, dass er das Vertrauen des Trainers spüre. «In der Nationalmannschaft fühle ich mich wohl, es macht mich stolz, für die Schweiz zu spielen.» Sidler, der im Frühling seine KV-Lehre beim Kanton Zug abschloss und seither Vollprofi ist, hat davor nie in einer U-Nationalmannschaft gespielt. Er weiss, dass er sich weitere Aufgebote nur durch gute Leistungen beim FC Luzern verdienen kann.

Sein Trainer René Weiler lobt und kritisiert Sidler gleichermassen. «Charakterlich ist er einwandfrei, er hat eine super Einstellung. Zudem ist er schnell und aggressiv. Was Silvan aber noch fehlt, ist, dass er in gewissen Spielsituationen richtig reagiert.» Auch Sidler selber findet, dass er noch «eine Schippe drauflegen» müsse: «Lange war ich zu wenig aggressiv, das konnte ich verbessern. Nun geht es darum, dass ich ruhiger werde und schnell von Erfahrungen lernen kann.»

Gegen den Gegner am Samstag, den FC Sion, trat Sidler noch nie an. Er weiss aber: «In Sion ist es nie einfach. Aber zuletzt haben wir auswärts immer gut gespielt, und auch unsere gute Leistung gegen Basel stimmt mich positiv.» Ob Sidler erneut in der Stammelf steht, weiss er nicht. Denn mit Simon Grether ist ein Konkurrent wieder fit. «Aber ich hoffe natürlich, dass ich spielen darf.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.