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Sie wollen die Schweizer Frauen-Eishockey-Liga aufmischen

Noemi Ryhner und Rahel Enzler wollen mit Reinach die Schweizer Frauen-Eishockey-Liga aufmischen.
Daniel Monnin

Sechsmal ZSC Lions, fünfmal Lugano: Das sind die Meister der letzten 11 Jahre. Dahinter teilten sich Reinach (5), Neuchâtel Hockey Academy (3), Bomo Thun (1) sowie die Lions und das mittlerweile in der SWHL B spielende Langenthal die Bronzemedaillen auf. Vor allem Reinach wird aufgrund seines starken Kaders auch in der am Wochenende beginnenden Meisterschaft der erste Herausforderer des Spitzenduos sein. Noemi Rhyner, die Zugerin im Team der Aargauerinnen, geht in ihrer persönlichen Einschätzung sogar noch einen Schritt weiter: «Wir können Meister werden.»

Noemi Ryhner. (Bild: Werner Schelbert, Zug, 21. Dezember 2015)

Noemi Ryhner. (Bild: Werner Schelbert, Zug, 21. Dezember 2015)

Rahel Enzler, ihre Schwyzer Teamkollegin, pflichtet ihr bei: «Ja, das können wir.» Für beide ist klar, dass Reinach aus einer Art Aussenseiterposition startet. Man werde sich beweisen müssen, Wege finden, um die beiden Spitzenteams zu ärgern.

Rahel Enzler. (Bild: Maria Schmid, Unterägeri, 23. März 2017)

Rahel Enzler. (Bild: Maria Schmid, Unterägeri, 23. März 2017)

Ein erstes Ausrufezeichen setzten die Aargauerinnen mit einem souveränen Gewinn des Vorbereitungsturniers in Huttwil, als sie die weniger hoch eingeschätzten A-Teams Weinfelden und Bomo Thun sowie die B-Teams Langenthal, Bassersdorf und GCK Lions klar schlugen.

Sowohl Ryhner als auch Enzler gehören mittlerweile dem Stamm der Nationalmannschaft an und beide stehen vor ihrer (möglicherweise) letzten Saison im Schweizer Frauen-Championat. Enzler ist im letzten Lehrjahr und wird ab kommendem Sommer an der University of Maine studieren und spielen. Das ist auch Ryhners Traum, die nach dem Abschluss ihrer KV-Sportlehre ebenfalls ihren «American Dream» verwirklichen möchte. Doch vorerst sind beide auf Meisterschaft und Nationalteam fokussiert. Rhyner: «Ich hatte ein sehr gutes Sommertraining, fühle mich fit und hoffe, dass ich das auf einem konstant hohen Level durchziehen kann.»

Lara Stalder und das grosse «Klassentreffen»

Auch Rahel Enzler ist fit und bereit. «Es freut mich besonders, dass ich erstmals ein Team als Captain anführen darf, das motiviert mich zusätzlich. Ich will als Motivator vorangehen und mich für eine gute Stimmung und einen guten Zusammenhalt im Team einsetzen», sagt die 19-Jährige. Eine ähnliche Rolle stellt sie sich auch in der Nationalmannschaft vor: «Mein Ziel ist es, in eine Führungsposition hineinzuwachsen.» Ziel ist die Weltmeisterschaft im kommenden April im kanadischen Halifax.

Zwei Luzernerinnen starten ebenfalls in die Meisterschaft: Lara Stalder, seit Jahren Nati-Stütze, hat innerhalb der schwedischen Top-Liga vom Spitzenteam Linköping zum Mittelfeldteam Brynäs gewechselt. «Brynäs hat sich klar verstärken können und ich bin guter Dinge, dass wir ein Wort im Kampf um die beste Playoff-Ausgangslage werden mitreden können.»

Lara Stalder. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 24. Juni 2016)

Lara Stalder. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 24. Juni 2016)

Stalder wird in Bynäs nicht nur mit ihrer Nati-Kollegin Sarah Forster spielen, sondern erstmals seit Jahren wieder zusammen mit ihren ehemaligen Uni-Kolleginnen aus gemeinsamen Minnesota-Zeiten, Michela Cava (Kanada) und Katerina Mrazova (Tschechien), auf dem Eis sein. «Sie werden das Team besser machen», ist die ehemalige Liga-Topskorerin, die eine «kleine Seuchensaison mit einigen Verletzungen» hinter sich hat und auch die WM verpasste, überzeugt.

Oona Emmenegger spielt zweite Saison in Kanada

Auch Oona Emmenegger, die 19-Jährige aus Rain, die erst kürzlich ihr Nati-Comeback feierte, spielt im Ausland, bei den John Abbott Islanders, dem Team des gleichnamigen Colleges in Montréal. Ihr Ziel ist es, «in meiner zweiten Saison nach gewissen Anpassungsschwierigkeiten mehr Eiszeit und mehr Verantwortung zu erhalten». Dafür habe sie «im Sommer mit einem speziellen Programm, das mir die kanadischen Coaches mitgegeben haben, zu Hause in Luzern hart gearbeitet. Ich fühle mich gut und bin bereit.» Die ersten Einsätze hat sie bereits hinter sich.

Oona Emmenberger. (Bild: Roger Grütter, Hochdorf, 28. Februar 2016)

Oona Emmenberger. (Bild: Roger Grütter, Hochdorf, 28. Februar 2016)

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