Sieg bringt Krienser Handballern wichtige Punkte

Der HC Kriens-Luzern gewinnt sein schweres Auswärtsspiel gegen die Lakers Stäfa mit 40:28. 18 Minuten lang suchte der HCK in der Frohberghalle den Tritt. Ein Timeout von Coach Torben Winther brachte die Wende.

Drucken
Teilen

Dass die Fahrt zu den Lakers Stäfa für den HC Kriens-Luzern alles andere als ein Sonntagsausflug werden würde, das hatte Coach Torben Winther seinem Team im Vorfeld des Spiels mehr als einmal deutlich gemacht. Dementsprechend trat das junge und unbekümmerte Team des Gastgebers der Lakers Stäfa denn auch auf. Frech begegnete er dem Playoff-Anwärter anfangs auf Augenhöhe.

Weil auch der HCK einen ganz passablen Start erwischte, entwickelte sich ein spannendes und intensives Spiel. Dann aber wiederholte sich beim HCK, was diese Saison schon mehrmals zu beobachten war: Das Team hat noch nicht die Stilsicherheit eines zusammengewachsenen Ensembles. Kleinigkeiten genügen, um es aus dem Konzept und vom richtigen Weg abzubringen.

Stäfas Team nutzte dies gnadenlos aus und schlug nach 15 Minuten die ersten Pflöcke ein. Bei der 12:8-Führung der Zürcher hatte Coach Torben Winther genug. Er zückte bereits seine grüne Karte und redete seinem Team beim Timeout eine Minute ins Gewissen. Die Worte des schlauen Trainerfuchses haben den Zweck offenbar erreicht: Der HCK kam verwandelt aufs Feld zurück und war ab diesem Moment kaum mehr wiederzuerkennen.

Es dauerte nicht lange, und der Rückstand war aufgeholt. Mit einer 15:14-Führung gingen die Krienser in die Garderobe. Und legten gleich nach der Pause wieder los wie die Feuerwehr. Eine starke Deckung ermöglichte Gegenstoss-Tore, offensiv lief es ebenfalls deutlich besser als auch schon. In dieser Konstellation zerbrach Stäfa letztlich, und dem Gast aus der Innerschweiz gelang eine eindrückliche Matchdemonstration.
Freuen darf man sich über diesen feinen Kantersieg - einbilden hingegen sollte man sich darauf aber nichts. Dazu knickte der Strohhalm von Stäfa in diesem Spiel zu früh. Für den HCK hingegen muss gelten: Sieg und Punkte mit Freude geniessen - und sich topseriös auf die Bestätigung vorbereiten. Und die wird es in sich haben. Denn schon im Mittwoch-Spiel gegen den HSC Suhr-Aarau wird vom HCK in der eigenen Halle ein undiskutabler Sieg erwartet, danach folgen die beiden Europacup-Premieren gegen Aguas Santas.
Zwei weitere wichtige Etappen im Lernprozess des HCK. Erst wenn der HCK auch diese Aufgaben souverän bestanden hat, wird der Eindruck aus Stäfa bestätigt, dass der HCK mit dem Sieg auf dem Frohberg definitiv über dem Berg ist.

Benedikt Anderes /HC Kriens-Luzern


Lakers Stäfa - HC Kriens-Luzern 28:40 (14:15)
Frohberg Stäfa, 450 Zuschauer. SR Bernet/Wick.

Spielverlauf:0:2, 1:3, 2:3, 4:3, 5:4, 6:5, 7:6, 8:6, 10:7, 12:8, 12:10, 12:12, 12:13, 14:15; 15:18, 17:22, 18:27, 20:31, 23:37, 25:40, 28:40;

Lakers Stäfa: Portmann/Baer; Jud (7) , Pulver , Affentranger (1), Mächler , Milicic (3/1), Brunner (2), Huwiler, Nielsen (6) , Bleuler, Cvijetic (2), Kurbalija (4), Füglister (3).

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev (ab 23., 14 Paraden); Fellmann (3), Willisch (1), Hedin (1), Båverud (3), Steiger (6), Raemy (5), Beljanski (3), Nyffenegger (4), Hess, Stankovic (11/6), Petrig (3)
Bemerkungen: Kriens ohne Schmid und Baviera (beide verletzt). Milicic wegen Rückenschmerzen in der 2. Halbzeit nicht mehr eingesetzt. Kriens und Stäfa je 4x2 Minuten. Steiger verschiesst Penalty.