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Siegermuni Kolin ist der Schönste im Land

Der Siegermuni ist in die Stallungen auf dem Stierenmarkt gezogen. Bald folgt sein grosser Auftritt und bald hat er einen neuen Besitzer.
Andrea Muff

Siegermuni Kolin bekommt wohl bald ein neues Zuhause: Am 25. August wird im Sägemehl der Arena Zug der Sieger des diesjährigen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (Esaf) ausgemacht, wer den Hauptpreis bekommt. Bis Muni Kolin aber in die Arena geführt wird, wohnt er quasi in den Stierenstallungen auf dem Zuger Stierenmarktareal beim Gabentempel. Gesellschaft leisten dem Siegermuni fünf Rinder, drei Pferde und ein Fohlen – die Lebendpreise der sportlichen Grossveranstaltung.

Siegermuni Klolin betrachtet sich im Spiegel. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, 1. Juni 2019)

Siegermuni Klolin betrachtet sich im Spiegel. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, 1. Juni 2019)

Fast 400 Preise – inklusive derjenigen für die Steinstösser – umfasst der Gabentempel. Der Wert liegt bei ungefähr einer Million Franken, die Preisspanne reicht von 1000 bis 30 000 Franken. Den Höchstbetrag bekäme der Schwingerkönig, wenn er statt des Munis Bargeld wählen würde. Die Bandbreite des Gabenmixes reicht von eher traditionellen Preisen bis zu sehr modernen. Das heisst, es gibt Stabellen (Bauernstühle) mit urchigen Motiven, verzierte Trychlen, Bikes, Motorsägen, Sideboards, Vitrinen, diverse elektronische Geräte oder auch Gutscheine für die nächsten Ferien. Verantwortlich für einen guten Mix im Gabentempel ist Gabenchef Kurt Häfliger. Er reiste mit einer Gabendokumentation in den vergangenen Monaten von Spender zu Spender. «Ungefähr 200 Gabenspender aus der ganzen Schweiz habe ich persönlich besucht», sagte Häfliger gegenüber unserer Zeitung.

1200 Kilogramm schweres Prachtvieh

Für Siegermuni Kolin war die Zeit vor dem sportlichen Grossereignis in der Stadt Zug erheblich ruhiger: Auf dem Hof Weidmatt von Otto Nussbaumer in Unterägeri wurde der junge Stier gepflegt von Mändel Nussbaumer. Kolin ist ein Prachtkerl von einem Muni: 1200 Kilogramm schwer, dreieinhalb Jahre alt, ein Original-Braunvieh-Stier und offensichtlich potent. Denn als er von einer Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA besucht wurde, sprangen vergnügt neun junge Kälblein zum Brunnentrog – die Nachkommen des Munis.

Auch sonst liess es sich Kolin gut gehen. Mändel Nussbaumer, der eigentlich Urs Nussbaumer heisst, gewöhnte ihn mit lauter Musik und Spaziergängen durch Menschenmengen an seinen finalen Auftritt am Sonntagnachmittag des 25. August. Zudem hegte und pflegte er den Stier seines Bruders. Er polierte etwa die Hörner mit Melkfett, bürstete die Haare zwischen den Hörnern und am Schwanz, frisierte diese mit Haarspray und toupierte sie. Auch das Einfärben der Klauen mit schwarzem Spray gehörte zum Beautyprogramm des Siegermunis.

Mändel Nussbaumer betreut Kolin liebevoll. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, 1. Juni 2019)

Mändel Nussbaumer betreut Kolin liebevoll. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, 1. Juni 2019)

Zum Siegermuni erkoren wurde Kolin an einem Casting vor fast drei Jahren während des traditionellen Zuger Stierenmarktes. Damals hiess er noch Rubel. Dies änderte sich ein Jahr später, wiederum am Stierenmarkt. Der Taufname Kolin sei eine Hommage an die Zuger Bannerträgerfamilie, hiess es damals. Die Paten des Siegermunis sind Harry Knüsel, der einzige Schwingerkönig der Innerschweiz, und die viermalige Schwingerkönigin Sonia Kälin.

Neben dem Gabentempel ist nun auch die Gabenbeiz und Schwinger-Bar, die durch lokale Schwingklubs betrieben wird, auf dem Stierenmarktareal in der Stadt Zug täglich geöffnet. Das musikalische Unterhaltungsprogramm stimmt bereits auf das kommende Grossereignis ein.

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