SC-Kriens-Spieler Siegrist nach 1:1 gegen den FC Wil: «Ja, ich war frustriert»

Eigentlich ist ein 1:1 gegen den Tabellenzweiten FC Wil für den SC Kriens ein ­Erfolg. Aber der ehemalige FCL-Spieler Nico Siegrist lief letzten Sonntag nach dem Punktgewinn ziemlich zugeknöpft und mit ziemlich versteinerter Miene davon.

Arthur Bucher
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Nicht in der 3. Liga: Kriens-Stürmer Nico Siegrist.  Bild: Philipp Schmidli (28. Mai 2018)

Nicht in der 3. Liga: Kriens-Stürmer Nico Siegrist.  Bild: Philipp Schmidli (28. Mai 2018)

«Wir haben zwei Punkte verloren, nicht einen Punkt gewonnen», sagte er auch noch drei Tage nach dem 1:1. Und: «Ja, ich war frustriert. Das ist doch hoffentlich Beleg genug dafür, dass ich mit der richtigen Einstellung zur Sache gehe. Wenn es mir gleichgültig wäre, könnte ich ebenso in der 3. Liga spielen.»

Nun spielen die Krienser heute in Vaduz. Siegrist sagt: «Wil spielte eher defensiv. Vaduz wird das Spiel nach vorne suchen. Solche Gegner liegen uns mehr, das verschafft uns auch mehr Raum.»

Kriens muss einfach einen Klub hinter sich lassen

Ein Blick auf die Tabelle genügt, um zu sehen, dass Kriens nach dem Aufstieg zwar zufriedenstellend in die Saison gestartet ist, es aber schwierig wird, im Kampf um den Ligaerhalt einen der gegnerischen Klubs mit ausnahmslos höheren Budgets hinter sich zu lassen. Siegrist: «Wen wir hinter uns lassen, ist letztlich egal, einfach mindestens einen».

Der 27-jährige Siegrist trainiert viermal pro Woche, ist in einem 60- bis 65-Prozent-Pensum als Sekundarlehrer in Hitzkirch tätig und nimmt bald das Studium wieder auf, um den Master in Sportwissenschaft abzuschliessen. Er sagt über die Challenge League beziehungsweise über den SCK: «Die Saison ist jung, man kann noch nicht viel analysieren. Aber unsere ersten Spiele haben gezeigt, dass wir gegen jeden punkten können, wenn wir geschlossen als Mannschaft auftreten. Und dass wir aufs Dach kriegen, wenn wir das nicht tun.» (tbu.)

Kriens ärgert Wil ... und sich selber

Aufsteiger SC Kriens punktet auch gegen den Tabellenzweiten: 1:1 (0:0) gegen den FC Wil. So wirklich freuen mochte man sich beim SCK aber nicht.
Turi Bucher