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SILENEN: Grossartiges Sportfest im Selderboden

Die beiden Weltmeisterschaftsfahrer Reto Indergand und Fabio Püntener waren die Dominatoren an den Innerschweizer Bike-Meisterschaften. Melanie Tresch gewann bei den Frauen.
Melanie Tresch bei der Zieleinfahrt. (Bild: Josef Mulle (Silenen, 16. 9. 2017))

Melanie Tresch bei der Zieleinfahrt. (Bild: Josef Mulle (Silenen, 16. 9. 2017))

Den Entschluss, die Innerschweizer Bike-Meisterschaft in das Cross Country Race Selderboden zu integrieren, hatten die Organisatoren der IG Radsport Uri mit Ueli Kieliger an der Spitze keinen Moment zu bereuen. Die Teilnehmerzahl der Athleten verdoppelte sich fast, und dementsprechend waren auch die Zuschauerzahlen rekordverdächtig. Die Sportler verdankten den Grossaufmarsch am Samstag mit spannendem ­Bikesport, kämpften doch die Urner Biker auch noch um kantonale Meisterehren, und auch die Pokale für die Schülermeister wurden in Silenen vergeben.

Der Höhepunkt des Tages war die Teilnahme der beiden Weltmeisterschaftsfahrer Reto Indergand und Fabio Püntener. Die besondere Würze dabei: Vor heimischem Publikum kam es auch zum ersten direkten Duell des Weltcup-Fahrers Indergand mit dem aufstrebenden Junior Püntener.

Püntener fordert sein Vorbild

Schon vom Start weg zeigte Fabio Püntener überhaupt keinen Respekt vor grossen Namen, legte ein horrendes Tempo vor und war in den ersten Runden auch mehrheitlich an der Spitze des kleinen, aber stark besetzten Feldes anzutreffen. In dieser befanden sich nach Hälfte des Rennens noch Reto Indergand und Patrick Tresch. Abreissen lassen musste Andri Zgraggen, der erst spät in die Saison gestartet war und dementsprechend über zu wenig Standfestigkeit verfügte. «Ich merkte bald, dass ich dieses Tempo nicht über die gesamte Distanz durchhalten konnte. Deshalb entschied ich mich schon früh, etwas Gas wegzunehmen und meinen persönlichen Rhythmus zu finden.» Dieser Schachzug brachte ihm schliesslich den vierten Gesamtrang und den dritten Podestplatz in der Elitekategorie ein. Auch Patrick Tresch konnte das Tempo der beiden «Duellanten» nicht mehr mitgehen, sicherte sich aber den dritten Gesamtrang und den zweiten Eliteplatz.

Der Entscheid um den Tagessieg fiel dann endgültig im letzten Drittel des Rennens, als Reto Indergand noch einmal einen Zacken zulegte und den Jungspund Püntener in die Schranken wies. «Zu Beginn des Rennens hatte ich tatsächlich einmal Bedenken, denn Fabio fuhr insbesondere in den schwierigen Passagen im ­Selderbachbereich unheimlich stark», lobte Reto seinen möglichen Nachfolger als nächsten Silener «Weltklassebiker». Dieser seinerseits freute sich schelmisch, dass er seinem Vorbild doch ein bisschen Respekt einflössen konnte. «Ich fühlte mich ausgezeichnet in Form, und auch die Strapazen der WM in Australien hinderten mich nicht daran, voll auf Angriff zu fahren. Doch im Verlauf des Rennens musste ich die Überlegenheit von Reto akzeptieren, der insbesondere auf den Flachstücken das Tempo noch einmal massiv steigern konnte», so die Analyse des Siegers der Juniorenkategorie.

Melanie Tresch im Vormarsch

Grosse Abwesende im Starterfeld der Frauen war die dritte der Australienfahrer, Linda Indergand, die wegen ihrer erlittenen Verletzung an den Weltmeisterschaften für das Rennen Forfait geben musste, als Zuschauerin aber mit den Athletinnen und Athleten mitfieberte. «Es geht mir nach meiner Sturzserie schon wieder viel besser, für ein Rennen hier und heute reicht es aber noch nicht», so Linda Indergand, die sich an der Sportlerehrung dennoch von ihren Fans feiern lassen konnte. Im Rennen wurde sie dann von Melanie Tresch würdig vertreten, die in dieser Saison ausgezeichnete Ergebnisse herausgefahren hat. Auch mit dem Sieg im Selderboden zeigte sie, dass sie bald einmal bereit sein wird, auch höheren Ansprüchen zu genügen. Swiss Cycling hat Melanie Tresch nämlich nach Saisonschluss zu einem Eignungstest für die Nationalmannschaft der Juniorinnen aufgeboten. In den Schülerkategorien dominierten zum grossen Teil die Fahrerinnen und Fahrer der IG Radsport Uri und sorgten so dafür, dass die meisten Innerschweizer Meistertitel, wie bereits bei den älteren Kategorien, im Kanton Uri blieben.

Josef Mulle

redaktion@urnerzeitung.ch

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