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Schafft Dario Simion den Sprung zum Spitzenspieler?

Die Leistungen von EVZ-Stürmer Dario Simion sollen diese Saison konstanter werden. Gelingt ihm der Durchbruch?
Sven Aregger
Dario Simion klatscht nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Genève Servette seine Kollegen ab. (Bild: Patrick Straub/Freshfocus, Zug, 1. Oktober, 2019)

Dario Simion klatscht nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Genève Servette seine Kollegen ab. (Bild: Patrick Straub/Freshfocus, Zug, 1. Oktober, 2019)

Nachdem Dario Simion am Dienstag beim 5:1-Heimsieg gegen Genève-Servette zum besten Zuger Spieler erkoren worden war, drehte er eine Ehrenrunde vor den Fans und liess sich feiern. Simion genoss den Moment. Es war ein Abend, der mit einem Tor und einer Vorlage ganz nach seinem Geschmack verlaufen war. Ein Abend auch, wie ihn sich die EVZ-Verantwortlichen öfters von Simion wünschen.

Es verhält sich nämlich so: Der 25-jährige Flügel ist ein verlässlicher, disziplinierter Spieler, der sowohl im Power- wie auch im Boxplay ein sicherer Wert ist. Er startete mit ansprechenden Leistungen in die Saison. Aber man wird den Eindruck nicht los, dass noch mehr in ihm steckt, dass der 1,89-m-Hühne seine Wucht bisweilen zu wenig einbringt. Dabei ist er durchaus dazu in der Lage. In Erinnerung bleibt sein Playoff-Tor im Frühling gegen Lugano, das er mit einem fulminanten Lauf über das halbe Feld realisierte.

Hoffen auf die Heim-WM

Es ist Dario Simions Anspruch, ein Leader zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Center Sven Senteler wird er in den nächsten Monaten noch wichtiger für den EV Zug. «Auf seinem besten Level ist Dario ein Topspieler, aber es fehlt noch die Konstanz», analysiert Trainer Dan Tangnes. Simion sei manchmal zu hart mit sich selber und enttäuscht, wenn ihm etwas nicht gelinge. Das sei auch eine Frage der Reife, der Erfahrung. Tangnes sagt: «Der Zeitpunkt ist gekommen, dass er sich vom Talent zum Leistungsträger entwickelt. Ich hoffe diese Saison auf seinen endgültigen Durchbruch.»

Der Tessiner Simion hatte 2018 zum EV Zug gewechselt, weil es beim HC Davos zuletzt unbefriedigend für ihn gelaufen war. In den Bündner Bergen fühlte sich der zurückhaltende Profi unwohl, einsam auch. Er vermisste die Nähe zur Familie und nahm die Hilfe eines Mentaltrainers in Anspruch.

Seine erste Saison in Zug war solide, aber sein Ziel, zum Schweizer WM-Kader zu gehö­ren, verfehlte er. Er wurde bloss für zwei Länderspiele am Deutschland-Cup aufgeboten. Für die Heim-Weltmeisterschaft 2020 nimmt er einen neuen Anlauf. Simion sagt: «Ich muss mich noch mehr zeigen, regelmässig mein bestes Hockey spielen.»

Kläy: «Im Grundsatz sind wir mit ihm zufrieden»

Dabei geht es auch um seine Zukunft, sein Kontrakt mit dem EV Zug läuft Ende Saison aus. Aus der Vereinszentrale sind positive Signale zu vernehmen, was eine mögliche Vertragsverlängerung betrifft. «Im Grundsatz sind wir mit Dario zufrieden. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung», sagt Sportchef Reto Kläy. Aber wie Trainer Tangnes vertritt er die Meinung, dass Simions Reifeprozess nicht abgeschlossen ist. «Er ist noch nicht dort angelangt, wo er sein kann.»

Dario Simion hat das schon häufig gehört und arbeitet daran. Deshalb will er sich im Moment nicht den Kopf darüber zerbrechen, was nächste Saison sein wird. Er legt den Fokus voll und ganz auf die Gegenwart, auf die bevorstehenden Aufgaben. Heute (19.45 Uhr) empfängt der EV Zug den Tabellendritten Biel. «In den letzten beiden Spielen haben wir zu unserem Rhythmus gefunden. Das Selbstvertrauen ist zurück», versichert der Powerflügel. Er sagt auch: «Ich will einfach so gut spielen, wie ich kann.»

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