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Simon Grether: Das Stehaufmännchen passt zum FCL

FCL-Verteidiger Simon Grether gelang gegen YB das Comeback. Morgen Sonntag (16.00) gehts im Cup zum Ex-Klub Wohlen.
Daniel Wyrsch
Simon Grether (links) behauptet den Ball gegen YBs Roger Assalé. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 1. September 2019)

Simon Grether (links) behauptet den Ball gegen YBs Roger Assalé. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 1. September 2019)

Simon Grether jammert nicht, er ist alles andere als eine Heulsuse. Dabei hat der Verteidiger den schlimmsten Saisonstart hinter sich, seit der ehemalige Nachwuchsmann des FC Basel vor drei Jahren zum FC Luzern gewechselt ist. Anfang August verspürte der 27-jährige Familienvater Bauchschmerzen. Diese wurden immer stärker, bis ein Arzt feststellte, dass es sich um eine Blinddarmentzündung handelt. Notfallmässig wurde Grether in den Spital überführt.

Grether erzählt gestern Freitag nach dem Training von der Blinddarmoperation, nur weil ihn die Journalisten darauf ansprechen. Der mit einer Länge von 1,79 Meter relativ kleine, aber kräftige Verteidiger sieht nicht aus, als ob er zwei Wochen hätte pausieren müssen. Vor dem 14-tägigen Pflichtspielunterbruch wegen den Nationalteampartien hatte er bereits sein Comeback gegeben: Beim 2:2 gegen Meister YB spielte er 90 Minuten durch. Grether gelang eine solide Leistung auf der linken Abwehrseite, obwohl er immer wieder Zweikämpfe mit dem wuseligen YB-Angreifer Roger Assalé bestreiten musste.

Duell um Abwehrplatz mit U21-Nationalspieler Sidler

Simon Grether ist nun nach seinem ersten Ligamatch der noch jungen Saison zurück in der gleichen Lage, in der er schon im Juli 2016 beim FCL-Debüt (2:1-Sieg in Lugano) war: Er muss sich immer wieder beweisen, um den Platz im Team zu verteidigen. 71 Ligapartien hat er für Luzern bestritten – er zählt zu den unkompliziertesten Profis. Grether ist froh, kann er die Blinddarm-Geschichte beenden: «Jetzt fühle ich mich wieder fit und habe keine Beschwerden mehr. Zum Glück ist alles gut gegangen.»

Grether ist ein echtes Stehaufmännchen. Nicht nur einmal dachte man, der bissige Defensivakteur sei hier nicht mehr gefragt. Doch er und der FCL, die passen zusammen. Immer wieder gelang Grether die Rückkehr ins Team. Vielleicht auch jetzt unter Thomas Häberli. Lange verzichtete er auf ihn, ehe er ihm gegen YB den Vorzug gegenüber dem zuvor gesetzten U21-Nationalspieler Silvan Sidler (21) gab.

Grether war mit Wohlen unter Sforza Wintermeister

Nach dem besten Saisonspiel des FCL dürfte Grether den Platz als Linksverteidiger behalten. Im Cup trifft Häberlis Team morgen auswärts auf den FC Wohlen (1. Liga), wo Grether vor dem Wechsel nach Luzern zwei Saisons in der Challenge League (47 Spiele) absolvierte. «Ich erlebte in Wohlen eine super schöne Zeit, wir hatten einen tollen Teamspirit und der Verein wurde sehr gut geführt.» In der ersten Saison von Grether wurden die Freiämter unter Ciriaco Sforza sogar Wintermeister.

Davon ist Wohlen derzeit weit entfernt, in der vierthöchsten Klasse spielt das Team. Also eine Pflichtaufgabe für Luzern? «Natürlich. Wir wollen von Anfang an zeigen, dass wir der Super-Ligist sind und weiterkommen», stellt Grether klar.

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