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SINS: Aufholjagd des Neulings mit Punkt belohnt

Aufsteiger Sins und Emmen trennen sich zum Auftakt 2:2. Für die Oberfreiämter war es eine gelungene Rückkehr nach 19 Jahren Abstinenz in der regionalen 2. Liga.
Der Sinser Jeremias Würsch (rot) und Emmens Steven Zwimpfer liefern sich einen spannenden Zweikampf. (Bild: Michael Wyss (Sins, 12. 8. 2017))

Der Sinser Jeremias Würsch (rot) und Emmens Steven Zwimpfer liefern sich einen spannenden Zweikampf. (Bild: Michael Wyss (Sins, 12. 8. 2017))

«Ich bin zufrieden. Ein geglückter Auftakt», zeigte sich Sins-Präsident Paul Conrad (53) nach dem 2:2 gegen Emmen zufrieden. Die Aargauer, die im Juni als 3.-Liga-Meister in die regionale 2. Liga aufstiegen, kickten zuletzt vor 19 Jahren auf diesem Niveau. «Wir wollen uns mittelfristig in dieser Liga halten und so eine attraktive Adresse bleiben», wünscht sich Conrad. Im August 2018 feiert der Verein sein 50-Jahr-Jubiläum. Geplant ist ein zweitägiges Fest: «Am liebsten mit einem Fanionteam, das bis dann immer noch in der regionalen 2. Liga spielt», hofft und lacht der Präsident.

Trainiert werden die Sinser neu vom 38-jährigen Hochdorfer Edi von Moos. Der Seetaler, der die Nachfolge von Miodrag Dedic (trainiert neu Muri, 2. Liga inter) antrat, spielte selber einst im Fanionteam von Sins. Er sagt: «Mein Engagement war eine Herzenssache. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen.» Und diese lauten nicht etwa, wie üblich für einen Neuling, Klassenerhalt. «Nein. Wir wollen einen Platz im Mittelfeld. Es ist eine grosse Challenge. Die Messlatte ist hoch, aber machbar», glaubt von Moos. Unterstützt wird er an der Seitenlinie vom 35-jährigen Hochdorfer Stefan Suter, der einst beim FC Luzern in der U21 und FC Hochdorf in der 2. Liga inter kickte. «Wir kennen uns seit Jahren und ergänzen uns sehr gut», so von Moos. Das Duo kennt sich nämlich aus einem gemeinsamen Trainerengagement beim Team Seetal (Nachwuchsförderungskonzept: FC Hochdorf, FC Hitzkirch und FC Eschenbach).

Leuthard brilliert gegen seinen Ex-Klub

Dass Sins in der Liga angekommen ist, bewiese es. «Wir machten einen 0:2-Rückstand wett, was doch von mentaler Stärke zeugt und von gewisser Qualität spricht. Mit grossem Willen schafften wir das 2:2. Dieser Punkt war wichtig für die Moral», weiss das Sinser Urgestein Reto Brügger (26, Verteidiger, Captain). Mit etwas mehr Fortune wäre die Premiere der Oberfreiämter sogar mit dem Sieg belohnt worden. In der Schlussphase, beim Stand von 2:2, scheiterte Robin Niederberger (20) mit einem Lattenschuss. Ein spezielles Spiel war es für den 34-jährigen Sinser Schlussmann und Routinier Fredy Leuthard, der gegen seinen Ex-Klub eine starke Partie zeigte. «Ich habe bei Emmen die Freude zum Fussball entdeckt und verbrachte viele Jahre beim Fliegerverein. Es war ein emotionales und nicht alltägliches Spiel für mich, denn ich hatte noch nie gegen Emmen einen Ernstkampf bestritten.»

Das favorisierte Emmen (neu trainiert vom 29-jährigen Dragan Bijorac; er ersetzte André Muff, Rücktritt) begann fulminant und führte zur Pause verdient, aber zu knapp, mit 2:0. Chancen im Minutentakt erarbeiteten sich die «Flieger» zu Beginn der Partie. Aufwand und Ertrag stimmten jedoch nach der ersten Halbzeit in keinem Verhältnis. Bijorac, der früher im Emmer Fanionteam spielte und aktuell Juniorenobmann ist, meinte nach dem Spiel: «Wir müssten nach 45 Minuten 4:0 führen. Es ist frustrierend, wie fahrlässig wir mit unseren Tormöglichkeiten umgingen. Wir wurden prompt bestraft. Sins hat sich dieses Remis nicht gestohlen. Ich bin enttäuscht. 45 Minuten Fussball spielen genügt nicht. Auch nicht gegen einen Aufsteiger.» Ein Warnschuss vor den Bug war es. Besser machen sollte es Emmen am Samstag (18.00, Grüner Wald), wenn die Reise ins Urnerland bevorsteht. Mit Schattdorf, das eine 0:5-Klatsche in Küssnacht erlitt, wartet der zweite Neuling innert einer Woche auf Emmen.

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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