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Sins feiert, Sempach zittert

Der FC Sins feiert nach dem 3:1-Sieg den Ligaerhalt in der 2. Liga regional, derweil die Stimmung beim FC Sempach auf den Nullpunkt sinkt. Das Team von Trainer Markus Koch steckt mit einem Fuss bereits im Lift nach unten.
Ruedi Vollenwyder
Der Sempacher Yanick Fölmli (rechts) setzt sich im Kopfballduell vor zwei Sinser Spielern durch. (Bild: Manuela Jans-Koch (Sins, 9. Jun))

Der Sempacher Yanick Fölmli (rechts) setzt sich im Kopfballduell vor zwei Sinser Spielern durch. (Bild: Manuela Jans-Koch (Sins, 9. Jun))

Die Ausgangslage im Abstiegskampf der 2. Liga regional zwischen Sins und Sempach war klar. Mit einem Sieg konnten sich die Oberfreiämter unter dem Trainerduo Edi von Moos/Stefan Suter vorzeitig den Ligaerhalt sicher. Der FC Sempach unter Trainer Markus Koch brauchte einen Sieg, um vom Tabellenende wegzukommen.

Die Rechnung ging nur für den FC Sins auf. Dank Toren von Robin Niederberger (22.) und Kim Marolf (54. und 68.) sicherte sich Sins in einem kampfbetonten Spiel mit weinig technischen Finessen den Ligaerhalt. Das Anschlusstor von Simon Eberle zum 1:3 (80.) brachte zwar nochmals etwas Hoffnung für die Luzerner, fiel aber zu spät. Sins brachte den Sieg – nach mehreren vergebenen Konterchancen – als das klar bessere Team über die Zeit. Der Ligaerhalt konnte vorzeitig gefeiert werden.

Der nassen «Taufe» in der Kabine vermochte das Trainer-Duo noch rechtzeitig entfliehen, ebenso Doppeltorschütze Kim Marolf (ex Hochdorf und Hergiswil), der auf die Rückrunde hin zum FC Sins stiess. Der 29-jährige hat von seinem Torinstinkt überhaupt nichts eingebüsst und avancierte zum Matchwinner in diesem Abstiegsknüller. «Eigentlich hatte ich Ende der letzten Saison mit dem Fussball abgeschlossen. Doch dann überredete mich Edi von Moos, seinem Team in der Rückrunde zu helfen.» Mit zehn Toren war er massgeblich daran beteiligt, dass seine Kollegen nun in der Kabine ausgelassen feiern konnten. «Mit seiner Routine und seinem Torriechen hat er auch gegen Sempach den Unterschied ausgemacht», windet Edi von Moos seinem Stürmer ein Kränzchen. Doch am kommenden Samstag nach dem Spiel auswärts gegen Schattdorf kehrt Marolf dem FC Sins und dem Fussball endgültig den Rücken zu. «Ich steige im Geschäft meines Vaters ein. Da liegt Fussball nicht mehr drin», lautet die Begründung für diesen Schritt.

Merenda wird Trainer beim FC Sins

Für das Sinser Trainer-Duo war diese Saison spannend und erfolgreich zugleich. «Mit dem Ligaerhalt und dem Einzug in den IFV-Cupfinal hat die Mannschaft das Maximum herausgeholt», resümiert Edi von Moos.

Der 40-jährige Moreno Merenda wird Nachfolger von Edi von Moos und Stefan Suter, die beide zum 2.-Liga-inter-Absteiger und neuen Ligakonkurrenten Hochdorf wechseln. Meranda, der ehemalige Super-League-Spieler von Xamax, Vaduz und St. Gallen, war zuletzt in Cham als Spieler und seit Sommer 2015 als Assistenztrainer tätig. Unterstützt wird der gebürtige Baarer vom einheimischen Haskiel «Haski» Can.

Sempach steht vor einer Herkulesaufgabe

Klar, dass man beim FC Sempach nach dieser Niederlage niedergeschlagen wirkte. «Nebst dem Wettkampfglück fehlte auch die Effizienz vor dem gegnerischen Tor», analysierte Simon Eberle, dem der einzige Sempacher Treffer mit dem Kopf gelang. Er spricht die Szenen kurz nach dem Seitenwechsel an, als Sins-Goalie Fridolin Leuthard mit zwei Glanzparaden vorerst das Sinser zu Null rettete. Doch Aufgeben kommt für den 26-jährigen Mittelfeldspieler nicht in Frage. «Als Team sind wir stark genug, um auch im letzten Spiel gegen Emmen das Blatt noch zum Guten zu wenden», macht er sich und dem Team Hoffnung auf den Ligaerhalt. Trainer Markus Koch ist im Vorfeld dieses letzten Spieles nicht zu beneiden. Seine Herkulesaufgabe: Wie baue ich meine Spieler psychologisch auf, dass diese an die letzte Chance glauben? Die Situation ist beunruhigend: Sempach steckt mit einem Bein schon im Lift nach unten.

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