SION 2026: IOC akzeptiert Defizitgarantie

Drucken
Teilen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Dienstag bekannt gegeben, dass es mit der beschränkten Defizitgarantie des Bundes einverstanden ist. Der Bund will für Verluste bei allfälligen olympischen Spielen in Sion 2026 rund 827 Millionen ans Defizit beisteuern. In früheren Jahren verlangte das IOC eine unbeschränkte Garantie.
Für Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, sind dies gute Nachrichten: «Es zeigt, dass das IOC die ‹Agenda 2020›, welche eine Redimensionierung der Spiele vorsieht, wirklich ernst nimmt.» Dennoch werde es noch viel Arbeit brauchen, Bürger
und Politiker von Spielen in der Schweiz zu überzeugen, so Stahl. «Wäre es einfach, hätten wir schon längst wieder so einen Anlass durchgeführt.»
«Wir haben nun mehrere Monate Zeit, unsere Ideen zu erklären», sagte Stahl am Dienstag in Nottwil. Dabei setzt er auch auf die Mithilfe von engagierten Mitgliedern in Sportvereinen – auch in seiner Partei, der SVP, wo die Widerstände gegen die Spiele sehr gross sind. Denn dass Sion 2026 eine gute Sache ist, steht für Stahl fest. «Es würde der Schweiz guttun. Wir haben immer das Gefühl, die Schweiz sei eigentlich fertig gebaut, es gäbe keine Innovationen mehr. Aber wir brauchen neue Ideen, neue Ziele. Ohne solche Ideen, ohne gewaltiges Engagement wäre auch das Paraplegikerzentrum vor rund 30 Jahren nie entstanden, hätte nie diese Region prägen können. Es ist ein inspirierendes Beispiel für Sion 2026.» (ca)