Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SKI ALPIN: Fabienne Suter so stark wie lange nicht mehr

Fabienne Suter zählt im Super-G heute Abend (19 Uhr/SRF 2, Liveticker auf luzernerzeitung.ch) neben Lara Gut zu den Medaillenhoffnungen. Weil der Schwyzerin der WM-Ort besonders liegt und das nicht nur wegen der Piste.
Fabienne Suter am Montag auf der WM-Piste im Abfahrtstraining. Heute gilts im Super-G ernst. (Bild: Keystone/Alessandro Trovati)

Fabienne Suter am Montag auf der WM-Piste im Abfahrtstraining. Heute gilts im Super-G ernst. (Bild: Keystone/Alessandro Trovati)

Stefan Klinger, BEAVER CREEK

Im Grunde hat die WM 2015 für Fa-bienne Suter beschwerlich begonnen. Als sich die 30-Jährige aus Sattel Anfang der Woche auf den Weg nach Beaver Creek machte, zog sich die Anreise zum WM-Ort in Colorado in die Länge, weil die Schweizer Athletinnen wegen eines Blizzards in den USA einen Umweg machen mussten. Und auch das erste Abfahrtstraining auf der WM-Piste wurde gestern zur Geduldsprobe. Nachdem in der Nacht so viel Schnee gefallen war, dass die Piste neu präpariert werden musste, wurde das Training erst mit drei Stunden Verspätung gestartet.

«Beaver Creek finde ich toll»

Und dennoch fühlt sich Fabienne Suter dieser Tage so richtig wohl. Denn schon der Ortswechsel genügt, damit sie voll positiver Energie ist. «Ich freue mich immer, wenn wir in Nordamerika Rennen fahren. Ganz speziell Beaver Creek finde ich toll», sagt sie, «der Schnee ist super, die Piste ist sehr anspruchsvoll, und für uns Athleten ist es hier etwas ruhiger und gemütlicher.» Zwar seien die Einheimischen begeistert, wenn sie Suter als WM-Teilnehmerin erkennen aber eben nicht so Skifanatiker und Autogramm- oder Selfie-Jäger wie beispielsweise die Österreicher.

Zudem wohnen die Schweizerinnen bei den Rennen in Beaver Creek traditionell nicht im Hotel, sondern in Appartments, in denen sie sich selbst verpflegen. «Mir gefällt es, dass wir hier zu zweit eine Wohnung haben und jeder für sich selbst kochen kann», verdeutlicht die Zimmerkollegin von Priska Nufer, «und dass es nicht immer heisst: Um die Uhrzeit gibt es das Essen und um die Uhrzeit dann das Essen.»

Es sind diese Unabhängigkeit, die Ruhe und vor allem die Rückzugsmöglichkeiten, die Fabienne Suter braucht. Eine Athletin, für die Auftritte wie Medientreffen eine anstrengende Pflicht sind. Und wenn sie dann auch noch so positive Erinnerungen wie an die letzten Rennen in Beaver Creek im Kopf hat, ist die sensible Athletin erst recht in der Lage, ihre beste Leistung abzurufen.

Immerhin holte Suter hier 2011 als Zweite im Super-G ihren ersten Podestplatz nach einer fast zweijährigen Durststrecke. Das war zwar auf einer anderen Piste, doch auch bei der Premiere auf der WM-Piste war sie 2013 Vierte in der Abfahrt und Neunte im Super-G. «Ich bin zweimal hier Rennen gefahren, und zweimal ist es gut gegangen. Das gibt Zuversicht», sagt sie, «das 2011 war zwar noch auf der Männerpiste, aber es ist trotzdem ein gutes Gefühl, wenn du weisst: Du kommst hierher, und es geht auf. Und das 2013 zeigt: Die Piste und ich haben uns gut angefreundet.»

Skimarkenwechsel zahlt sich aus

Und so stehen die Chancen gut, dass Suter, die an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften achtmal in den Top 8 war, aber noch nie eine Einzel-Medaille gewonnen hat, an ihrer sechsten WM erstmals auch in einem Einzelrennen auf dem Podest steht. Die Schwyzerin zählt im heutigen Super-G ebenso wie in der Abfahrt am Freitag zu den Medaillenkandidatinnen. «Ich bin froh, dass ich mir auch in der Abfahrt Hoffnungen auf eine Medaille machen darf», sagt sie, «so liegt nicht der ganze Druck auf dem einen Super-G-Rennen.»

Dass sich Suter, die zuletzt im Januar 2013 auf einem Weltcup-Podest stand, nun als Medaillenkandidatin wähnt, liegt nicht zuletzt am Wechsel von Stöckli zu Dynastar im vergangenen Frühjahr. «Der Wechsel war richtig, weil ich in der Abfahrt nun auch auf flächeren Strecken in die Top 10 fahren kann und ich mich super mit meinem Servicemann und den anderen Leuten bei Rossignol/Dynastar verstehe», sagt sie, «ausserdem war es für mich ganz wichtig, mal etwas Neues zu wagen.» Im Super-G hat sie zwar viel länger als in der Abfahrt gebraucht, um das Material zu finden, das am besten zu ihrem Fahrstil passt jetzt sei sie aber in beiden Disziplinen parat.

Das zeigt Wirkung. «Ich kenne ­Fa­bienne seit drei Jahren und habe sie mental noch nie so stark erlebt wie jetzt», sagt Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher, «Fabienne hat noch nicht geerntet, was sie gesät hat. Doch eines Tages wird ihre Rechnung aufgehen.» Vielleicht schon heute oder am Freitag.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.