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SKI ALPIN: Lütolfs Jagd nach Gold geht weiter

Joel Lütolf holt Meisterschaftsgold in der Kombination und im Super-G bei den U18-Junioren. Nun folgt morgen Samstag für den 17-jährigen Sempacher auf der Klewenalp noch der Auftritt in seiner Paradedisziplin.
Stephan Santschi
Pendelt derzeit zwischen Schulbank und Skipisten: Joel Lütolf aus Sempach. (Bild: Boris Bürgisser (Klewenalp, 15. März 2018))

Pendelt derzeit zwischen Schulbank und Skipisten: Joel Lütolf aus Sempach. (Bild: Boris Bürgisser (Klewenalp, 15. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

«Sehr glücklich und zufrieden» sei er, sagt Joel Lütolf. Kein Wunder: Schliesslich befindet sich das 17-jährige Toptalent derzeit in einer ausgezeichneten Verfassung. Den jüngsten Beweis dafür lieferte er letzte Woche auf dem Stoos, als er an den Schweizer U18-Meisterschaften im Super-G auf Rang eins fuhr. Drei Zehntelsekunden betrug am Ende sein Vorsprung gegenüber seinem ersten Verfolger. Auf den ersten Blick überrascht das Ergebnis, gilt der Sempacher doch eher als Techniker mit Fokus auf Slalom und Riesenslalom. «Da der Kurs aber sehr kurvenreich war, kam er meinen Fähigkeiten entgegen. Ich hatte grosse Erwartungen an mich und stand bereits mit positiven Gefühlen am Start», erzählt er. Mit der Nummer 14 habe er die Piste zudem noch in bestem Zustand vorgefunden, was ihm auf dem Weg zum neuerlichen Exploit zusätzlich Mut machte.

Nach Gold an den Schweizer U18-Meisterschaften in der Kombination und Silber im Riesen­slalom hat Joel Lütolf in diesem Winter bereits drei Medaillen an nationalen Titelkämpfen eingefahren. Da kann er es verschmerzen, dass ihm in der Abfahrt der Schritt auf das Podest knapp verwehrt blieb. Zwei Tage vor seinem Goldlauf im Super-G fuhr er auf dem Stoos in der Abfahrt auf Platz vier, wobei ihm nur zwei Zehntelsekunden auf Rang drei fehlten. «Klar war das schade, ich habe mich aber nicht sehr aufgeregt», berichtet er. Der Grund: Mit Startnummer 91 fand er ungünstige Bedingungen vor.

Zwischen Titelgewinnen und Schulprüfungen

In der Zwischenzeit ist er an die Sportmittelschule in Engelberg zurückgekehrt, Prüfungen in Chemie, Mathematik und Englisch stehen auf dem Programm. Den Wechsel zwischen den Herausforderungen auf dem Schnee und hinter der Schulbank mag er, «so kriege ich den Kopf frei und denke nicht immer nur an das Skifahren».

Morgen Samstag steht wieder der Sport im Zentrum seiner Aufmerksamkeit, auf der Klewenalp wartet das nächste Highlight auf den 17-Jährigen. Zum Abschluss der Schweizer Meisterschaften suchen die U18-Junioren im Slalom nach ihrer Nummer eins. ­Lütolfs Ambitionen sind gross, «ich will wieder eine Medaille», schliesslich ist der Slalom seine Paradedisziplin, und «ich fahre bei mir zu Hause».

Janutin – der Konkurrent aus der Ostschweiz

Der aufgeschlossene Luzerner aus Sempach ist Mitglied des SC Bannalp-Wolfenschiessen und trainierte viel auf der Klewenalp – auch mit den einheimischen Geschwistern Se­myel, Carole und Chiara Bissig. «Mit meiner Familie verbrachte ich regelmässig Zeit in einer ­Ferienwohnung in Engelberg, in der Begabtenförderung in Hergiswil ging ich zur Schule», ­erklärt Lütolf den Bezug zur ­Region.

Im Slalom zählt er selbstredend zu den Favoriten, ihm und dem Ostschweizer Fadri Janutin werden die besten Siegeschancen eingeräumt. Die letzten beiden Slaloms im Swiss-Cup entschied Janutin für sich, Lütolf folgte ihm jeweils auf Rang zwei. In FIS-Rennen hat er ihn auch schon geschlagen. «Zwischen uns war es bisher immer eng. Er hat einen sehr lockeren Fahrstil und erinnert ein wenig an einen Free­styler», sagt Lütolf. Am Samstag kommt es am Ergglen-Hang auf der Klewenalp zur Neuauflage dieses Duells – und zur nächsten Goldjagd von Joel Lütolf.

Rennen auf Klewenalp

FIS-Slalom der Männer. Samstag/Samstag: 9.30 1. Lauf; 12.00 2. Lauf (Piste Ergg­len). In den FIS-Slalom vom Samstag ist die Schweizer U18-Meisterschaft integriert.

Internationaler FIS-Slalom der Frauen. Montag/Dienstag: 9.30 1. Lauf; 12.00 2. «Lauf (Piste Ergglen).

Infos: www.zssv.ch und www.scbk.ch

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