SKI ALPIN: Nidwaldner holen Ehrenplätze

Bei bestem Wetter wurde in Sörenberg am Brienzer Rothorn bereits zum vierten Mal das Freeride-Rennen «down to one» ausgetragen.

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Im Zentrum stand der ungewohnte Fahrplan der Luftseilbahn. Die Athleten mussten die ersten 350 Meter jeweils zu Fuss durch den Tunnel in Richtung Eisee zurücklegen. Erst dann hiess es, möglichst schnell die Ski oder das Snowboard anzuschnallen und die Couloirs und die steilen Hänge bis zur Talstation zu bewältigen. Nach rund 1000 Höhenmetern wussten die Fahrerinnen und Fahrer, ob es ihnen auf die nächste Gondel reicht oder nicht. Diese erhöhte nämlich stetig ihre Kadenz, sodass mit jedem Run weniger Zeit für die Abfahrt blieb.

Der einfache, aber spektakuläre Modus: Nur wer rechtzeitig in der nächsten Gondel stand, blieb im Rennen um den Tagessieg. Schaffte es ein Athlet nicht, schied er aus. Während die meisten die ersten Gondeln noch problemlos erreichten, wurde das Fahrerfeld in der Folge immer kleiner. Die 13. und letzte Bergfahrt erreichten nur noch vier Fahrer. Während der letzten Runde mussten die Freerider die 1000 Höhenmeter in nur 4:30 Minuten zurücklegen. Doch die Gondel entschied diese Runde für sich.

Auch Lars Meerstetter konnte im letzten Run die Gondel nicht bezwingen. Bereits seit Rennbeginn fuhr er der Konkurrenz davon. Mit einer halsbrecherischen Fahrt und insgesamt über 1000 Höhenmetern traf der Meiringer mit einigem Vorsprung im Ziel ein. Zweiter wurde der in Wolfenschiessen wohnhafte Marcel Wagner, Dritter Urs Wagner aus Stans.

Sörenberg. Freeride-Rennen «down to one» am Brienzer Rothorn. Schlussrangliste (32 Klassierte): 1. Lars Meerstetter (Meiringen) 13 Runden. 2. Marcel Wagner (Wolfenschiessen) 13. 3. Urs Wagner (Stans) 13. Ferner: 6. Raphael Suppiger (Engelberg) 12. 8. Roman Flury (Oberdorf) 11. 9. Flo Odermatt (Alpnachstad) 11. 11. Lukas Wallimann (Giswil) 10. 14. Urs von Ah (Kerns) 10. 17. Marco Kiser (Giswil) 10. 30. Michael Hess (Wolfenschiessen) 8.